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Länderreport / Archiv | Beitrag vom 26.09.2012

Die Kleine Sprachgeschichte. Südschleswigdänisch

Oder warum die da so anders sprechen

Von Erhard Bultze

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An der Grenze zwischen Dänemark und Deutschland trifft man hin und wieder Südschleswigdänen. (picture alliance / dpa - Bodo Marks)
An der Grenze zwischen Dänemark und Deutschland trifft man hin und wieder Südschleswigdänen. (picture alliance / dpa - Bodo Marks)

In Schleswig-Holstein hört man mit etwas Glück hier und da noch "`n beten Platt" oder eine Variante des Friesischen. Aber vielleicht hört man ja auch, dass jemand Dänisch spricht. In Flensburg stehen die Chancen gar nicht so schlecht: Wegen der Tagesausflügler aus Jütland. Und weil man hier Südschleswigdänen begegnet.

Südschleswig nennt man in Dänemark das, was südlich der Grenze Landesteil Schleswig heißt: die Gegend zwischen Flensburg und Nord-Ostsee-Kanal. Als Südschleswigdänen - oder dänische Südschleswiger - bezeichnen sich die Angehörigen der dänischen Minderheit im nördlichsten Bundesland. Wer dazugehört, der spricht Dänisch - wenn er nicht gerade Deutsch spricht wie sein Nachbar nebenan. Wobei sich die Sprachen im Alltag gegenseitig beeinflussen und vermischen. Und so klingt es in den Ohren eines Kopenhageners auch irgendwie ein bisschen deutsch, das Dänisch südlich der Grenze.

Südschleswigdänisch, sagen die Experten. Wobei es sich aber keineswegs um einen Dialekt handelt. Das Ganze ist ein wenig kompliziert - wie auch die deutsch-dänische Geschichte des Grenzlands.

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