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Feiertag - Kirchensendung / Archiv | Beitrag vom 04.06.2017

Die sieben Gaben des Heiligen GeistesGottes Download

Von Stephan Wahl, Trier

Das Gemälde eines südschwäbischen Meisters um 1480 mit dem sakralen Thema: "Die Ausgießung des Heiligen Geistes". Die Gläubigen werden durch eine Taube mit dem heiligen Geist erfüllt.  (dpa / Schnoerrer)
Darstellung des Heiligen Geists als Taube - hier in einem südschwäbischen Gemälde namens "Die Ausgießung des Heiligen Geistes" von 1480. (dpa / Schnoerrer)

Die christliche Tradition kennt die Rede von den "Sieben Gaben des Heiligen Geistes". Das klingt altertümlich und angestaubt - ist es aber nicht. Stephan Wahl versucht eine Übersetzung in den Alltag.

Sie saß auf der Spitze des Hochaltars. Als ich vor vielen Jahren mit Messdienern, Kerzen und Weihrauch zu einer feierlichen Messe in die Kirche einzog traute ich meinen Augen nicht. Eine weiße Taube hatte sich auf dem Altar niedergelassen. Das war schon ungewöhnlich genug. Aber dass das ausgerechnet an Pfingsten passierte war dann noch eine Spur überraschender. Die Taube ist ein altes Symbol für den Heiligen Geist, den wir Christen an Pfingsten - so wie heute - entsprechend feiern. In vielen Darstellungen der Kunst taucht sie immer wieder als Platzhalterin für den unfassbaren Heiligen Geist auf. Ich hab’ dann den Gottesdienst etwas anders begonnen, verbeugte mich erst mal in Richtung Taube und hab dann augenzwinkernd zu den Leuten gesagt, uns wäre ja schon länger klar, dass wir eine besondere Gemeinde seien, aber das der Heilige Geist uns persönlich an Pfingsten beehren würde - das hätten wir uns ja nun doch nicht träumen lassen. Als hätte sie verstanden was ich gesagt hatte, breitete die Taube ihre Flügel aus und drehte eine Runde in der Kirche, flog majestätisch über die Köpfe der Leute hinweg um dann wieder sicher auf dem Altar zu landen. Dort blieb sie während der ganzen Messe. Manche glaubten damals ich hätte das Tier vorher in die Kirche geschmuggelt um einen Pfingstgag zu haben, aber das stimmte nicht. Ich war genauso überrascht wie alle. Die Lösung war simpel: ein Kirchenfenster stand offen.

Also kein Heiliger Geist in persona aber es passierte trotzdem etwas: die Atmosphäre in der Kirche hatte sich verändert. Ich sah auf einmal in schmunzelnde Gesichter, manche lachten laut, es gab kleine Seitengespräche, es war einfach entspannter als sonst. Man lockerte die Krawatte im übertragenen Sinn. Das blieb den ganzen Gottesdienst so. Irgendwie hatte der Heilige Geist dann doch seine Finger im Spiel. Am biblischen Pfingsten rückten die Menschen zusammen. An diesem Pfingstfest auch. Gott wird seine Freude an uns gehabt haben. Das glaub ich bestimmt. Weil man endlich mal unseren Gesichtern deutlich ansah, was wir mit unseren Liedern und Gebeten sagen wollten. Das war in den Anfängen sicher noch stärker. Davon erzählt die Apostelgeschichte. Ihr Autor, der Evangelist Lukas, entfaltet in einem farbigen, symbolhaft zu verstehenden Gemälde, wie der Geist Menschen in Gebet und Sprache verbindet und zu Verkündern der frohen Botschaft macht. Dort heißt es:

"Als der Tag des Pfingstfestes gekommen war, waren alle zusammen am selben Ort. Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daher fährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Und alle wurden vom Heiligen Geist erfüllt und begannen, in anderen Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab. In Jerusalem aber wohnten Juden, fromme Männer aus allen Völkern unter dem Himmel. Als sich das Getöse erhob, strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden. Sie waren fassungslos vor Staunen und sagten: Seht! Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden? Wieso kann sie jeder von uns in seiner Muttersprache hören: Parther, Meder und Elamiter, Bewohner von Mesopotamien, Judäa und Kappadokien, von Pontus und der Provinz Asien, von Phrygien und Pamphylien, von Ägypten und dem Gebiet Libyens nach Kyrene hin, auch die Römer, die sich hier aufhalten, Juden und Proselyten, Kreter und Araber - wir hören sie in unseren Sprachen Gottes große Taten verkünden." (Apostelgeschichte)

Sieben Geistesgaben – die es in sich haben

Die Erzählung vom Jerusalemer Pfingsttag wird heute in den christlichen Gemeinden weltweit gelesen. Sie klingt märchenhaft. Ich verstehe sie sicher nicht als Protokoll eines historisch fassbaren Ereignisses. Mir reicht der Gedanke, dass Gott mit seinem Geist Menschen zu Dingen befähigt, die er nicht aus sich selber kann. Dass Gott in allen Sprachen der Welt sich verständlich macht, seine Botschaft übersetzt. Dass Gott durch seinen Geist im Menschen auf je unterschiedliche Weise wirken kann. Nur wie? In der katholischen Tradition gibt es die Rede von den sieben Gaben des Heiligen Geistes, mit denen er den Menschen begleitet, ermutigt und herausfordert. Es sind sehr alte Begriffe, die vielleicht etwas angestaubt klingen, aber es in sich haben. Sie heißen: Weisheit, Erkenntnis, Einsicht, Rat, Stärke, Frömmigkeit und Gottesfurcht. Mit diesen Gaben will Gottes Geist den Menschen aufmischen und ihm Lebenshilfe geben. Im übertragenen Sinne könnte man von einem "Download Gottes" sprechen, einem Programm dass Gott den Menschen anbietet. Ob sie dieses "Programm" speichern, anklicken, nutzen, liegt an ihnen und ihrer Freiheit. Gott zwingt zu nichts. Die ersten beiden Gaben sind Weisheit und Erkenntnis.

Ich hab’ mich sehr erschrocken, als ich vor vielen Jahren zum ersten Mal "früher" sagte – zu einem 17-Jährigen ..."wir hätten damals niemals …". So schnell geht das also dachte ich. Jetzt fängt das auch schon an. Wie hat mich das immer selbst aufgeregt.  "Früher ...damals ... wir hätten niemals …" Weisheit ist das nicht. Die zeigt sich anders. Ist gelassener. Nicht so besserwisserisch. Nicht so impertinent klug. Lässt den anderen nicht spüren, dass man weiter ist. Weisheit hat nichts von Hochmut, nichts von Sich-gnädig-Herablassen. Sie hört erst einmal zu, interessiert sich, sagt dann behutsam vorsichtig, das, was erfahren wurde. Mit eigenen Schmerzen, eigenen Triumphen, weiß, dass sich nichts wiederholt, nichts, gar nichts. Weisheit lässt zu, glaubt daran, dass es auch andere Wege gibt, ist neugierig auf Entwicklungen, weiß, dass es immer neue Chancen geben kann.

Weisheit und dazu die Gabe der Erkenntnis fordern auf die Dinge gründlich zu prüfen, zu unterscheiden, nicht vorschnell zu urteilen, sondern alle Seiten abzuwägen, bevor man sich eine Meinung bildet und sie in die Gesellschaft hinausposaunt. Erst nachdenken bevor ich den Mund aufmache. "Man kann sich an das Denken auch gewöhnen", erwiderte einer unserer Professoren auf eine nicht sonderlich kluge Frage eines Mitstudenten. "Nur mit dem Herzen sieht man gut," weiß der kleine Prinz bei Saint-Exupéry. Das stimmt, aber mit dem Verstand sieht man genau. Beides ist wichtig. Der Verstand hilft zu unterscheiden: die leichtgängigen Angebote von den echten Lösungen, die Parolen von den weiterführenden Worten, die Rattenfänger von den Menschen mit Rückgrat. Der Verstand mogelt nicht, verdeckt nicht den Preis den es kosten kann, taktisch zu lügen.

Wo Menschen klar und mutig ihren Verstand nutzen, unbeirrbar und bereit sind sich auseinanderzusetzen, wo Menschen kühlen Kopf bewahren, sich schnellen Sprüchen verweigern, sich nicht von "alternativen Fakten fangen lassen, wo Menschen das, was sie erlebt und erlitten haben, weitergeben, ohne Zeigefinger, gelassen und mit Sympathie für die, die folgen werden: da wirkt Gott. Da ist sein Geist.

Da wirkt Gott – da ist sein Geist

Die dritte Gabe heißt: Einsicht. Einsicht meint, zugeben, dass auch andere Recht haben, meint die Größe, Fehler zugeben zu können und sich zu überwinden, das auch zu sagen. Man verliert dadurch nicht an Autorität, man gewinnt eher mehr. Ich erinnere mich an einen unserer Mathelehrer, der sich manchmal an der Tafel verrechnete. Und wenn wir Schüler dies merkten und ihn darauf hinwiesen behauptete er immer, er habe das extra gemacht - um uns zu testen. Das haben wir ihm nicht abgenommen. Seine Autorität hatte er damit verspielt. Hätte er seinen Fehler zugegeben, nochmal neu angefangen, wir hätten unsern Respekt vor ihm behalten. Klar, Fehler zugeben, dass ist nicht leicht. Das liegt auf der Hand. Man wäre halt gern perfekter als man nun mal ist.

Wenn ich die Kommunionkinder vor ihrem Weißen Sonntag zum Sakrament der Erstbeichte versammle, dann schaue ich auch in misstrauische oder zumindest fragende Gesichter ihrer Eltern. Muss das sein, ist das gut für die Kinder? In der Beichte geht es um Fehler und Sünden. Aber was hat denn ein Kind schon zu beichten? Natürlich im Grunde nichts und wenn sind es winzige Kleinigkeiten. Wichtig ist mir die Chance zu nutzen und den Kindern von Anfang an deutlich zu machen, dass jeder Fehler macht, Eltern und Pastor miteingeschlossen. Und dass es schlechte und gute Möglichkeiten gibt damit umzugehen. Fehler zugeben ist nicht leicht, Ausweichmanöver gibt es viele. Wie befreiend das aber sein kann zeigt eine kleine Episode, die wirklich so passiert ist. Ein Pfarrer sammelt die Kinder zur Erstbeichte. Natürlich sind sie aufgeregt. Eins nach dem anderen wurde in den Beichtraum gerufen und kam danach munter wieder heraus. Ein Kind brachte es auf den Punkt. Es schloss die Tür zum Beichtraum, strahlte über alle Backen und machte einen Purzelbaum in der Kirche.

Mit oder ohne Beichte: wo Menschen zu ihren Fehlern stehen, sie nicht übertünchen, sich nicht herausschwindeln, wo Menschen fair mit den Fehler anderer umgehen, sie nicht genüsslich aufspießen, weil sie sich selbst kennen, wo Menschen darum wissen, dass sie nicht das Maß aller Dinge sind und es auch nicht sein müssen, auch sie Ecken und Kanten haben: da wirkt Gott. Da ist sein Geist.

Die vierte Gabe heißt Rat. Guter Rat ist wünschenswert und zwar von Menschen, die uns nicht nach dem Mund reden, die nicht nur sagen, was wir gerne hören wollen, sondern uns den Kopf waschen und ans Bein treten, wenn es nötig ist. Und die umgekehrt das Gleiche schätzen. Der Rat von ehrlichen Freunden. Niemand nach dem Mund reden. Unbequemes sagen, auch wenn es nicht auf Beifall stößt. Nicht kalkulieren, auf eigene Vorteile. Aber immer da sein, wenn es wichtig ist. Das heißt Raten. Das ist echte Freundschaft, die schon in der Bibel, im Buch Jesus Sirach beschrieben wird:

"Mancher ist Freund je nach der Zeit, am Tag der Not hält er nicht stand…Mancher ist Freund als Gast am Tisch, am Tag des Unheils ist er nicht zu finden. In deinem Glück ist er eins mit dir, in deinem Unglück trennt er sich von dir.  Trifft dich ein Unglück, wendet er sich gegen dich und hält sich vor dir verborgen… Ein treuer Freund ist wie ein festes Zelt; wer einen solchen findet, hat einen Schatz gefunden."

Wo Freunde wirklich Freunde sind…

Ich habe Freunde, denen ich nichts vormachen kann. Keine Bühne blendet sie, kein Theater, kein Selbstschutz. Sie nehmen mir die Maske vom Gesicht, behutsam, aber ohne falsches Mitleid. Geburtshelfer sind sie, streng in ihrer Freundschaft, aber notwendig, wie Wasser und Luft. Sie trösten und loben, lesen zwischen den Zeilen und fahren mir in die Parade, wenn sie es für nötig halten. Sie werden nie zu Claqueuren, klatschen nicht sofort Beifall. Eher setzten sie die Freundschaft aufs Spiel, der Wahrheit wegen, meiner Wahrheit wegen. Raten lass ich mir nur von denen, die es ernst meinen mit mir. Denen es um mich geht, deren Medizin nicht immer schmeckt, aber langfristig wirkt.

Wo Menschen wahrhaftig sind, auch wenn es wehtut, wo sie nicht billig schonen sondern deutlich sind und einem die Augen öffnen, wo Freunde wirklich Freunde sind: Da wirkt Gott. Da ist sein Geist.

Die fünfte Gabe heißt Stärke. Stärke meint nicht Fäuste und Potenzgehabe, meint nicht, cool sein. "Ein Junge weint nicht", über diesen Blödsinn gibt es sogar Bücher - diese Stärke ist nicht gemeint. Das Recht der Stärkeren setzt sich durch, egal wer den Preis bezahlt - diese Stärke ist nicht gemeint. Lieber er als ich ...oder den Letzten beißen die Hunde - diese Stärke ist nicht gemeint. Der Geist der Stärke braucht keine Gewalt, keine Faust, kein messerscharfes Wort. Die innere Stärke ist gemeint, das In-Sich-Selbst-Ruhen, die Gelassenheit, das Selbstvertrauen. Die Stärke ist gemeint, die auch aushalten lässt in schwierigen Momenten. "Bleib erschütterbar und widersteh", schreibt der Dichter Peter Rühmkorff. Mit dieser Stärke bleibe ich wach für das, was neben mir geschieht, schaue nicht weg und mache den Mund auf, wenn es darauf ankommt. Gelegenheiten dazu gibt es genug. Leider. Natürlich kann man weghören, wenn über Flüchtlinge unfair polemisiert wird. Geht aber auch anderes. Natürlich kann man mitlachen wenn Witze auf Kosten von Minderheiten gemacht werden. Geht aber auch anderes. Natürlich kann man sich noch intensiver mit seinem Smartphone beschäftigen, wenn jemand in Bus oder Straßenbahn belästigt und bedrängt wird. Geht aber auch anderes.

Dort wo Menschen stark sind durch Empfindsamkeit, wo sie ihr Rückgrat spüren und sich nicht verbiegen lassen, wo sie den Mund aufmachen, wenn‘s drauf ankommt: Da wirkt Gott. Da ist sein Geist.

Gottes Programm für den Menschen

Zuletzt noch Gottesfurcht und Frömmigkeit. Gottesfurcht hört sich wirklich furchtbar an. Vor Gott sich fürchten? Bitte nicht. Die Zeiten sind vorbei, hoffentlich, in denen Gott zu Erziehungszwecken missbraucht wurde. Der liebe Gott sieht alles, hört alles ... usw. Ein verzerrtes Bild von Gott, das in der Tat zum Fürchten ist. So stelle ich mir Gott nicht vor und wenn ich die Grundmelodie der Botschaft Jesu richtig verstehe, dann ist da kein Platz für Angst vor Gott. Im Gegenteil. Er verkündete Gott als den Barmherzigen, der eine unendliche Geduld mit uns Menschen hat. Zum Beispiel in seiner Erzählung vom verlorenen Sohn, der nur um sich selbst tanzt, großspurig sein Erbe verjubelt, dann völlig abstürzt und trotzdem von seinem Vater wieder aufgenommen wird- ohne Kniefall, ohne Strafpredigt, ohne irgendwelche Bedingungen. So ist Gott, der Barmherzige.

Aber trotzdem übersteigt er alle Begriffe und Vorstellungen, er ist auch der Geheimnisvolle, der Allmächtige, vor dem ich aber keine Furcht zu haben brauche. Aber eines doch: Ehrfurcht. Der Mensch ist nicht das Maß aller Dinge. Gott allein ist der Herr der Welt. Und sonst niemand. Er übersteigt mein Begreifen, seine Gedanken sind nicht meine Gedanken, seine Rätsel kann ich nicht lösen. Sein Schweigen bleibt geheimnisvoll. Gott ist der einzige vor dem ich die Knie beuge, vor niemand sonst auf der Welt, nur vor Gott, der mich gewollt hat und dem ich mein Leben verdanke. Ihm gebührt Ehrfurcht, aber eine die sich nicht fürchtet sondern kühn vertraut.

"Wenn Gott für uns ist, wer kann dann gegen uns sein", ermutigt schon der Apostel Paulus in seinem Brief an die Römer. Sich daran erinnern heißt, heißt fromm zu werden. Heißt sich bewusst werden, dass der Allmächtige mich kennt. Wahrscheinlich besser als ich mich selbst. Da wirkt die Gabe einer Frömmigkeit, die keine Formeln braucht, die undramatisch gelebt wird und zwar auf je eigene Weise. In Gemeinschaft beten bleibt wichtig, den Schatz der klassischen Gebete gilt es zu bewahren, aber es geht auch direkter. Mit der eigenen, unverwechselbaren Sprache, die Gott schon versteht.

Mit ihm reden, ohne Scheu. Ihm schlicht erzählen, was einen umtreibt, ohne Sorge, missverstanden zu werden. Dass kann jede und jeder, auch ohne Kirchenbank, auch ohne die Hände zu falten. Auf je eigene Weise. Mitten im Leben. Wo Menschen nicht loslassen von Gott, ihn in ihren Alltag lassen, mit ihm streiten, weinen, lachen, wo sie ihn nicht in Reservate verbannen und heilige Zeiten, mit ihm rechnen auf ihren Wegen und Umwegen, wo Menschen Ehrfurcht zeigen vor Gott, ohne Angst, ohne devot zu sein, mit eigener Würde, wo sie das Staunen nicht verlernen über alles was er geschaffen hat, wo sie sich frei und getragen wissen: Da wirkt Gott. Da ist sein Geist.

Die sieben Gaben des Heiligen Geistes. Gottes Programm für uns Menschen. Uns geschenkt, nicht aufgedrängt. Umsetzbar für jede und jeden so wie es möglich ist. Keine hochgelegte Latte, kein überfordernder Anspruch und erst recht keiner, der für alle gleich ist. Sieben Hilfestellungen um das Leben etwas näher am Evangelium zu gestalten. Um es zumindest zu versuchen. Es liegt an uns, ob sie sich entfalten. Ob wir es zulassen, dass sie sich entfalten.

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