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Länderreport / Archiv | Beitrag vom 02.02.2006

Die gekaufte Stadt?

Kreuztal und ihr ''Großer Sohn'' Friedrich Flick

Von Thilo Schmidt

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Friedrich Christian Flick, Besitzer der Flick-Kunstsammlung (AP Archiv)
Friedrich Christian Flick, Besitzer der Flick-Kunstsammlung (AP Archiv)

Im Zusammenhang mit der Eröffnung der Flick-Collection im September 2004 in Berlin entbrannte die Debatte aufs Neue: die Debatte um die Frage, ob die Sammlung mit "Blutgeld" finanziert wurde aus dem Erbe des Großindustriellen und verurteilten Kriegsverbrechers Friedrich Flick, der im Dritten Reich die SS förderte und Zwangsarbeiter beschäftigte.

Zu einer ähnlichen Auseinandersetzung war es vor geraumer Zeit bereits in Flicks Geburtsort Kreuztal in Südwestfalen gekommen, und sie ist dort seither nie ganz verstummt. Flick ist Ehrenbürger der Stadt und Namenspatron des Gymnasiums, viele Vereine werden großzügig mit Spenden aus der von ihm gegründeten Stiftung bedacht. Manche Kreuztaler aber sehen in diesen großzügigen Geschenken eher eine Zumutung und stehen dem "Großen Sohn" und dessen Biografie kritisch gegenüber.

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