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Sein und Streit | Beitrag vom 07.10.2018

Die ganze SendungÜber linken Populismus

Moderation: Christian Möller

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Zwei Stiere verkeilt im Konflikt (imago stock&people / Copyright Marcus Butt)
Politik gibt es nur unter Gegnern, meint die belgische Politikwissenschaftlerin Chantal Mouffe. (imago stock&people / Copyright Marcus Butt)

Den Begriff "Populismus" verwenden die meisten als Schimpfwort. Nicht so die prominente belgische Politik-Theoretikerin Chantal Mouffe. Sie plädiert für einen „linken Populismus“. Außerdem in der Sendung: Gedanken von David Lauer zur Weltraummission "Bavaria One".

Braucht es einen linken Populismus?

Wenn emanzipative Politik eine Chance auf Erfolg haben will, so muss sie laut Chantal Mouffe populistisch sein. Denn Politik werde aus emotional aufgeladenen Konflikten gemacht, meint die belgische Wissenschaftlerin.

Auch progressive Allianzen müssten deshalb einen gemeinsamen Gegner ausmachen. Und der liege auf der Hand: die internationale, neoliberale "Oligarchie", die demokratischen und ökologischen Zielen entgegenstehe.

Heiligt der Zweck die Mittel – dürfen komplexe Zusammenhänge im Namen einer besseren Welt trivialisiert werden?
Oder steht Populismus den Prämissen demokratischer Politik diametral entgegen – gleich aus welcher weltanschaulichen Richtung?
Sind Werte wie Gleichberechtigung, Vielfalt und Solidarität mit populistischer Politik vereinbar sein? 

Wir diskutieren mit Chantal Mouffe, Professorin für Politische Theorie an der University of Westminster in London.

Außerdem in der Sendung:

Söders "Bavaria One": Make Space Great Again!

Kurz vor der Landtagswahl stellt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder die Weltraummission "Bavaria One" vor – mit eigenem Konterfei. Das ist nicht nur skurril, sondern auch ein wenig traurig, meint David Lauer. In seinem philosophischen Wochenkommentar erinnert er sich an Zeiten, in denen der Weltraum einen anderen Blick auf uns selbst zuließ.

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