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Fazit | Beitrag vom 19.04.2021

Die ewige K-FrageWenn der Inhalt in den Hintergrund rückt

Isabelle Borucki im Gespräch mit Johannes Nichelmann

Armin Laschet lacht Markus Söder an. Er lacht zurück. (picture alliance / Sven Simon )
Laschet oder Söder? Der schwierige Prozess zur Wahl des CDU-Parteichefs habe dazu geführt, dass sich die K-Frage so lange hinziehe, sagt Isabelle Borucki. (picture alliance / Sven Simon )

Personaldebatten stehlen Sachthemen aktuell die Show. Vor allem die CDU tue sich mit der andauernden Frage, wer Kanzlerkandidat wird, keinen Gefallen, sagt die Politologin Isabelle Borucki. Dieses Gerangel um Posten sei nicht mehr zeitgemäß.

Wer wird Kanzlerkandidat der Union? Die Frage steht aktuell im Fokus der Öffentlichkeit. Dass die CDU/CSU noch keinen Kanzlerkandidaten habe, liege auch an Versäumnissen der Vergangenheit, sagt Isabelle Borucki, Politikwissenschaftlerin an der Uni Siegen. Vor allem der langwierige Prozess zur Wahl des Parteivorsitzenden habe dazu geführt, dass sich die K-Frage so lange hinziehe.

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Von dem Zweikampf zwischen Armin Laschet und Markus Söder profitiere vor allem Söder, sagt Borucki. Doch je länger dieser Zweikampf nun andauere, desto schädlicher sei er. "Vor allem für die CDU", so die Politologin. Solange man sich nicht auf einen Kandidaten geeinigt habe, stehe diese Frage im Vordergrund, Inhalte rückten in den Hintergrund.

Kandidaten mit Programm verknüpfen

Sobald die K-Frage geklärt sei, würde man versuchen, möglichst schnell wieder eine Einheit herzustellen und in der Kommunikation die "entsprechende Person des Kandidaten dann auch mit dem Programm zu verknüpfen", vermutet Borucki.

Denn in der aktuellen Krisensituation erwarteten die Bürgerinnen und Bürger politisches Handeln und eine tatkräftige Regierung. Es zeige sich, dass "so ein Gerangel und Gekämpfe, um Posten vielleicht nicht mehr ganz so zeitgemäß ist", sagt Isabelle Borucki.

(nho)

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