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Interview / Archiv | Beitrag vom 16.03.2019

Deutschlandtag der Jungen Union Behrends hofft auf stärkere Vertretung von Frauen

Jenna Behrends im Gespräch mit Julius Stucke

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Blick von vorne auf die Delegierten in der Halle; im Hintergrund ein weißes "JU"-Banner. (Carsten Rehder / dpa)
Deutschlandtag der JU im Vorjahr: Männerdominiert. (Carsten Rehder / dpa)

Die Männerdominanz in der Führung der Jungen Union findet die Berliner Politikerin Jenna Behrends traurig und nicht mehr zeitgemäß. Sie hofft, dass noch eine Frau bei der Wahl der Stellvertreter des Vorsitzenden zum Zuge kommt.

Die Junge Union (JU) ist zwar eine Jugendorganisation, aber Frauen kommen darin bisher wenig zum Zuge. Heute wird auf dem Deutschlandtag der JU ein neuer Vorstand gewählt: Weil Paul Ziemiak, der bisherige Vorsitzende, zum CDU-Generalsekretär aufgestiegen ist, muss ein neuer Vorsitzender für die mit gut 100.000 Mitgliedern größten politische Jugendorganisation Europas gewählt werden. Der Niedersachse Tilman Kuban und der Thüringer Stefan Gruhner kandidieren.

Andere Themen als junge Mutter

Die 1990 geborene Berliner CDU-Kommunalpolitikerin Jenna Behrends ist nie in die JU eingetreten, sondern hat gleich den Weg in die Mutterpartei gefunden und dort ihren Weg gemacht. Sie habe sich für die JU schon zu alt  gefühlt, sagt Behrends im Deutschlandfunk Kultur. Die meisten Mitglieder fingen dort schon mit 16 Jahren  zu Schülerunions-Zeiten an. "Als ich beigetreten bin, war ich schon junge Mutter und hatte einfach schon andere Themen", sagt Behrends über ihren CDU-Beitritt. Deshalb habe sie sich nie in der JU engagiert.

Die Berliner CDU-Politikerin Jenna Behrends steht auf einer Straße, rechts und links parkende Autos (picture alliance /dpa /Sophia Kembowski)Die Berliner CDU-Politikerin Jenna Behrends (picture alliance /dpa /Sophia Kembowski)

Dass bei der Vorsitzendenwahl bisher keine Frau kandidiere, finde sie nicht erfreulich, sagte Behrends. Allerdings könnten Spontanbewerbungen nicht ausgeschlossen werden. Außerdem hätten die beiden Kandidaten auf dem Schirm, dass sich da etwas verändern müsse.

Selbst im geschäftsführenden Vorstand sei bisher keine einzige Frau engagiert. "Das finde ich gerade für eine Jugendorganisation schon traurig." Das sei für das Jahr 2019 nicht angemessen. Dabei gebe es auch in der JU "tolle Frauen", die man stärker fördern könnte. Sie hoffe, dass zumindest bei den Stellvertretern noch eine höhere Frauenquote erreicht werde.

(gem)

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