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Kompressor | Beitrag vom 31.01.2017

Dieter Kosslick zur Berlinale"Mit Humor gegen Miesmacherei"

Dieter Kosslick im Gespräch mit Stephan Karkowsky

Der Direktor der Internationalen Filmfestspiele Berlin, Dieter Kosslick, spricht am 31.01.2017 in Berlin während einer Pressekonferenz zum Programm der 67. Berlinale. (dpa / picture alliance / Soeren Stach)
Der Direktor der Internationalen Filmfestspiele Berlin, Dieter Kosslick, stellt Programm und Jury vor. (dpa / picture alliance / Soeren Stach)

Das Programm der 67. Berlinale setzt "mit Vielfalt gegen die Einfalt", meint Festival-Direktor Dieter Kosslick. Besonders lobt er den Film "Der junge Karl Marx" mit August Diehl in der Hauptrolle.

Wer kommt zur 67. Berlinale? Das Filmfestival beginnt am 9. Februar. Am Dienstag hat Berlinale-Direktor Dieter Kosslick das Programm und die Mitglieder der internationalen Festival-Jury bekanntgegeben. 

Kosslick teilte mit, dass auch die deutsche Schauspielerin Julia Jentsch Mitglied in der Jury unter der Präsidentschaft des niederländischen Regisseurs und Drehbuchautors Paul Verhoeven sein wird. Jentsch ist bereits im Jahr 2005 für "Sophie Scholl - Die letzten Tage" mit dem Silbernen Bären der Berlinale sowie dem Deutschen und dem Europäischen Filmpreis geehrt worden. Im vergangenen Jahr war die Schauspielerin mit dem Abtreibungsdrama "24 Wochen" im Wettbewerb zu sehen.

Gegenüber Deutschlandradio Kultur versucht Berlinale-Direktor Kosslick das diesjährige Motto auf den Punkt zu bringen: "Mit Humor gegen Miesmacherei" oder auch "Mit Vielfalt gegen die Einfalt".

"Es gibt wieder das kleine Glück"

"Wir haben sehr viele Leute, die das pyramidenmäßig vorgucken", beschreibt Kosslick die Vorauswahl für den Wettbewerb. Er selbst habe "nur" rund 200 bis 240 Filme geschaut - am Ende blieben schließlich 18 Filme übrig.

Die vielen Künstlerporträts im diesjährigen Programm zeigen laut Kosslick: "Es gibt jetzt wieder das kleine Glück, das dem großen Desaster entgegengesetzt wird."

Eröffnet wird das Festival mit dem französischen Film "Django", einem Werk über den Gitarristen und Komponisten Django Reinhardt von Etienne Comar.

Karl Marx habe die Krise des Kapitalismus vorausgesehen

Auch der Film "Der junge Karl Marx" von Raoul Peck mit August Diehl hätte als Eröffnungsfilm laufen können, erklärt Kosslick. Marx habe schließlich bereits vor mehr als 100 Jahren die Entwicklung des Kapitalismus vorausgesehen.

Aber auch  "Django" sei ein würdiger Eröffnungsfilm. Kosslick beschreibt den porträtierten Musiker als "den größten Jazzgitarristen, der je auf unserer Erde war" - und das sehe man in diesem Film: "Man ist direkt betroffen, diese Musik geht direkt ins Herz." (mcz)

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