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Neonlicht / Archiv | Beitrag vom 11.10.2009

Die Friedhofsspekulanten

Wer noch einen Platz auf dem Friedhof buchen will, braucht keinen göttlichen Beistand, sondern Geld. (Stock.XCHNG / Linda Mcnally)
Wer noch einen Platz auf dem Friedhof buchen will, braucht keinen göttlichen Beistand, sondern Geld. (Stock.XCHNG / Linda Mcnally)

Was für Wien der Zentralfriedhof und für Paris der Père Lachaise, ist für Bukarest der historische orthodoxe Friedhof Bellu: Ein nationales Parthenon, wo rumänische Dichter, Denker und Forscher von Rang und Namen ihre letzte Ruhe fanden. Noch heute will jeder, der etwas auf sich hält, auf dem Bellu begraben werden. Offiziell ist der Friedhof längst ausgebucht. Doch es gibt genügend Friedhofsspekulanten, die noch wissen, wo ein Platz frei ist. Gegen Geld natürlich.

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