Seit 01:05 Uhr Tonart

Mittwoch, 14.11.2018
 
Seit 01:05 Uhr Tonart

Kulturnachrichten

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Dichterin Elke Erb bekommt Preis der Schillerstiftung

"Eigenständige Poetik" wurde gewürdigt

Die Dichterin Elke Erb bekommt den Anke Bennholdt-Thomsen-Preis für Lyrik der Deutschen Schillerstiftung. Die Jury lobte Erbs anspruchsvolles Schreiben und ihre hochreflexive Sprache. In der Begründung hieß es auch: «Die 1938 in Scherbach in der Eifel geborene Dichterin Elke Erb, die 1949 mit ihrer Familie in den Osten Deutschlands ging, hat in ihrem über Jahrzehnte angewachsenen Werk eine völlig eigenständige Poetik entwickelt.»
Der Preis sei mit 10 000 Euro dotiert und werde im kommenden Mai zum dritten Mal verliehen, heißt es in der Mitteilung.

Bayerischer Filmpreis:Ehrenpreis für Kameramann Gernot Roll

Edgar Reitz' "Heimat" -Reihe gehört zu seinen bekanntesten Arbeiten

Der Kameramann und Regisseur Gernot Roll (75) bekommt den Ehrenpreis des Bayerischen Filmpreises. «Gernot Roll ist der Grandseigneur unter den deutschen Kameraleuten», sagte Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) am Donnerstag. "60 Jahre kreatives Schaffen mit der Kamera haben über 80 herausragende Kino- und Fernsehproduktionen entstehen lassen."
Der 1939 in Dresden geborene Gernot Roll hat als Kameramann mehr als 120 Kino- und Fernsehfilme sowie Serien gedreht - darunter die vielfach ausgezeichnete "Heimat"-Reihe von Regisseur Edgar Reitz oder den "Oscar"-Gewinner "Nirgendwo in Afrika" von Caroline Link. Auch bei Filmen wie "Der bewegte Mann", "Rossini" und den ARD-Krimi «Tatort».
Der Bayerische Filmpreis wird am 16. Januar im Prinzregententheater in München verliehen. Bisherige Träger des Ehrenpreises sind unter anderem Armin Mueller-Stahl, Michael Ballhaus, Hannelore Elsner und Wim Wenders.

Johannes Weigand wird Theaterintendant in Dessau

Ehemaliger Wuppertaler Opernintendant übernimmt im August

Der Stadtrat von Dessau-Roßlau wählte den 48jährigen am Mittwochabend einstimmig, teilte ein Sprecher mit. Weigand nimmt seine Arbeit am 1. August 2015 auf. Er löst Generalintendant André Bücker ab, dessen Vertrag nicht verlängert worden war. Bücker hatte massiv gegen Einsparungen protestiert. Weigand kennt Spardruck bereits aus Wuppertal. Dort wurden das Ensemble deutlich verkleinert und das sanierungsbedürftige große Schauspielhaus geschlossen. Weigand studierte Musiktheater-Regie an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.

Sony zieht nach Hacker-Drohungen Nordkorea-Satire zurück

"The Interview" handelt von Mordkomplott gegen Kim Jong Un

Nach mysteriösen Terrordrohungen von Hackern hat die Filmproduktionsfirma Sony die Nordkorea-Satire "The Interview" zurückgezogen. Zuvor hatten Hacker eine Drohung veröffentlicht und darin auf die Terroranschläge vom 11. September 2001 verwiesen. In dem Film geht es um ein fiktives Mordkomplott des US-Geheimdienstes CIA gegen Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un. Laut US-Medienberichten vermuten US-Ermittler, dass Pjöngjang hinter dem Hacker-Angriff steckt.
Sony Pictures Entertainment habe "keine weiteren Pläne für eine Veröffentlichung" des Streifens, sagte ein Sprecher des Konzerns am Mittwoch. Zuvor hatten mehrere US-Kino-Ketten angekündigt, sie wollten den Film nicht zeigen. Eigentlich sollte die Film-Parodie am ersten Weihnachtstag in die US-Kinos kommen, der deutsche Filmstart war für Februar geplant.
Wer hinter der Hackergruppe steckt, ist unklar. Ende November hatte die Gruppe nach einem Cyber-Angriff interne E-Mails und Daten von Sony-Mitarbeitern veröffentlicht, wodurch peinliche Interna und unveröffentlichte Drehbücher bekannt wurden. Der Nationale Sicherheitsrat der USA erklärte, die US-Regierung habe Sony nach dem Hackerangriff "Unterstützung und Hilfe" angeboten. Derzeit werde "eine Reihe von Optionen für eine mögliche Antwort" auf die Attacke geprüft.

Etwas weniger Museumsbesucher in Deutschland

Zweitbeste Resonanz seit 1981

2013 hätten Museen und Ausstellungshäuser 115,7 Millionen Besucher gezählt, 3,7 Prozent weniger als im Vorjahr, teilten der Deutsche Museumsbund und die Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin mit. Nur 2012 hätten publikumsträchtige Sonderausstellungen und die documenta 13 in Kassel mehr Menschen angelockt.
Zu den Gewinnern 2013 gehörten die technischen und die historisch-archäologischen Museen. Einen Rückgang verzeichneten die Naturkundemuseen sowie die Kunstmuseen. An der Umfrage des Instituts für Museumsforschung beteiligten sich mehr als 5100 Häuser.

Ror Wolf erhält Preis der Leipziger Medienstiftung

Schriftsteller wird für Radiokunst ausgezeichnet

Der mit 10.000 Euro dotierte Leipziger Günter-Eich-Preis 2015 geht an den Schriftsteller und Hörspielautor Ror Wolf. Damit werde der Beitrag des 82-Jährigen für die Radiokunst gewürdigt, teilte die Stiftung am Donnerstag in Leipzig mit. Die nach dem Hörspielautor Günter Eich benannte Auszeichnung der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig wird am 7. Juli übergeben.
Der im thüringischen Saalfeld geborene Ror Wolf habe im Laufe der Jahrzehnte das Repertoire des deutschsprachigen Hörspiels stetig erneuert und nachhaltig bereichert, hieß es zur Begründung. Wolf selbst sagt über sich: «Im Grunde bin ich ein Hörspielautor, der gelegentlich ein Buch schreibt.»

Streit um VG-Wort-Ausschüttung : BGH setzt Verfahren aus

Autor klagte gegen Beteligung von Verlagen an seinen Tantiemen

Die für die Medienbranche wichtige Frage, ob Verlage an den Tantiemen von Autoren und Journalisten beteiligt werden dürfen, bleibt vorerst ungeklärt. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat das Verfahren ausgesetzt. Er will den Ausgang eines ähnlichen europäischen Prozesses abwarten. Das teilte der BGH am Donnerstag mit. Es kann damit Monate dauern, bis es beim BGH weitergeht.
Dem Revisionsgericht liegt die Klage eines wissenschaftlichen Autors vor. Der Jurist wehrt sich dagegen, dass die Verwertungsgesellschaft (VG) Wort die Hälfte seiner Tantiemen an Verleger und bestimmte Urheberorganisationen ausschüttet. Beim Oberlandesgericht (OLG) München bekam er überwiegend recht. VG Wort und Kläger gingen zum BGH.
«Das Verfahren ist von erheblicher Bedeutung für alle Beteiligten», sagte der Vorsitzende BGH-Richter Wolfgang Büscher in Karlsruhe. Nach Auskunft der Bundesregierung hätten die Verlage zwischen 2004 und 2013 eine Viertelmilliarde Euro erhalten. Der Prozessausgang könnte sich auch auf belletristischen Autoren und Journalisten auswirken.

US-Filmregister nimmt 25 weitere Streifen auf

Filme sind als nationales Kulturgut geschützt

Dazu gehören nun auch die Hollywood-Klassiker "Der Soldat James Ryan", "The Big Lebowski" und "Rosemaries Baby". "Indem wir diese Filme schützen, schützen wir ein entscheidendes Element der amerikanischen Kreativität, Kultur und Geschichte, sagte der Chef der Nationalbibliothek in Washington, DC, James Billington. Auch "Ferris macht blau" (1986) und der Western "Rio Bravo" von 1959 gehören zu den aufgenommenen Filmen. Insgesamt sind schon mehr als 650 Filme in dem 1989 gegründeten Register.

Bibelgesellschaft vergibt Qualitätssiegel

Vier Kennzeichnungen für Bibelübersetzungen

Die Siegel sollen Lesern helfen, die für sie passende Übersetzung zu finden, teilte die Deutsche Bibelgesellschaft in Stuttgart mit. Die Lutherbibel bekomme das Prädikat "Klassiker". Sie ist der kirchenamtliche Text der Evangelischen Kirche in Deutschland. Als die "Moderne" werde die Gute Nachricht Bibel gekennzeichnet., die erste Übersetzung in modernem Deutsch. Die Basisbibel werde als die "Innovative" vorgestellt. Sie sei die einzige Bibel, die für die Anforderungen des digitalen Zeitalters entwickelt wurde. Die Neue Genfer Übersetzung werde als die "Exakte" gekennzeichnet. Sie zeichne sich durch besondere inhaltliche Genauigkeit und hohe Verständlichkeit aus.
Nach Angaben der Bibelgesellschaft gibt es allein in Deutschland mehr als 40 Bibelübersetzungen.

Architekturzeichnung zum Kölner Dom aus dem 14. Jahrhundert entdeckt

Pläne wurden nicht ausgeführt und waren bislang unbekannt

In der Bibliothek der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf ist eine Architekturzeichnung zum Kölner Dom aus dem 14.
Jahrhundert entdeckt worden. Die zwei Ausschnitte waren bisher unbekannt, da sie als Einband einer Handschrift aus dem 12.
Jahrhundert verwendet wurden, wie die Universität mitteilte.
Bei der Zeichnung handelt es sich nach den Angaben um nicht ausgeführte Pläne des dritten und vierten Turmgeschosses der Westfassade des Doms. Dies habe der in die Untersuchung einbezogene Kunsthistoriker Norbert Nußbaum von der Universität Köln herausgefunden. Interessant sei der Fund deshalb, da gerade über diesen Aspekt der Baugeschichte des Doms bislang sehr wenig bekannt sei.

Land kauft Feininger-Druckstock für Galerie im Harz

Museumsdirektor nennt die Leihgabe ein "Sahnehäubchen"

Das Land Sachsen-Anhalt hat einen Druckstock Lyonel Feiningers (1871-1956) gekauft und leiht diesen dauerhaft an die gleichnamige Galerie in Quedlinburg aus. Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD) übergab das Werk "Gelbe Dorfkirche 3" am Donnerstag an den Direktor der Lyonel-Feininger-Galerie, Michael Freitag. Für ihn sei das Exponat aus dem Jahr 1930 ein "Sahnehäubchen", sagte Freitag. Der Druckstock ist eine Art Holzbrett, in das der deutsch-amerikanische Maler und Grafiker das Motiv eines Gotteshauses geschnitzt habe. Über den Ankaufspreis und den früheren Besitzer sei Stillschweigen vereinbart worden, hieß es.

Kulturnachrichten hören

Dezember 2014
MO DI MI DO FR SA SO
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30 31 1 2 3 4

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur