Das Feature, vom 25.10.2019, 20:10 Uhr

Die Regeln des unpersönlichen Bekanntenkreises„Schön, Sie nicht kennenzulernen!"

Unbekannte Bekannte sind Menschen, die sich regelmäßig begegnen, aber sich nicht ansprechen. Ob auf dem Arbeitsweg, in der Kantine oder beim Gassigehen. Man kennt sich, nickt sich allenfalls zu - das ist alles. Jahrelang kann das so gehen. Bis man sich eines Tages aus den Augen verliert. Warum?

Von oben sind mehrere Menschen auf einer Einkaufsstraße zu sehen, darunter zwei modisch gekleidete, junge Frauen mit Einkaufstüten in der Hand - aufgenommen am 26.05.2017 in Berlin im Stadtteil Steglitz. (dpa / Wolfram Steinberg)
Auf fremde Menschen zuzugehen und ein Gespräch mit ihnen anzufangen macht Spaß und ist interessant, aber auch riskant. (dpa / Wolfram Steinberg)

Unbekannte Bekannte wissen so etwas nicht voneinander. Sie können die Gründe nur vermuten. August Strindberg nannte solche Menschen seinen unpersönlichen Bekanntenkreis. Er erlaubt einem, sich alle möglichen Vorstellungen von ihnen zu machen.

Wer sich diesen Zauber des Vagen und Imaginierten bewahren und kein Risiko eingehen will, sollte jeden Annäherungsversuch vermeiden. Und alle weiteren Regeln beachten, die das unpersönliche Verhältnis zu seinen unbekannten Bekannten erhalten.

Doch wie für alle Regeln gilt: Man kann sie auch brechen.

"Schön, Sie nicht kennenzulernen!"
Die Regeln des unpersönlichen Bekanntenkreises
Von Fritz Tietz

Regie: Hüseyin Michael Cirpici
Es sprachen: Philipp Schepmann, Hüseyin Michael Cirpici und der Autor
Ton und Technik: Ernst Hartmann und Roman Weingard
Redaktion: Tina Klopp
Produktion: Dlf 2018

Schön, Sie nicht kennenzulernen. Die Regeln des unpersönlichen Bekanntenkreises (PDF)

Schön, Sie nicht kennenzulernen. Die Regeln des unpersönlichen Bekanntenkreises (Textversion)

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