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Interpretationen / Archiv | Beitrag vom 28.08.2016

Die Cellokonzerte von Carl Philipp Emanuel BachÜbungen eines Exzentrikers

Moderation: Gerald Felber; Gast: Der Cellist Nicolas Altstaedt

Der zweite Sohn und Schüler von Johann Sebastian Bach, der Komponist Carl Philipp Emanuel Bach, in einer zeitgenössischen Darstellung. (picture-alliance / dpa)
Der zweite Sohn und Schüler von Johann Sebastian Bach, der Komponist Carl Philipp Emanuel Bach, in einer zeitgenössischen Darstellung. (picture-alliance / dpa)

Für rund 28 Jahre war Carl Philipp Emanuel Bach, Johann Sebastians Zweitgeborener, in Berlin und Potsdam bei Friedrich II. in Dienst. Hier formte sich sein exzentrischer, nie um unerwartete Überraschungen verlegener und betont subjektiver Personalstil.

Nicolas Altstaedts taufrische Einspielung der drei Stücke mit dem Londoner Ensemble Arcangelo unter Jonathan Cohen, aber auch seine Statements im Gespräch sind ein großes Plädoyer für die eigenständige Bedeutung dieses Komponisten, der viel zu lange (und oft auch heute noch) nur als Übergangserscheinung zwischen Vater Bach samt dessen Zeitgenossen einerseits und den Wiener Klassikern andererseits eingeordnet – und damit verkleinert – wurde. 

Immerhin gibt es in den letzten Jahrzehnten eine beträchtlich wachsende Zahl von Aufnahmen CPE’s (wie er unter Musikern gern abgekürzt wird). Das betrifft auch die Cellokonzerte, und einige von ihnen  - so mit Anner Bylsma, Ophélie Gaillard, Peter Bruns und Truls Mørk – erklingen auch in der Sendung und ermöglichen spannende Vergleiche.

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