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Fazit / Archiv | Beitrag vom 14.03.2016

Die Kultur und die AfDWie reagieren auf den Wahlerfolg?

Jeanine Meerapfel im Gespräch mit Andrea Gerk

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Jeanine Meerapfel, die neue Präsidentin der Akademie der Künste, auf einer Terrasse der Akademie vor der Kulisse des Brandenburger Tors in Berlin, aufgenommen am 31.05.2015 in Berlin. (picture-alliance / dpa /Jörg Carstensen)
Jeanine Meerapfel kritisiert die AfD. (picture-alliance / dpa /Jörg Carstensen)

Die AfD will Museen, Orchester und Theater in Sachsen-Anhalt laut Wahlprogramm dazu verpflichten, einen positiven Deutschland-Bezug zu fördern. "Das ist absurd", sagt Jeanine Meerapfel, Präsidentin der Berliner Akademie der Künste.

Mehrere Kulturschaffende haben sich nach den gestrigen Erfolgen der AfD zu Wort gemeldet. Olaf Zimmermann vom Deutschen Kulturrat rief zum Widerstand auf, wenn der erste Schock über den Erfolg der AfD bei den drei Landtagswahlen überwunden sei. 

AfD soll vom Verfassungsschutz beobachtet werden

Die Präsidentin der Berliner Akademie der Künste, die Filmemacherin Jeanine Meerapfel, fordert die Beobachtung der AfD durch den Verfassungsschutz. "Die Frau Petry hat schon geäußert, dass an der deutschen Grenze auf unbewaffnete Flüchtlinge geschossen werden sollte, falls sie versuchen zu passieren. Das ist verfassungswidrig," sagt Meerapfel.

Die Akademie-Präsidentin kritisiert außerdem, dass die AfD in Sachsen-Anhalt laut ihrem Wahlprogramm Museen, Theater und Orchester zu einem positiven Heimatbezug verpflichten will.

"Das ist so absurd. Man kann der Kunst nicht die Freiheit rauben, dannt raubt man die Kunst. Das hat überhaupt keinen Sinn, was die da sagen. Das ist ja das Unangenehme an dieser Partei, dass sie tatsächlich Politik machen, nur mit Angst-Schüren. Das ist gar keine Politik, deshalb kann man sie nicht ernst nehmen."

Auseinandersetzen, ohne zu tabuisieren

Auch Olaf Zimmermann hält nichts von diesem Passus im AfD-Wahlprogramm: "Das ist genau das, was wir glücklicherweise überwunden haben."

Eine Auseinandersetzung mit den Rechtspopulisten fordert der Intendant der Münchener Kammerspiele, Matthias Lilienthal, der sich zugleich gegen eine Tabuisierung der Partei ausspricht.

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