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Zeitreisen / Archiv | Beitrag vom 24.07.2013

Die Welt im Kleinen retten

Gärten und ihre Utopien

Von Daniel Schreiber

Sonnenblume im Kleingarten (picture alliance / Robert B. Fishman)
Sonnenblume im Kleingarten (picture alliance / Robert B. Fishman)

Vom Landschaftsarchitekten bis hin zum Guerilla-Gärtner in den Großstadt - im vergangenen Jahr haben die Deutschen 15 Milliarden Euro für Pflanzen und Gartenaccessoires ausgegeben. Doch woher kommt die kollektive Obsession? Ist es die Sehnsucht nach einer neuen Utopie?

Seit einigen Jahren sprechen viele von einer Renaissance des Gartens. Land-Zeitschriften und Gartenbücher bestimmen den Markt. In den Vorgärten, wo früher eine Thuja-Hecke genügte, sind heute Landschaftsarchitekten am Werk. Eine neue Generation strebt in alte Schreber-Parzellen und baut die vergessenen Obstsorten ihrer Großeltern an. Urban- und Guerilla-Gärtner ringen verlassenen Brachflächen in den Städten ein Stück Wildnis oder wenigstens etwas ökologisch einwandfreies Gemüse ab. Die Zahlen belegen die Annahme, dass wir eine gartengrüne Welle erleben.

Doch wie neu ist das, was da gerade von einer neuen Generation entdeckt wird? Und was drückt sich in dieser kollektiven Beschäftigung aus? Das gängige Vorurteil erkennt darin vor allem ein neobürgerliches Rückzugsbedürfnis, das Ergebnis einer Flucht vor dem Leben, das immer schneller, virtueller und unsicherer wird.

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