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Fazit | Beitrag vom 23.06.2019

"Die Dreigroschenoper" in HeidelbergWarnung vor einem neuen Faschismus

Michael Laages im Gespräch mit Eckhard Roelcke

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Auf der Bühne steht ein Mann in weißem Gewand. Im Hintergrund, von farbigen Leuchtringen umhüllt, reihen sich Frauen mit Masken und goldenen Kostümen. (Sebastian Bühler )
„Die Dreigroschenoper“ in Heidelberg (Sebastian Bühler )

Bertolt Brecht hat für das Finale seiner "Dreigroschenoper" in der frühen Nachkriegszeit Varianten geschrieben, die vor einem neuen Faschismus warnen. Die benutzt Regisseur Holger Schultze in der Inszenierung am Theater Heidelberg.

"Plötzlich hat man eine Dreigroschenoper, die jetzt nicht direkt gegen die AfD gerichtet ist, aber zumindest so präzise und in der Gegenwart angekommen ist, dass das nur guttut", erklärt Theaterkritiker Michael Laages.

Die Musik als Bereicherung

Ein Highlight sei die Band "Tante Polly", so Laages: "Die machen das wirklich ganz fabelhaft. Und es sind nicht die Ensemblemitglieder, sondern die Musiker selber, die singen. Eine große Bereicherung für einen Abend, der in der Tat gut in der Dramaturgie funktioniert, speziell im Finale, das eben sehr von heute ist, obwohl es eben Brechts Nachkriegszeit ist."

Die Inszenierung in Heidelberg sei ein "bunter, abwechslungsreicher" Abend. "Das ist, was ein deutsches Stadttheater mit diesen Klassikern anstellen kann", lobt Laages.

Die Dreigroschenoper
von Bertolt Brecht, Musik von Kurt Weill
Regie: Holger Schultze
Theater Heidelberg

(nho)

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