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Fazit / Archiv | Beitrag vom 23.06.2008

Die Hauptrolle spielen die Schiffsmodelle

Peter Tamm stellt in Hamburg sein umstrittenes maritimes Privatmuseum vor

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Sammler Peter Tamm zeigt auf den zukünftigen Standort des Hamburger Schifffahrtsmuseums. (AP)
Sammler Peter Tamm zeigt auf den zukünftigen Standort des Hamburger Schifffahrtsmuseums. (AP)

Peter Tamm, langjähriger Vorsitzender des Springer-Verlags, hat in Hamburg sein umstrittenes Privatmuseum vorgestellt. Für seine Sammlung von Schiffen und maritimen Gegenständen bekommt er einen repräsentativen Speicher im Hafen für 99 Jahre gestellt. Der Senat unterstützte das Anliegen einstimmig.

"An Bord gilt etwas, was an Land verloren gegangen ist: nämlich das Wir-Gefühl", begründete Tamm im Deutschlandradio Kultur seine Begeisterung für Maritimes. Auf den Vorwurf, die Sammlung sei militaristisch geprägt, entgegnete er, die Krieg seien da. "Die ganze Natur besteht ausschließlich aus Fressen und Gefressenwerden", sagte Tamm. "Nur der, der sich wehren kann, überlebt auch."

Bei genauerem Hinsehen entpuppt sich die Ausstellung als durchaus nationalistisch geprägt: Wie selbstverständlich sammelte der einstige Flottenadmiral NS-Stücke und kriegsverherrlichende Abbildungen, die er bisher in seinem Privathaus zeigte, und die er nun in seinem Museum ausstellen will. Der Aussteller sieht das anders: "Warum ich damit jetzt was verherrliche, werde ich nie begreifen."

Den vollständigen Beitrag zur Gründung des Museums von Peter Tamm können Sie mindestens bis zum 23. November 2008 in unserem Audio-on-demand-Angebot nachhören. (MP3-Audio)

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