Seit 01:05 Uhr Tonart

Freitag, 28.02.2020
 
Seit 01:05 Uhr Tonart

Fazit / Archiv | Beitrag vom 25.07.2017

Die "Meistersinger" auf dem Grünen HügelJubel und Schenkelklopfer beim Auftakt in Bayreuth

Jürgen Liebing und Jörn Florian Fuchs im Gespräch mit Andrea Gerk

Podcast abonnieren
"Die Meistersinger von Nürnberg", Probenfoto von 2017, 3. Aufzug: Michael Volle (als Hans Sachs). Mit der Wagner-Oper werden am 25.07.2017 die Bayreuther Festspiele 2017 in Bayreuth eröffnet. (dpa / Enrico Nawrath / Festspiele Bayreuth )
Michael Volle als Hans Sachs in "Die Meistersinger von Nürnberg": Vor allem die Hauptdarsteller überzeugten bei der Bayreuth-Eröffnung. (dpa / Enrico Nawrath / Festspiele Bayreuth )

Die Wagner-Festspiele 2017 sind eröffnet, zum Auftakt mussten die "Meistersinger" in einer Inszenierung von Barrie Kosky ran. Wir hatten gleich zwei Kritiker im Publikum - die beide nach eigenem Empfinden eine gelungene Premiere erlebt haben.

Die Bayreuther Festspiele sind am Dienstagabend mit einer fast durchgängig bejubelten und beklatschten Neuinszenierung von Richard Wagners Oper "Die Meistersinger von Nürnberg" eröffnet worden. Regie führte Barrie Kosky, der Intendant der Komischen Oper Berlin. Er thematisiert in Wagners einziger komischen Oper Antisemitismus und Fremdenhass, beschäftigt sich auch mit dem Leben des Komponisten und der Verherrlichung seiner Werke durch die Nazis.

Heiterkeit statt schwere Kost

Klingt nach schwerer Kost - war es aber nicht. Selten sei in Bayreuth so viel gelacht worden, berichtet unser Kritiker Jürgen Liebing. Das Publikum habe sich auf die Schenkel geklopft.

Liebing als auch unserem zweiten Kritiker, Jörn Florian Fuchs, hat nicht alles gefallen - aber in jedem Fall das große Ganze. Fuchs sah vor allem "brillante" Hauptdarsteller: "Das habe ich so noch nie erlebt."

"Wie die miteinander spielen, das ist Darstellungskunst höchster Güte - und dann singen sie auch noch toll", urteilte Liebing.

Barrie Kosky vor dem Festspielhaus Bayreuth (dpa / Daniel Karmann)Barrie Kosky vor dem Festspielhaus Bayreuth (dpa / Daniel Karmann)

Mit den "Meistersingern" habe er das "deutscheste von allen Wagner-Stücken" inszeniert, hatte Barrie Kosky vor der Premiere im Deutschlandfunk Kultur gesagt. Kosky ist nicht nur seit 1956 der erste "Meistersinger"-Regisseur bei den Bayreuther Festspielen, der nicht aus der Wagner-Familie stammt - sondern auch der erste jüdische Regisseur auf dem Grünen Hügel überhaupt.

(ahe)

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsKultur in Zeiten von Corona
Touristen in Mailand auf dem Duomo Platz am  25.2. 2020  (dpa/ Cristiano Barni/Eidon/)

Der Coronavirus hat nicht nur Europa erreicht, sondern inzwischen auch die Kulturwelt. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, dass in Mailand Museen und Theater geschlossen sind. Inzwischen werden schon Vergleiche zur Zeit der Pest gezogen.Mehr

weitere Beiträge

Der Theaterpodcast

Folge 21Ende der Lieblingssongs: Musik im Schauspiel
Szene aus "Hätte klappen können - ein patriotischer Liederabend" im Maxim Gorki Theater Berlin (imago/Drama-Berlin.de/ Barbara Braun)

Es ist unübersehbar: Immer mehr Theaterinszenierungen setzen auf Livemusik. Eine sichere Bank für Musiker – aber ist es künstlerisch wirklich immer sinnvoll? Im Gespräch mit dem Volksbühnen-Musiker Sir Henry fragen wir, was Musik für die Bühne sein kann und sollte.Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur