Hörspiel, vom 16.12.2007

Von Günter Eich

Donna Caterina, die seit vielen Jahren in der Verbannung lebt, glaubt nicht, dass ihr Geliebter Luiz de Camoes an der Pest gestorben ist. Er, der sie in seinen Gedichten Natercia nannte, ist für sie lebendig geblieben.

Lissabon (AP Archiv)
Lissabon (AP Archiv)

Die von Elisabeth Flickenschildt gespielte alte Dame begibt sich mit Zofe und Diener auf eine Reise nach Lissabon. Sie wird Zeugen suchen, sie einem scharfen Verhör unterziehen, um Beweise für die Existenz des Geliebten zu sammeln. Am Ende ist es die Pest, die zwar ihr Leben bedroht, ihr aber die Gewissheit der Liebe schenkt.

Regie: Fritz Schröder-Jahn
Musik: Johannes Aschenbrenner
Darsteller: Elisabeth Flickenschildt, Gustl Halenke, Hermann Lenschau, Tilla Durieux u.a.
Produktion: Norddeutscher Rundfunk 1957
Länge: 74'40

Günter Eich (1907-1972), studierte Jura und Sinologie. Er schrieb Gedichte, kleine Prosa und zahlreiche bedeutende Hörspiele. Er erhielt 1953 den Hörspielpreis der Kriegsblinden für "Die Andere und ich" (SDR und NWDR 1952) und 1959 den Georg-Büchner-Preis.