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Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 12.03.2012

Die Wiederentdeckung der Allmende

Über den Streit um Gemeinschaftsgüter

Von Rosemarie Bölts

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Strommasten reihen sich  bei Silberstedt nahe Husum hintereinander. (AP)
Strommasten reihen sich bei Silberstedt nahe Husum hintereinander. (AP)

Allmende nannte man früher das Gemeinschaftsgut, das allen gehörte. Dorfwiese und See zum Beispiel, Wald und Luft. Heute zählt dazu auch die Versorgung der Bürger mit Wasser, Strom und Bildung. Im Zuge neoliberaler Politik und klammer Kassen haben aber immer mehr Kommunen in den letzten zwei Jahrzehnten beschlossen, ihre öffentlichen Güter an Privatleute und Investoren zu verkaufen.

Arbeitsplätze, wirtschaftliches Wachstum zum Wohle der Bürger versprechen die Politiker. Zu kurz gedacht, kontern die Angesprochenen, die zu hohe Kosten für die Allgemeinheit und eine nachhaltige Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen befürchten. An zwei aktuellen Beispielen, in denen es um den Kampf zwischen Allmendisierung und Privatisierung von Landschaft und See geht, soll gezeigt werden, welche Interessen sich auf welche Weise durchsetzen und welche dabei mehr dem Gemeinwohl nützen.

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Literaturtipps:

Elinor Ostrom:
"Governing The Commons"
Cambridge University Press, 2011

Christan Felber (Mitbegründer von Attac Österreich):
"Die Gemeinwohl-Ökonomie"
Aktualisierte und erweiterte Neuausgabe
Deuticke Verlag, Januar 2012

Silke Helfrich/Heinrich Böll Stiftung (Hg.)
"Commons"
Für eine Politik jenseits von Markt und Staat
transcript verlag, erscheint April 2012

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