Die Reportage 

Weimar, Pasewalk, Radebeul Zurück in der Heimat

Ein Fußabtreter mit dem Schriftzug "Heimat"liegt auf einem gepflasterten Weg. (imago images / Steinach)

Der eine liebt sie, möchte aber nie wieder hinziehen. Die andere kehrt für ein Klassentreffen zurück. Und der dritte erträgt die Idylle dort kaum. Zwei Reporter und eine Reporterin machen sich auf - in ihre Heimatstädte in Ostdeutschland.

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Trend zur SeebestattungKein Ort zumTrauern

Urne und Blumen vor einem Schiffsfenster mit Blick auf das Meer. (Johannes Kulms / Deutschlandradio)

Wer sich auf See bestatten lässt, bringt die Hinterbliebenen in eine schwierige Situation. Sie haben keinen Ort zum Gedenken. Damit kommt nicht jeder zurecht. Und dann sucht sich die Trauer eigene Wege.

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Ein Dorf zeigt Gesicht gegen Rechts Mein Nachbar, der Neonazi

25.08.2018, Thüringen, Kloster Veßra: Anhänger der rechten Szene treffen sich im August 2018 im Kloster Veßra zu einem Neonazi-Konzert während die Polizei das Geschehen überwacht. In Mattstedt war zuvor ein Konzert der rechten Szene mit juristischen Mitteln verhindert worden. Allerdings wurde in Kloster Veßra prompt ein Ausweichort für das Konzert gefunden. Es sei von einem bekannten Vertreter der rechten Szene in Thüringen kurzfristig als Versammlung auf eigenem Grundstück angemeldet worden, so die Polizei. Etwa 400 Menschen versammelten sich nach Polizeiangaben. (picture alliance / dpa / Steffen Ittig )

Konzerte, Flohmärkte, Kundgebungen. Seit fünf Jahren ist ein Gasthof im thüringischen Kloster Veßra Treffpunkt der ultrarechten Szene. Lange Zeit haben die Nachbarn geschwiegen. Seit einigen Monaten aber wächst der Widerstand.

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Nahversorger und Seelentröster Nachts im "Späti"

Ein Blick in das Schaufenster eines Kioks bei Nacht. (imago images/ Future Image/ C. Hardt)

In Berlin haben die "Spätverkaufsstellen" die Eckkneipe und den Stammtisch abgelöst. Man trifft sich, trinkt, quatscht – und wenn es drauf ankommt, hilft man sich gegenseitig. Rund 2000 solcher "Spätis" gibt es in der Stadt. Jeder ist ein Unikum.

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Deutsches Sportabzeichen Der Fitness-TÜV

Eine Neunjährige beim Weitsprung bei der Sportabzeichenprüfung  (imago/Marc Schüler)

Knapp eine Million Menschen machen jedes Jahr in Deutschland das Sportabzeichen. Viele Schüler oder Auszubildende weil sie müssen. Was aber treibt die anderen? Und was diejenigen, die freiwillig Zeiten stoppen und Weiten messen?

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Teleshopping boomtSchnäppchenjagd im TV-Sessel

Moderatorin Hadiya Hohmann steht in Düsseldorf im Studio des Teleshopping-Senders QVC vor der Kamera und verkauft Modeartikel.  (dpa / Horst Ossinger)

Kaffeemaschinen, Heißluftfritteusen, Spraymobs: Verkaufssender boomen und senden 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, 365 Tagen im Jahr. Die Verkäufer werden in der Branche "Hausfrauenflüsterer“ genannt. Ihre besten Kundinnen: Frauen über 50.

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"Mauerfall" in Hessen und ThüringenAls aus Nachbarn wieder Nachbarn wurden

Zahlreiche Trabbis passieren einen geöffneten Grenzübergang. (M. Heide)

Lauchröden, Herleshausen - lange herrschte zwischen den Dörfern an der hessisch-thüringischen Grenze ein enges Verhältnis. Dann kam der Eiserne Vorhang. Und schließlich die Wende - Erinnerungen an eine freudige Wiedervereinigung im Kleinen.

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Kurorte im WandelVon der Wasserkur zum Whirlpool-Spaß

Eine Postkarte von 1908 zeigt eine frau in einem Morrbad (picture alliance / dpa / Mary Evans / Grenville Collins)

Im 19. Jahrhundert waren sie ein beliebter Treffpunkt für bedeutende Persönlichkeiten, heute überleben Kurbäder vor allem durch Wellness-Gäste. Elf geschichtsträchtige Bäder bewerben sich nun gemeinsam als Weltkulturerbe.

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150 Jahre Deutscher Alpenverein Über allen Gipfeln ist keine Ruh

Grainau - Gipel der Zugspitze (2962 Meter) vor düsterem Himmel und Alpenlandschaft (imago images / lausitznews.de)

Gehören schnelles Wlan, eine Aufladestation für E-Bikes und jeden Abend Halligalli auf eine Berghütte? Die, die an der Alpen-Eventkultur verdienen, sagen ja. Vielen Wanderern aber geht der Spaß und Luxus in der Bergwelt längst zu weit.

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Sachsen-AnhaltDer lange Schatten der Treuhand

Morgendaemmerung hinter dem Braunkohlen-Kombinat. (dpa/ ZB/ Paul Glaser)

"Wie eine Massenhinrichtung": So empfanden manche in Sachsen-Anhalt den wirtschaftlichen Kahlschlag durch die Treuhand, der Tausende den Job kostete. Nachwirkungen sind bis heute zu spüren - nicht nur schlechte. Aber mit dem Kohleausstieg droht neues Ungemach.

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Fünf Geschichten vom SchulwegVon Helikopter-Eltern und Buschhyänen

Zwei Kinder in Schuluniform in weiter Steppenlandschaft (Deutschlandradio / Linda Staude)

Hierzulande ist der Schulweg meist nicht wirklich gefährlich. Dennoch geht nur noch die Hälfte der Grundschüler allein dorthin. In anderen Ländern dagegen müssen sich Kinder auf dem Schulweg vor Hyänen fürchten - oder davor, erschossen zu werden.

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30 Jahre "Station 17"Wenn Inklusion rockt

Für Freistil So, 01.09.2019 Die Pop-Inklusion Die Band Station 17 wird 30 Von Joachim Palutzki Regie: Susanne KringsRedaktion: Klaus Pilger Produktion: Dlf 2019 (Deutschlandradio / Simon Hegenberg)

Sie wollten raus aus der geschlossenen Wohngruppe, wurden zu einem Vorzeigeprojekt für die Inklusion und machen noch immer das, was sie am besten können: Musik. Die Band "Station 17" wird 30 Jahre alt.

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Lokaljournalismus in SachsenZielscheibe Reporter

Ein Mann ist von hinten zu sehen. Er trägt eine Schiebermütze und auf seinem Rücken steht "Lügenpresse". Dahinter ist eine Deutschlandfahne zu sehen. (imago images / IPON)

Als "Lügenpresse" werden Regionalzeitungen diffamiert. Wer als Lokaljournalistin vor Ort arbeitet, muss mit Übergriffen und Beschimpfungen rechnen. Mancher Reporter hat sogar schon Morddrohungen erhalten.

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Der Russe und seine DatschaKleines Glück im Grünen

Blick in einen üppigen Garten mit Datscha auf dem Gelände der Gartenbaugenossenschaft "Sewer" außerhalb von Moskau. (picture-alliance / dpa / RIA Nowosti)

600 Quadratmeter mit Schuppen: Das bekamen in der Sowjetunion einst Arbeiter zugeteilt - als Sommerhaus und zum Beackern. Rasch wurde die Datscha russisches Kulturgut und sie ist es bis heute. Und aus manchen Hütten sind Paläste geworden.

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Migranten auf dem Weg in die USAWas von der Karawane nach Norden übrig blieb

Menschen aus einer Karawane mittelamerikanischer Migranten gehen am 22. Januar 2019 in der Nähe von Santo Domingo Zanatepec, Mexiko, entlang einer Autobahn auf dem Weg in die Vereinigten Staaten. (Getty Images/ Mario Tama)

Die Bilder gingen um die Welt: Tausende Migranten aus Mittelamerika marschieren Richtung USA. Zehn Monate später hat sich alles verändert, nur eines ist geblieben - die Verzweiflung der Menschen, die in ihrer Heimat nicht überleben können.

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Konfliktregion AmazonasVerteilungskampf im Regenwald

Junger Brasilianer steht mit mürrischem Gesicht vor einer Weide mit Büffeln (Klaus Ehringfeld)

Francisco wehrt sich gegen Viehzüchter, die in das Gebiet seines indigenen Stammes vordringen. Er kämpft nicht nur gegen Farmer, sondern manchmal auch gegen seine eigenen Leute. Denn es gibt auch Indigene, die sich kaufen lassen.

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Das Ende vom "Zigeunerlager Auschwitz"Massenmord im August 1944

Zeitzeugengespräch mit der Überlebenden Zilli Reichmann in Berlin. (Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas/ Mike Schmidt)

Zilli Reichmann, 94 Jahre alt, hat im hohen Alter beschlossen zu erzählen: von ihrer Sinti-Familie, von der Deportation und schließlich von Auschwitz. Als eine der letzten Zeitzeugen erfährt sie heute Wertschätzung - das war nicht immer so.

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Hochzeit à la carteNicht ohne meinen Festredner

Ein Hochzeitspaar sitzt an einem Tisch, eine Rednerin steht dahinter. (Elin Hinrichsen)

Die Hochzeit soll der schönste Tag im Leben werden: Aber immer mehr Paare wollen sich das Jawort nicht mehr in der Kirche und vor Gott geben, sondern vor Freunden. Sie vertrauen sich freien Rednerinnen und Rednern an. Ein Berufszweig, der boomt.

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Integrationsprojekt mit geflüchteten Kindern Mulham und der Wolf

Shazia im Foyer der Komischen Oper. (Tina Hüttl)

Die "Komische Oper" Berlin versucht, mit dem musikalischen Märchen "Peter und der Wolf" Kindern einer Willkommensklasse europäisches Kulturgut zu vermitteln. Gleichzeitig sollen sie lernen, über Freundschaft und Angst zu reden. Funktioniert das?

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Gescheiterte Mission AfghanistanTaliban im Kopf

Blick in den Innenhof der Haftanstalt für Frauen in Mazar-E-Sharif in Afghanistan, in dem eine Wäscheleine hängt, im Hintergrund ist eine Frau zu sehen, aufgenommen im Oktober 2010 (Getty Images AsiaPac/Paula Bronstein)

Die Taliban bekämpfen, moderne Gesetze einführen, mehr Bildung für Frauen und Mädchen – so die Versprechen der westlichen Staaten. Sie schickten Truppen und Berater in ein Land, in dem die Scharia herrscht. Ein Einsatz ohne Ziel, meint unser Reporter.

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Bildung für alleEin Menschenrecht im Praxistest

 Ein Schüler schreibt während des Unterrichts in einer Grundschule in einem Schulbuch.  (picture alliance / ZB / Monika Skolimowska)

Jeder hat ein Recht auf Bildung - aber haben auch alle die gleichen Chancen? Oft hängt es vom Zufall ab, ob ein Kind den Sprung in die höhere Schule schafft. Und eine einzige Begegnung zum richtigen Zeitpunkt kann die Wende bringen.

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Tiere auf dem SeziertischVergiftet oder verendet?

Wolf liegt rücklings auf dem Seziertisch, Studenten ziehen das Maul auf (Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung )

Auch im Tierreich gibt es komplizierte Todesfälle: Woran starb Eisbär Knut? Oder der überfahrene Wolf – Absicht oder Unfall? Das können Tierpathologen feststellen. Auf ihrem Seziertisch landen auch immer mehr Haustiere, deren Besitzer wissen wollen, woran ihr Liebling starb.

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Das ASB-Projekt "Wünschewagen"Volkers letzte Reise

Innenansicht eines Wünschewagens beim Treffen von 15 Wünschewagen des Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland (ASB) am Brandenburger Tor. (picture alliance/dpa/Christoph Soeder)

Ein Projekt des Arbeiter-Samariter-Bundes hilft Sterbenskranken dabei, letzte Wünsche zu erfüllen. Nur so konnte Volker Gröger bei der Hochzeit seiner Tochter dabei sein.

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D-Day vor 75 Jahren Die Stille nach dem Krieg

Der Soldatenfriedhof in Colleville (Deutschlandradio / Elise Landschek )

Vor 75 Jahren landeten 1,5 Millionen Soldaten in der von der Deutschen Wehrmacht besetzten Normandie. Sie hinterließen verbrannte Erde und 20.000 tote Zivilisten. An sie wird erst jetzt erinnert.

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