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Donnerstag, 15.11.2018
 
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Kulturnachrichten

Donnerstag, 17. August 2017

Diogenes verliert Simenon-Rechte

Künftig erscheint Maigret bei Kampa

Der Diogenes Verlag hat die Rechte am Werk des Krimi-Autoren und Maigret-Schöpfers Georges Simenon verloren. Der Verlag betreute seit fast 40 Jahren das Gesamtwerk von Simenon in deutscher Übersetzung und verkaufte mehr als 6 Millionen Bücher. Der Sohn des 1989 gestorbenen Schriftstellers, John Simenon, teilte mit, dass das Werk seines Vaters ab 2018 im neu gegründeten Kampa Verlag erscheinen werde. Verlagsgründer Daniel Kampa arbeitete bis 2013 bei Diogenes und betreute dort das Werk Simenons.

"Widerrede" von Martin Roth erscheint posthum

Museumsmacher setzt sich darin mit Nationalismus und Populismus auseinander

Nur wenige Wochen nach dem Tod des international renommierten Museumsmachers Martin Roth erscheint posthum sein Buch "Widerrede". Als "überzeugter Europäer" setzt er sich darin mit dem erstarkenden Nationalismus und Populismus in Europa auseinander und ruft zum Engagement für Nächstenliebe, Toleranz und Solidarität auf. Roth war am 6. August nach schwerer Krankheit mit 62 Jahren in Berlin gestorben. Bekannt wurde er vor allem als Direktor des Victoria and Albert Museums in London. Mit seinem Buch "Widerrede!" hinterlasse er ein Werk, das sich als politisches Vermächtnis lesen lasse, so der Verlag.

Syrische Schauspielerin Fadwa Suleiman gestorben

Scharfe Kritikerin der Herrschaft Assads floh 2012 aus Syrien

Die syrische Schauspielerin und Regierungskritikerin Fadwa Suleiman ist tot. Sie sei nach langer Krankheit in Paris gestorben, teilte die oppositionelle Syrische Nationale Koalition mit. Die Schauspielerin war in der frühen Phase des Aufstands gegen Präsident Baschar al-Assad 2011 eines der Gesichter der Opposition gewesen. Sie wurde 46 Jahre alt. Suleiman gehörte wie Assad und dessen Familie der Religionsgruppe der Alawiten an, einer Splittergruppe der Schiiten. Trotz ihrer privilegierten Position stellte sie sich gegen die Herrschaft Assads und hielt in der Stadt Homs oft Ansprachen vor den mehrheitlich sunnitischen Regierungsgegnern. 2012 floh Suleiman nach Paris, weil die Regierung immer härter gegen Dissidenten vorging, und sie um ihr Leben fürchtete.

Malala Yousafzai wird in Oxford studieren

Eingeschrieben in Philosophie, Politik und Wirtschaft

Die pakistanische Kinderrechtsaktivistin und Nobelpreisträgerin Malala Yousafzai wird an der britischen Elite-Universität Oxford studieren. "So aufgeregt, dass ich nach Oxford gehe!", schrieb sie auf Twitter. Die Universität bestätigte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur, dass Yousafzai einen Studienplatz bekommen soll. Sie ist für Philosophie, Politik und Wirtschaft eingeschrieben. Ein Kämpfer der radikalislamischen Taliban hatte Yousafzai 2012 in den Kopf geschossen, weil sie sich öffentlich für die Bildung von Mädchen eingesetzt hatte. Sie war damals zwölf Jahre alt. Yousafzai überlebte und setzte ihre Kampagnen fort. 2014 bekam sie dafür den Friedensnobelpreis. 2017 wurde sie zur jüngsten UN-Friedensbotschafterin der Geschichte.

Historiker Eberhard Jäckel gestorben

Forschung zum Nationalsozialismus war sein Lebensthema

Eberhard Jäckel, einer der führenden Historiker zur NS-Zeit ist tot. Er starb bereits am Dienstag in Stuttgart-Birkach im Alter von 88 Jahren. Jäckel lehrte u.a. als Professor für Neuere Geschichte an der Universität Stuttgart von 1967 bis 1997. Einem breiten Publikum wurde er vor allem durch seine Forschung zur Person Hitlers bekannt. Als bahnbrechend gilt sein 1969 erschienenes Buch „Hitlers Weltanschauung". Seine Studie „Frankreich in Hitlers Europa: die deutsche Frankreichpolitik im 2. Weltkrieg" ist auch heute noch das Standardwerk zur deutschen Frankreichpolitik im Zweiten Weltkrieg. Für die mit der Publizistin Lea Rosh erstellte Dokumentation "Der Tod ist ein Meister aus Deutschland" erhielt Jäckel 1990 den Geschwister-Scholl-Preis. Mit Rosh regte er 1988 den Bau einer zentralen deutschen Holocaust-Gedenkstätte an, die schließlich 2005 in Berlin als Denkmal für die ermordeten Juden Europas eröffnet wurde. Im Historikerstreit des Jahres 1986 war Jäckel ein Verfechter der Einzigartigkeit der Shoa.

Erste Nominierungen für Deutschen Radiopreis

Produktion des Deutschlandfunks Kultur in der Kategorie "Beste Innovation" nominiert

Rund drei Wochen vor der Verleihung des achten Deutschen Radiopreises stehen die ersten Nominierungen fest. In vier Kategorien können sich nun jeweils drei potenzielle Preisträger aus allen Bundesländern Hoffnungen auf eine der Auszeichnungen machen. In der Kategorie "Beste Innovation" ist eine Produktion des Deutschlandfunks Kultur nominiert: "Zur Herstellung von Aussagebereitschaft" von Jana Wuttke und Martin Hartwig. Zwei Radiofeatures und eine Virtual-Reality-Anwendung zeigen, wie systematisch sich die Stasi mit Verhörtechniken beschäftigt hat und wie umfänglich auch heute noch umstrittene Vernehmungsmethoden angewandt werden. Das Audio steuert den Nutzer durch den virtuellen Raum, historische Originaltöne und Dokumente können interaktiv abgerufen werden. Zu den weiteren Nominierten gehören u.a. der Sender NDR 2 mit der Comedy "Wir sind die Freeses", Hamburgs Radio-Urgestein John Ment als "Bester Moderator" oder der Sender Bayern 1 für "Die blaue Couch" in der Kategorie "Bestes Interview". Die Moderation der Gala übernimmt erneut Barbara Schöneberger. Zum ersten Mal wird Deutschlands wichtigster Radiopreis in der Elbphilharmonie verliehen.

Deutscher Ex-Puma-Chef eröffnet Museum in Südafrika

Kern der Ausstellungsobjekte ist eigene private Sammlung

Jochen Zeitz, ehemaliger Geschäftsführer von Puma und Kunstmäzen, will in Kapstadt in einigen Wochen ein Museum eröffnen, in dem afrikanische Künstler im Mittelpunkt stehen, das "Zeitz Museum für zeitgenössische afrikanische Kunst", kurz "Zeitz MOCCA". 80 verschiedene Galerien sollen auf 6.000 qm Ausstellungsfläche zu sehen sein. "Ich hoffe, die Öffentlichkeit wird genauso umgehauen von den Kunstwerken sein wie ich, als ich sie das erste Mal sah", sagt Museumsgründer Zeitz. Der Kern der Ausstellungsobjekte stammt aus Zeitz' privater Kunstsammlung und ist eine Langzeit-Leihgabe an das Museum. Das Museum möchte als nichtkommerzielle Brücke zwischen den Kontinenten und Fördereinrichtung für Afrikas aufstrebende und bereits etablierte Künstler dienen. Zentraler Kritikpunkt an dem Museumsprojekt ist Zeitz' Herkunft. Für einige von ihnen hat das Projekt einen kolonialen Beigeschmack. Zeitz weist die Kritik zurück. "Ich denke, alle Projekte dieses Ausmaßes und dieser Einzigartigkeit werden von jenen begleitet, die etwas länger brauchen, um zu verstehen, was wir hier versuchen."

Timbuktu erhält Entschädigung

Verwüstung von Kulturgut ist ein Kriegsverbrechen

Die Einwohner der malischen Stadt Timbuktu erhalten eine Entschädigung für die Zerstörung von Weltkulturerbe-Stätten. Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag hat heute entschieden, Einzelpersonen individuell zu entschädigen und symbolische Maßnahmen zu treffen, um den Schaden wieder gutzumachen. Islamistische Milizen hatten im Sommer 2012 die Teile Malis unter ihre Kontrolle genommen und viele historische Gebäude der Stadt verwüstet. Im vergangenen Jahr hatte der Strafgerichtshof den Islamisten Ahmad al-Faqi al-Mahdi deshalb zu neun Jahren Haft verurteilt. Nun entschieden die Richter in Den Haag, dass Al-Mahdi für einen Schaden in Höhe von 2,7 Millionen Euro verantwortlich ist.
Er hatte in Timbuktu die Zerstörung von neun Mausoleen und einer Moschee organisiert. Die meisten der heiligen Stätten waren Teil des Weltkulturerbes der Unesco. Al-Mahdi hatte sich schuldig bekannt und entschuldigt. Weil er als mittellos gilt, wird der Opfer-Fonds des Strafgerichtshofs die Zahlungen übernehmen. Dieser wird hauptsächlich durch Beiträge von Mitgliedsstaaten finanziert. Geklagt hatten 137 Einzelpersonen sowie der Staat Mali und die Unesco.

Hanna Schygulla erhält Preis für Lebenswerk

Verleihung findet am 22. September im Berliner Zoo Palast statt

Die Schauspielerin Hanna Schygulla wird für ihr "stilprägendes darstellerisches Schaffen" mit dem Ehrenpreis des Deutschen Schauspielerpreises ausgezeichnet. Schygulla überzeuge nicht nur durch ihre Schauspielkunst und ihre einzigartige Wirkung, sondern auch durch ihre innere Unabhängigkeit, erklärte Hans-Werner Meyer, Vorstand des Bundesverbands Schauspiel. Die Darstellerorganisation vergibt die Auszeichnung am 22. September im Berliner Zoo Palast. Frühere Preisträger waren Senta Berger, Katharina Thalbach und Götz George. Schygulla wurde besonders mit Fassbinder-Filmen wie "Effi Briest", "Die Ehe der Maria Braun" und "Lili Marleen" bekannt. Auch als Sängerin machte sie Karriere.

Architektur-Biennale 2018 in Venedig

Birthler und Graft kuratieren deutschen Beitrag

Die frühere Stasi-Unterlagenbeauftragte und Grünen-Politikerin Marianne Birthler und das Berliner Architektur-Büro Graft werden den deutschen Beitrag bei der Architekturbiennale in Venedig 2018 gestalten. Wie Bundesbauministerin Barbara Hendricks mitteilte, hat das Kuratorenteam die Jury mit seinem Konzept für die Ausstellung "Unbuilding Walls" überzeugt. "Ausgehend vom Rückblick auf die deutsche Mauergeschichte und die Zeit danach setzt sich das Konzept mit architektonischen und stadträumlichen Beispielen der Trennung oder des Zusammenwachsens auseinander", so Hendricks. Damit nehme der deutsche Beitrag auch das kommende Biennale-Motto "Freespace" auf. Die 16. Architekturbiennale in Venedig findet vom 26. Mai bis zum 25. November 2018 statt.

AfD spricht von "entstellter Kunst"

Kassel diskutiert Ankauf von Documenta-Kunstwerk

Im Zusammenhang mit dem Ankauf eines Kunstwerks der diesjährigen Documenta durch die Stadt Kassel hat ein Stadtverordneter der AfD von "entstellter Kunst" gesprochen. Das berichtet die "Hessische Niedersächsische Allgemeine". Es geht um das Werk des in Nigeria geborenen Künstlers Olu Oguibe, einen Obelisken, der in vier Sprachen das Bibelzitat trägt: "Ich war ein Fremdling, und ihr habt mich beherbergt." Während der Documenta steht der 16 Meter hohe Obelisk auf dem zentralen Königsplatz. Thomas Materner, einer der zwei AfD-Mitglieder im Kulturausschuss bezeichnete den Obelisken als "ideologisch polarisierende, entstellte Kunst". Wenn die Stadt das Kunstwerk kaufe, werde die AfD dort "bei jedem von Flüchtlingen begangenen Anschlag" zu Demonstrationen aufrufen. Die Stadt Kassel hatte Oguibe im Juni mit dem Arnold-Bode-Preis ausgezeichnet. Das Kunstwerk soll an die weltweit 60 Millionen Menschen erinnern, die sich auf der Flucht befinden. Oguibe, der inzwischen in den USA lebt, sagte, er habe insbesondere die dortigen evangelikalen Christen herausfordern wollen, die sich vehement gegen die Aufnahme von Flüchtlingen wehrten.

Tom Cruise bei Stunt verletzt

Drehpause für "Mission: Impossible"

Der Schauspieler Tom Cruise hat sich beim Dreh für den neuen Spionagethriller "Mission: Impossible 6" den Fuß gebrochen. Die Arbeiten würden ausgesetzt, bis der Schauspieler genesen sei, teilte das Studio Paramount mit. Der Film solle aber ungeachtet der Verzögerung im Juli 2018 in die Kinos kommen. Der "Hollywood Reporter" hatte am Sonntag von dem missglückten Stunt berichtet, der sich zuvor am Set in London zugetragen haben soll. Bald darauf wurde auf "YouTube" ein Video veröffentlicht. Es zeigt Cruise, wie er von einem Gebäude zu einem anderen springt und dabei sein Ziel verfehlt. Er war dabei angeseilt und zog sich zunächst selbst wieder hoch. Anschließend sah man, dass er beim Gehen erhebliche Schwierigkeiten hatte. Das Video war nach einiger Zeit nicht mehr abrufbar. Der Schauspieler hat in der Vergangenheit häufig die Stunts der von ihm gespielten Actionhelden selbst ausgeführt.

Bestbezahlte Schauspielerin der Welt

Emma Stone verdrängt Jennifer Lawrence von Platz 1

Die 28-jährige Oscar-Preisträgerin Emma Stone ("La La Land") hat ihre Kollegin Jennifer Lawrence vom Spitzenplatz der bestbezahlten Schauspieler der Welt abgelöst. Das zeigt die neue Rangliste des US-Magazins "Forbes". Danach verdiente Stone im vergangenen Jahr 26 Millionen Dollar. Auf Platz zwei landet die aus "Friends" bekannte Schauspielerin Jennifer Aniston mit Einkünften in Höhe von 25,5 Millionen Dollar. Lawrence belegt mit einem Jahresverdienst von 24 Millionen Dollar den dritten Rang. Kommende Woche will "Forbes" die Liste der bestbezahlten Schauspieler veröffentlichen. Auch in Hollywood verdienen Männer oft deutlich mehr als ihre Kolleginnen. So führte Dwayne "The Rock" Johnson die "Forbes"-Liste vergangenes Jahr mit einem Jahresverdienst von 64,5 Millionen Dollar an.

Ausstellung in Gedenkstätte Point Alpha

Alltag im Kalten Krieg

Eine neue Dauerausstellung der Gedenkstätte Point Alpha widmet sich dem Zusammenleben der im sogenannten "Fulda Gap" stationierten US-Soldaten und der deutschen Zivilbevölkerung während des Kalten Krieges. Die Schau im ehemaligen US-Camp an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze thematisiert den Alltag und die zivil-militärische Zusammenarbeit zwischen Deutschen und Amerikanern zwischen dem Ende des Zweiten Weltkrieges und dem Abzug der Soldaten. Im Fokus steht, welch große Rolle US-Soldaten bei der Entstehung einer offenen Gesellschaft in Deutschland gespielt haben. Zur heutigen Eröffnung kommen Kulturstaatsministerin Monika Grütters ebenso wie eine Reihe von Zeitzeugen.

Michael Moore unterstützt Anti-Trump-Demo

New Yorker protestieren zweite Nacht in Folge

Der Dokumentarfilmer Michael Moore ist mit den Zuschauern seiner aktuellen Broadway-Show im Anschluss an die abendliche Vorstellung in einem Doppelstockbus vom Belasco Theatre zum wenige Blocks entfernten Trump Tower gefahren. Dort hatten sich zur zweiten Nacht in Folge Demonstranten versammelt, um gegen Donald Trump zu protestieren. Mit dabei waren die Schauspieler Mark Ruffalo ("The Avengers") und Olivia Wilde ("Her"). Beide veröffentlichten Fotos von der Demonstration auf Instagram. Vom Bus aus animierte Moore auch Fußgänger per Megafon, ebenfalls am Protest teilzunehmen. Sein Stück "Terms of my Surrender" läuft noch bis zum 22. Oktober in New York.

John Cleese für Lebenswerk geehrt

Auszeichnung beim Filmfestival in Sarajewo

Der Monty-Python-Star John Cleese hält befreiendes Lachen angesichts der Weltlage für lebenswichtig. "Wir haben Komiker noch nie so dringend gebraucht wie jetzt", sagte der 77-jährige Schauspieler beim Filmfestival in Sarajewo, wo er den Ehrenpreis für seine Filmkarriere bekommen hat. Cleese erhielt das sogenannte Ehren-Herz von Sarajewo unter anderem für seine Rollen in der Serie "Fawlty Towers", in den Monty-Python-Filmen wie "Das Leben des Brian" oder in dem Film "Ein Fisch namens Wanda". Mit britischem Understatement sagte er, es sei ihm fast peinlich, dieselbe Auszeichnung zu bekommen wie der Schauspieler Robert De Niro oder der Regisseur Stephen Frears.

Boykott des Berliner Pop Kultur-Festivals

Festivalmacher bestreiten Behauptungen der BDS-Kampagne

Wegen eines Boykottaufrufs des BDS ("Boycott, Divestment and Sanctions") haben vier arabische Acts ihren Auftritt beim Berliner Pop Kultur Festival abgesagt. Die politische Kampagne BDS, die es sich zum Ziel gemacht hat, Israel wirtschaftlich, politisch und kulturell zu isolieren, hat im Internet einen entsprechenden Aufruf gestartet. Sie wirft dem Festival vor, mit der israelischen Botschaft zusammenzuarbeiten. Die Festivalmacher bedauern die Absagen. Nach eigenen Angaben sehen sie sich und die beteiligten Musiker massivem Druck durch die Kampagne ausgesetzt. Die israelische Botschaft sei eine von mehr als 32 Partnern, stellte Festivalchefin Katja Lucker klar. Es geht demnach um einen Reisekostenzuschuss von 500 Euro. Dass das Festival von Israel ko-finanziert oder ko-organisiert werde, sei unwahr: "Partner und Geldgeber von Pop-Kultur haben keinerlei Einfluss auf die programmatische Ausgestaltung des Festivals." Lucker sagte im Deutschlandfunk Kultur, das Festival habe wie in jedem Jahr Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt eingeladen und mit keinerlei Konflikten gerechnet. Der Großteil der Musikerinnen und Musiker unterstütze das Festival und kenne auch die Boykottaufrufe der BDS-Kampagne, die viele als antisemitisch einstufen.

Preußen-Stiftung gibt NS-Raubkunst an Erben zurück

Die Staatlichen Mussen kaufen eine Radierung von Kirchner sofort zurück

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz gibt neun als NS-Raubkunst erkannte Werke an die Erben eines jüdischen Kunstsammlers zurück. Eines davon - eine Radierung von Ernst Ludwig Kirchner - wurde für die Staatlichen Museen wieder zurückgekauft. Bei dem Bild handelt es sich um einen von Kirchner signierten Probedruck der Radierung "Fehmarnhäuser mit großem Baum" von 1908. Die neun grafischen Werke stammen aus der Sammlung des Berliner Kleiderfabrikanten Eugen Moritz Buchthal. Vor seiner Flucht nach London verkaufte er im Januar 1936 Grafiken notgedrungen an eine Berliner Galerie, wo die Staatlichen Museen sie noch im selben Monat erwarben.

Daniel Craig bestätigt Rückkehr als James Bond

Der neue "Bond" kommt Ende 2019 in den USA in die Kinos

Nach andauernden Spekulationen hat Daniel Craig im amerikanischen Fernsehen bestätigt, dass er im 25. Bond-Abenteuer die Hauptrolle übernehmen wird. Angeblich soll dem Schauspieler eine Gage von umgerechnet 90 Millionen Euro angeboten worden sein. Ende Juli hatten britische und amerikanische Medien berichtet, dass Craig nach den Filmen "Casino Royale", "Ein Quantum Trost", "Skyfall" und "Spectre" auch im neuen Bond zu sehen sein wird. Unmittelbar nach "Spectre" sagte Craig 2015 in einem Interview, er würde sich lieber die Pulsadern aufschneiden, als jetzt noch einen weiteren Bond-Film zu drehen. In den US-Kinos wird der nächste Film mit dem britischen Agenten ab dem 8. November 2019 zu sehen sein.

Neue Missbrauchsvorwürfe gegen Polanski

Weiteres angebliches Opfer meldet sich

Roman Polanski sieht sich neuen Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen ausgesetzt: Auf einer Pressekonferenz in Los Angeles warf eine Frau dem französisch-polnischen Starregisseur vor, sie 1973 als 16-Jährige missbraucht zu haben. Weil die Verjährungsfrist abgelaufen sei, werde sie nicht klagen, sagte ihre Anwältin. Ihre Mandantin sei aber zu einer Aussage unter Eid bereit, sollte es jemals einen Strafprozess geben. Polanski hatte 1977 den Missbrauch einer damals 13-jährigen zugegeben. Kurz vor der Urteilsverkündung floh er nach Europa und kehrte seitdem nicht mehr in die USA zurück. Das Verfahren gegen ihn wurde bis heute nicht eingestellt.

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