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Interview / Archiv | Beitrag vom 10.05.2016

Digitale Zukunft der MuseenKunst für den Follower

Wolfgang Ulrich im Gespräch mit Vladimir Balzer und Axel Rahmlow

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(picture alliance / dpa / Wallace Woon)
Ein Frau posiert für ein Foto vor einem Projekt mit dem Titel "Universum von Wasserteilchen" im Art-Science Museum in Singapur. (picture alliance / dpa / Wallace Woon)

Museen sollen ausstellen, bewahren, forschen, vermitteln. Aber wir leben in einer digitalen Welt, Interaktion ist alles. Museumsbesucher wollen heute, dass ihre kreativen Kräfte, ihre Lust selber etwas zu machen, geweckt wird, sagt der Kunsttheoretiker Wolfgang Ulrich.

Auf der Jahrestagung diskutiert der Deutsche Museumsbund in Erfurt noch bis Donnerstag über die Zukunft des Museums. Die Museen müssten sich heute auch die Frage stellen: Welches Verhältnis wollen wir eigentlich zu unseren Besuchern - soll das eine Einbahnstraße sein? Museumsbesucher wollen Angeboten von den Museen bekommen, wo sie sich selber aktiv erfahren können, sagt der Kunsthistoriker und Kunsttheoretiker Wolfgang Ulrich. So sollen Museen zu Kreativitätsagenturen werden: Man soll nicht nur Besucher sein, sondern sich selbst inspirieren lassen.

Auftanken von Selbstbewusstsein

Die Digitalisierung sei dabei der nächste Schritt, so sei die Nutzung von Smartphones in Museen inzwischen ausdrücklich erwünscht, so Ulrich. So würden auch von Museen heute zum Beispiel Hashtags vorgegeben, unter denen man sich mit den Kunstwerken auseinandersetzen könne. So könne man dann mit anderen Besuchern in Verbindung treten. "Es geht um das Auftanken von Selbstbewusstsein im Museum", so der Kunsttheoretiker weiter.

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