Freistil, vom 18.02.2018

Die Kultur der tiefen TöneBass ist Boss

Booom! Basstöne sind wie Detonationen. Sie fahren in die Magengrube und lassen Kirchen, Kinos und Clubs erzittern. Als ästhetisches Ausdrucksmittel haben die tiefen Frequenzen ihre Spuren am deutlichsten in der Musik hinterlassen.

Verschiedene Bassgitarren stehen nebeneinander. (picture alliance / dpa / Swen Pförtner)
Das Erfolgsrezept vieler hervorragender Songs sind wummernde Bässe und darübergelegt eine hohe, eingehende Melodie. (picture alliance / dpa / Swen Pförtner)

Der Bass, der in den Kindertagen der Popmusik Harmonie und Rhythmus rein funktional unterstrich, hat sich im Zuge der elektronischen Revolution emanzipiert. Aus den endlos treibenden Phrasen der Jazz-Kontrabassisten wurden die elektrifizierenden Basslinien in Reggae, Funk, Disco und Post-Punk, die in vier kurzen Takten alles über Sex, Macht und Wahnsinn zu erzählen wussten.

Heute revolutionieren die massiven Bässe synthetischer Tanzmusik den Klang moderner Popmusik.

Eine kurze Geschichte der Bassmusik vom Basso continuo im Barock zum wummernden Wobble von heute.

Produktion: Dlf 2018