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Wortwechsel / Archiv | Beitrag vom 07.04.2017

Deutschland - PendlerlandStrategien gegen den Dauer-Verkehrsstau

Moderation: Axel Rahmlow

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Feinstaubalarm in Stuttgart auf der A8 (Imago)
Staus auf der Autobahn erhöhen die Feinstaubbelastung. (Imago)

Geht man nach aktuellen Studien, dann ist Deutschland in bestimmten Ballungsgebieten ein einziger Stau: Stoßstange an Stoßstange stehen die Pendler auf den Autobahnen - umgeben von Schadstoffwolken. Was kann man dagegen tun - hat die Pendlerpauschale das nur verschärft?

Deutschland steht im Stau, denn Deutschland pendelt: 60 Prozent aller Arbeitnehmer pendelten 2016 zum Job, so viele wie nie zuvor. Am heftigsten betroffen - so eine aktuelle Studie - sind die Ballungsräume um München, Frankfurt am Main und Hamburg. Auf Platz vier folgt Berlin, dort ist die Zahl der Berufspendler seit 2000 um 53 Prozent gestiegen. Auch die Arbeitswege sind länger geworden - von 14,6 auf knapp 17 Kilometer. Mediziner warnen vor langfristigen gesundheitlichen Schäden, Umweltschützer beklagen die Schadstoffbelastung.

Wo liegen die Gründe für diesen Pendlerrekord? Müssen wir ihn in Kauf nehmen, als Preis der Mobilität?
Welche Gegenmaßnahmen sollten ergriffen werden - hat die Pendlerpauschale das Problem noch verschärft?

Über diese und andere Fragen diskutiert Axel Rahmlow im "Wortwechsel" ab 18.07 Uhr mit folgenden Gästen:

- Prof. Dr. Christine Hannemann, Architektur- und Wohnsoziologin an der Universität Stuttgart
- Claas Tatje,ZEIT-Redakteur und Autor des Buchs "Fahrtenbuch des Wahnsinns. Unterwegs in der Pendlerrepublik"
- Prof. Dr. Helmut Holzapfel, Leiter des Zentrums für Mobilitätskultur in Kassel
- Burkhard Jung, Oberbürgermeister der Stadt Leipzig

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