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Weltzeit / Archiv | Beitrag vom 09.10.2013

Die Qual der Wale

Australien klagt gegen das japanische Walfangprogramm

Von Andreas Stummer

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Japan jagd Wale - angeblich zu wissenschaftlichen Zwecken.  (dpa / picture alliance / Dave Hunt)
Japan jagd Wale - angeblich zu wissenschaftlichen Zwecken. (dpa / picture alliance / Dave Hunt)

Zu Beginn jedes neuen Jahres geht im Südpolarmeer eine Flotte japanischer Boote auf Walfang, trotz internationaler Proteste. Die Meeressäuger sind eigentlich geschützt, 1986 hat die Internationale Walfang-Kommission die kommerzielle Jagd auf Wale verboten. Die Japaner aber nutzen ein Schlupfloch, das die Waljagd zu wissenschaftlichen Zwecken erlaubt.

Warten auf die Begegnung mit einem Ozeanriesen. "Sollten wir keinen Wal zu Gesicht kriegen", hat Jim, der Skipper, versprochen, dann bekommt jeder an Bord sein Geld zurück. Gut 50 Touristen sind aufgeregter als ein Kindergarten vor Weihnachten. Skipper Jim Cox hat recht gehabt.

Das ruhige Wasser in der Bucht gerät in Bewegung. Erst ist es nur ein Schatten, als ob ein Omnibus an die Wasseroberfläche kommen würde. Dann taucht langsam ein gigantischer, 30 Meter langer Buckelwal auf. Direkt neben dem Boot.

Jedes Mal wenn sich der gewaltige Rücken des Wals in Zeitlupe aus dem Wasser hebt, werden die Ahhhs und Ohhhs an Bord lauter. Atmet das Tier schießen Gischtfontänen wie ein Geisir nach oben. Immer wieder bäumt sich der Wal auf, dreht sich und lässt sich rücklings zurück ins Wasser fallen.

Nach ein paar Minuten dreht der Buckelwal dem Boot den Rücken zu und taucht wieder unter. Sein Abschiedsgruß: ein letztes Aufrichten seiner majestätischen Schwanzflosse.

Einzigartiges Naturschauspiel

Whale Watching in Hervey Bay, an der Ostküste Australiens. Jeden Winter bieten hier die Buckelwale auf ihrem Weg in die wärmeren Gewässer des Südpazifiks ein einzigartiges Naturschauspiel.

Touristen: "Das ist unheimlich aufregend - sie springen richtig aus dem Wasser. Einfach fantastisch - so etwas habe ich noch nie gesehen. Sie sind so anders als wir und doch machen sie all diese Dinge. Die Wale gehören zu Gottes wunderbaren Kreaturen."

Mehr als eine Million Menschen gehen jedes Jahr vor Australiens Küsten auf Walbeobachtung. Seit Ende der Achtzigerjahre ist Whale Watching in Hervey Bay die Touristenattraktion. Waltour-Unternehmerin Mimi McPherson aber sorgt dafür, dass jeder an Bord auch ein wenig Nachhilfe in Artenschutz bekommt.

Mimi McPherson: "In zehn, elf Jahren habe ich bestimmt 100.000 Menschen die Schönheit der Buckelwale gezeigt. Nicht einer von ihnen konnte verstehen, warum immer noch Jagd auf diese großartigen Tiere gemacht wird. Sie haben begriffen wie wichtig es ist, dass wir uns um Wale kümmern und sie schützen müssen."

Australien hat aus der eigenen, schmerzlichen Vergangenheit gelernt. Ein Jahrhundert lang wurden Wale auf ihrer jährlichen Wanderung nach Norden vor der Küste bedenkenlos getötet und beinahe ausgerottet. Bis 1966 ein striktes Fangverbot erlassen wurde.

Mehr als 10.000 Wale im Südpolarmeer getötet

Seitdem sind sich Mensch und Wal beim Whale Watching immer näher gekommen. So nahe, dass sich kein anderes Land stärker gegen Walfang einsetzt als Australien. Jetzt sogar vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag.

Mark Dreyfus: "Japans Walfangprogramm im Südpolarmeer hat mehr als 10.000 Walen das Leben gekostet. Obwohl es seit 25 Jahren ein Fangverbot gibt und gegen weltweite Proteste. Australien will dem ein für allemal ein Ende machen. Mehr als 30 Nationen unterstützen unseren Gang vor den Internationalen Gerichtshof und wir werden gegenüber Japan nicht locker lassen."

Mark Dreyfus ist das beste Beispiel wie ernst Australien die Klage nimmt. Im September gab es einen Regierungswechsel in Canberra. Dreyfus verlor zwar seinen Job als Generalstaatsanwalt, aber er blieb Australiens Chefankläger gegen Japans Walfang. Entscheiden werden den Disput 16 Richter aus Ländern so groß wie die USA und so klein wie Somalia.

Der australische Jurist Bill Campbell ist Spezialist für Internationales Recht. Er ist einer der Architekten der Klage Australiens in Den Haag. Für Campbell besteht überhaupt kein Zweifel. "Die Forschung ist nur eine Ausrede", sagt er. Die Japaner nutzten ein rechtliches Schlupfloch, das die Jagd auf Wale erlaube.

Walfang als Geschäft

Bill Campbell: "Die Japaner verwenden dieselben Schiffe wie früher, als Walfang noch erlaubt war. Es sind dieselben Crews an Bord, die jährlich mehr als 1000 Zwerg-, Finn- und Buckelwale fangen sollen.

Das Fleisch der getöteten Tiere wird in Japan weiter zum Verzehr verkauft. Das sind alles Zeichen nicht eines wissenschaftlichen, sondern eines kommerziellen Walfangs."

Für Japan ist der Walfang ein Geschäft, für alle, die sie daran hindern wollen, ein Minusgeschäft. Protestaktionen kosten Geld, einen Haufen Geld. "Sea Shepherd" kann ein Lied davon singen.

Sydney, Darling Harbour. Wohltätigkeitsveranstaltung für die Öko-Krieger der radikalen Umweltschutzorganisation "Sea Shepherd". Freiwillige in den schwarzen Totenkopf-T-Shirts der Organisation servieren Sandwiches und Orangensaft. Sie hoffen, dass die Gäste ihre Spendierhosen anhaben.

"Sea Shepherd" ist eine Stiftung und hält sich nur durch Spenden über Wasser. Nach dem Kinderchor sollte eigentlich Bob Brown, der australische Direktor von "Sea Shepherd" ein paar Worte sagen. Aber er ist in Westaustralien. Dienstlich. Vor der Küste bedroht ein riesiges Erdgas-Projekt die Gründe vorbeiziehender Wale. Aber Brown ist immerhin per Videolink zugeschaltet.

Bob Brown: "Well, I’m very proud to be a leader for Sea Shepherd Australia. Those are courageous men and women down there. They’re doing it for our earth, they’re doing it for our beleaguered wildlife.”"

Bücherwurm-Brille, ruhig und zuvorkommend, schlank und groß gewachsen: Brown, 68, ist das genaue Gegenteil des kanadischen "Sea Shepherd"-Gründers Paul Watson. Als Chef der australischen Grünen war Brown das schlechte Umweltgewissen der Nation.

"Die japanischen Walfänger sind illegal im Südpolarmeer

Seit 2012 koordiniert er den Einsatz der "Sea-Shepherd"-Flotte gegen die japanischen Walfänger im Südpolarmeer: Vier Schiffe, drei Drohnen, zwei Helikopter, über 100 Besatzungsmitglieder - und ein einziges Ziel. Die Japaner mit allen Mitteln davon abzuhalten, Wale zu harpunieren.

Bob Brown: ""Die japanischen Walfänger sind illegal im Südpolarmeer. ‚Sea Shepherd‘ tritt für australisches und internationales Recht ein. Der Ozean nördlich der Antarktis ist ein Walschutzgebiet. Während zu viele dem Abschlachten der Wale den Rücken zu-drehen haben unsere Aktionen, letztes Jahr, den Tod von 900 Tieren verhindert. Gott sei Dank gibt es ‚Sea Shepherd‘ - und die Rückendeckung, die wir von den meisten Australiern bekommen."

Riskante Störmanöver, mit Schlauchbooten gegen Harpunen oder - wie letztes Jahr - das Rammen eines Walfangschiffes: ‚Sea Shepherd‘ übt Selbstjustiz auf hoher See. Doch der Kampf gegen Japans Walfänger findet nicht nur am Polarkreis statt, sondern auch im Internet und im Fernsehen.

Qual der Wale als Medienkampagne

”Anti-Walfang-Spot”:

Die Qual der Wale als Medienkampagne. Seit 1986 gilt das weltweite Verbot für kommerziellen Walfang. Doch genauso lange wird das Moratorium von den Japanern unter dem Vorwand wissenschaftlicher Studien unterlaufen. Dass die Forschungsobjekte dann aber für 300 Euro das Kilo in japanischen Delikatessengeschäften enden - das ist für Artenschützer, wie den deutschen Meeresbiologen Ralf Sonntag, nur schwer zu schlucken.

Sonntag: "Die Japaner, die schießen die Wale zum Teil deshalb, weil sie Proben haben wollen für genetische Untersuchungen. Um festzustellen wie sich die Population in der Antarktis zusammensetzt, um sie danach abschießen zu können. Die wissenschaftlichen Ergebnisse, die sie dadurch gewinnen, lassen sich auch zum großen Teil - oder fast alle - dadurch gewinnen, dass man eine Wal-Forschung betreibt, ohne die Tiere zu töten."

Kingston, in der Nähe von Hobart auf Tasmanien. Im Gemeinschaftsraum der australischen Antarktis-Abteilung. Maus trifft Wal: Mit Hilfe eines hoch sensiblen Frequenz-Computerprogramms katalogisiert eine Handvoll Forscher sorgfältig das Unterwasser-Gebalze von Zwergwalen. Nach Stimmlage, Geschlecht und Aufnahmeort.

In Tasmanien, Australiens kleinstem Staat, findet man die größte Ansammlung von Walexperten im Land. Ihr Chef ist der Meeresbiologe Nick Gales. Walgesänge sind Musik in seinen Ohren. Gerade erst ist Gales mit seinem Team von einem großen Lauschangriff am Polarkreis zurückgekommen.

Gales ist kein Schreibtischtäter, er ist der Moby Dick der australischen Walforschung. Seine Dienstkleidung sind gefütterte Gummistiefel, Anorak und Ölzeug, sein Büro ist das Südpolarmeer.

Aus DNS-Teilchen Art und Herkunft der Wale identifizieren

"Es ist lächerlich", sagt er, dass die Japaner immer noch behaupten dass man Wale dort töten müsse, um sie studieren zu können. Denn Nick Gales hat ein Verfahren entwickelt, das alle offenen Fragen beantwortet, ohne einem Wal auch nur nahe zu kommen. Gales genügt eine Probe dessen, was die Ozeanriesen als kleines Geschäft im Wasser hinterlassen.

Nick Gales: "In den Walausscheidungen sind winzige Partikel aus dem Verdauungssystem des Tieres. Somit haben wir einen genetischen Steckbrief des Wals - und von dem, was er gefressen hat. Mit dieser Technik können wir aus den DNS-Teilchen Art und Herkunft der Wale einwandfrei identifizieren."

Der Test gibt Aufschluss über Alter, Geschlecht und individuelle Merkmale eines Wals. Daten, die beweisen, dass viele Arten bedroht sind – und nicht, wie die Japaner behaupten, im Überfluss die Weltmeere verseuchen und getötet werden können. Bei gesunden Populationen lassen sich Rückschlüsse auf das Fressverhalten der Wale und die Folgen für Krill- und Fischbestände ziehen.

Das, was japanische Walfänger herausfinden, wenn sie die Tiere töten und ihren Mageninhalt untersuchen, das können australische Wissenschaftler auch mit Hilfe von Wal-Exkrementen herausfinden. Um Wale zu erforschen muss Meeresbiologe Nick Gales nicht Jagd auf sie machen, sondern nur noch auf die dunklen Flecken, die sie im Wasser hinterlassen, wenn sie abgetaucht sind.

"Wale gegen Japan"

Nick Gales: "Wale verrichten ihr Geschäft an der Wasseroberfläche und dort können wir mit einem feinmaschigen Planktonnetz Proben auffangen. Eine Analyse sagt uns alles, was wir über Wale wissen wollen und gibt uns sogar Aufschlüsse über die nötigen Fischbestände in gewissen Regionen. Denn wir können hochrechnen wie viel ein Wal fressen muss, um zu überleben."

Über Jahre haben Gales und sein Team Daten von Zwerg-, Blau- und Buckelwalen gesammelt und die DNS-Tests dann auch erfolgreich bei anderen Arten angewandt. Die einzigen toten Wale, die sie untersucht haben, waren die Kadaver von Tieren, die in Tasmanien gestrandet und verendet sind. Seine Ergebnisse präsentierte Nick Gales jetzt auch im Juni dem Internationalen Gerichtshof. Gales darf, aus rechtlichen Gründen, nicht über das Verfahren sprechen.

Auch Kommentare über seine japanischen Kollegen verbeißt er sich. Eines aber darf Gales zeigen: Den Videomitschnitt der öffentlichen Anhörung in Den Haag. Gut drei Stunden, in seinem Laptop abgespeichert unter: "Wale gegen Japan".

Philipp Sands: "”Japan has no independent - truly independent – support for it’s claim to be engaged in science. That is the evidence before you ...""

Der Mann in schwarzer Robe und grauer Anwaltsperücke ist Philipp Sands, einer der führenden Juristen Australiens. Er trug in Den Haag vor warum Japan daran gehindert werden müsse weiter Jagd auf Wale zu machen.

Sands nahm den angeblichen, wissenschaftlichen Walfang der Japaner unter’s Mikroskop. Sein Argument war simpel. Kommerzieller Walfang sei verboten. Aber es sei der einzige Grund warum die Japaner im Südpolarmeer Wale töteten.

Philipp Sands: "Seit 18 Jahren betreiben die Japaner jetzt ihren sogenannten wissenschaftlichen Walfang. Doch alles, was sie in dieser Zeit über Zwergwale herausgefunden haben ist, dass sie eine Menge Krill fressen. Das habe ich schon in den Siebzigern im Biologie-Unterricht gelernt. Die japanische Walforschung hat nicht das Geringste zu einem besseren Verständnis des Ökosystems der Antarktis beigetragen."

Ein paar Klicks weiter die Antwort der Japaner. Australiens Klage sei eine Beleidigung der fernöstlichen Lebensart, begann Japans stellvertretender Außenminister Koji Tsuruoka. Die Australier versuchten den Japanern ihre Wertvorstellungen aufzudrängen. Sie wären herablassend und bevormundend.

Urteil des Internationalen Gerichtshofes wohl noch dieses Jahr

Koji Tsuruoka: "Australiens Argument beruht einzig und allein darauf überhaupt keine Wale töten zu lassen, Japan fühlt sich im Gegensatz dazu der Forschung verpflichtet. Die Daten, die wir aus unserem Fangprogramm der Internationalen Walfangkommission zur Verfügung stellen, werden von mehr als 150 Wissenschaftlern in ihren Walstudien verwendet."

Die Australier konterten, Daten allein seien wertlos. Wissenschaft baue auf Fakten auf, so wie ein Haus auf einem Fundament stünde. Aber ein bloßer Berg von Fakten sei genauso wenig Forschung wie ein großer Haufen Steine ein Gebäude. Aussage gegen Aussage. Es steht viel auf dem Spiel, auf beiden Seiten.

Das Urteil des Internationalen Gerichtshofs wird noch dieses Jahr erwartet, rechtzeitig vor Beginn der Walfangsaison im Februar. Bill Campbells Arbeit ist getan. "Der Spruch der Richter in Den Haag ist endgültig", erinnert der Rechtsberater für die australische Klage - die letzte Instanz. Weder Australien noch die Japaner können dagegen Einspruch erheben.

Bill Campbell: "Ich will nicht darüber spekulieren ob wir gewinnen oder verlieren werden. Ich weiß nur, dass die australische Regierung vor dem Internationalen Gerichtshof alles Menschenmögliche für den Schutz der Wale getan hat."

Bob Brown aber sieht schwarz für ein Ende des Walfangs im Südpolarmeer. Zwar hofft der Chef von "Sea Shepherd" auf ein richterliches Fangverbot, aber ob sich die Japaner bei einer Niederlage in Den Haag auch daran halten würden ist eine andere Frage.

Brown fürchtet, dass die Japaner mit Sack und Pack aus der Internationalen Walfangkommission austreten könnten. Wer nicht Mitglied ist, der muss sich auch nicht an ihre Beschlüsse halten. Japan könnte danach mehr Wale töten als je zuvor. Bei "Sea Shepherd" wird jedenfalls aufgerüstet. Mehr Boote, mehr Aktivisten und mehr PR. "Wir werden alles tun, um die Japaner aufzuhalten", verspricht Bob Brown. Koste es, was es wolle.

Bob Brown: "Das Südpolarmeer ist wie der Wilde Westen und es ist kein Sheriff weit und breit. Es ist höchste Zeit für Australien und Neuseeland zu handeln und das internationale Recht dort zu verteidigen.

Zur Not mit Hilfe des Militärs. Bis dahin werden die Boote von ‚Sea Shepherd‘ weiter die Japaner von den Walen fernhalten. Unser Job ist es diese wundervollen Tiere zu schützen. Denn weltweit wollen die meisten Menschen, dass die Wale erhalten bleiben."

Zurück in Hervey Bay an Australiens Ostküste. Ein Buckelwal und ihr Junges balgen ungeniert im Wasser, nur Meter vor einem Touristenboot.

Skipper Jim Cox hat wieder einmal nicht zu viel versprochen. "Lebende Wale", sagt er, "sind mehr wert als tote." Weltweit, von der Nordsee bis zum Südpazifik, machen Veranstalter in fast 90 Ländern mit Walbeobachtung einen Jahresumsatz von mehr als eineinhalb Milliarden Euro. Für Artenschützer aber ist der Gewinn unbezahlbar. Denn: Fotoapparate statt Harpunen sind für Wale völlig ungefährlich. Sogar wenn Japaner in den Booten sitzen.

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