Seit 01:05 Uhr Tonart
Donnerstag, 21.10.2021
 
Seit 01:05 Uhr Tonart

Kulturnachrichten

Mittwoch, 25. November 2020

Deutscher Kurzfilmpreis 2020 verliehen

In Berlin sind die Deutschen Kurzfilmpreise 2020 verliehen worden. Die Auszeichnung erhielten unter anderen Borbála Nagy für "Land of Glory" und Jannis Alexander Kiefer für den Film "Meeting". Insgesamt waren 254 Arbeiten vorgeschlagen worden - davon wurden 12 nominiert. Kulturstaatsministerin Grütters lobte die "kreative Wucht" und die "bemerkenswerte Aktualität" der Gewinnerfilme. Bei der heutigen Preisverleihung wurden Prämien von insgesamt 275.000 Euro vergeben.

Deutschlands beste Vorleserin kommt aus Rostock

Deutschlands beste Vorleserin 2020 ist Jonna Bürger. Die 13-jährige Schülerin der Werkstattschule in Rostock habe sich beim Bundesfinale des 61. Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels in Berlin gegen die 15 anderen Sieger der Landeswettbewerbe durchgesetzt, teilte der Börsenverein des Buchhandels in Frankfurt am Main mit. Jonna habe einen dreiminütigen Auszug aus "Zoe, Grace und der Weg zurück nach Hause" von Allan Stratton vorgetragen. An dem Wettbewerb hatten rund 520.000 Kinder aus 7.100 Schulen teilgenommen. Er wird von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins veranstaltet.

Berlins Kunstszene startet Selbsthilfe-Kunstauktion

Die infolge der Corona-Pandemie darbende Berliner Kunstszene hilft sich selbst und startet eine dreitägige Kunstauktion. Für "Berlins 1. Direkte Auktion für Bildende Kunst" haben nach Angaben der Initiatoren 19 Kuratorenteams mehr als 400 Kunstwerke und Artefakte aus Berlin versammelt, die vom 26. bis 28. November im Auktionshaus Jeschke van Vliet unter den Hammer kommen. Versteigert werden Werke lokaler Künstlerinnen und Künstler, aber auch Arbeiten von Kunstmarktgrößen wie Julian Schnabel, Banksy, Martin Kippenberger oder zwei original am Set benutzte Filmskripte von US-Regisseur Quentin Tarantino. Zwei Drittel der Nettoerlöse landeten direkt bei den Künstlerinnen und Künstlern und Einlieferern, hieß es. Zehn Prozent bekämen die Kuratoren, der Rest gehe in die Produktion. Geboten werden kann online, per Mail oder per Fax.

EU-Parlament besorgt über Medienfreiheit

Die Abgeordneten des Europaparlamentes warnen angesichts anhaltender Angriffe gegen Journalisten vor Eingriffen in die Medienfreiheit in der Europäischen Union. Der Medienpluralismus sei in mehreren EU-Mitgliedstaaten gefährdet, kritisierten die Abgeordneten in einem Bericht. Man beobachte eine zunehmende Verunglimpfung von Journalisten. In einigen Mitgliedstaaten habe das Parlament politisch motivierte Einschränkungen der Medien beobachtet. Hochwertiger und unabhängiger Journalismus sollen nach Ansicht der Abgeordneten besser geschützt werden. Bei Demonstrationen gegen die Corona-Politik waren zuletzt auch in Deutschland mehrere verbale und körperliche Angriffe auf Journalisten gemeldet worden.

Bertelsmann erhält Zuschlag für US-Verlag

Der deutsche Medienkonzern Bertelsmann bekommt der Nachrichtenagentur Reuters zufolge den Zuschlag für die US-Verlagsgruppe Simon&Schuster. Der Gütersloher Konzern übernehme die Verlagstochter von ViacomCBS für mehr als zwei Milliarden Dollar. Bertelsmann würde damit seine Position als größter Buchverlag der Welt stärken. Simon & Schuster gehört zu den fünf größten Verlagen in den USA und betreut unter anderem Schriftsteller wie Stephen King.

Medien: Bund plant Gelder für "House of Jazz" ein

Das in Berlin geplante "House of Jazz" nimmt Gestalt an - zunächst auf dem Papier. Der Bund ist nach Medienberichten grundsätzlich bereit, das vom Trompeter Till Brönner mitinitiierte Projekt finanziell zu unterstützen. Für den Rohausbau der "Alten Münze" soll der "Berliner Zeitung" und der Plattform "The Pioneer " zufolge das Land Berlin aufkommen, für die restlichen Sanierungskosten von 13,2 Millionen Euro der Bund. Hinzu kämen Zuschüsse für das Programm und den Finanzbedarf in Millionenhöhe. Die Beschlussvorlage aus dem Büro von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) soll im Haushaltsausschuss des Bundestages beraten werden. Das "House of Jazz" solle 2026 eröffnet werden.

Museumsbund: Keine Kurzarbeit in Museen

Der Deutsche Museumsbund warnt vor einer Gefährdung der Museen durch Kurzarbeit in der Corona-Krise. Auch wenn Museen für den Publikumsverkehr geschlossen seien, gehe die Arbeit in den Häusern weiter und müsse entsprechend gesichert werden, sagte der Präsident des Deutschen Museumsbundes, Eckart Köhne, in Berlin. So müssten etwa die Sammlungen überwacht und erhalten oder neue digitale Angebote für den Zugang entwickelt werden. Auch die Forschungsarbeit gehe weiter. Die Träger der Museen sollten daher auf die Anordnung von Kurzarbeit verzichten, so Köhne weiter. Vielmehr sollten die Potenziale der Einrichtungen in der Krise genutzt werden.

Studie: Blasmusiker können Abstände verringern

Neue Ergebnisse aus der Aerosol-Studie mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Die Seitenabstände beim Musizieren mit Blasinstrumenten können verringert werden, ohne das Ansteckungsrisiko zu vergrößern. Als ausreichend gilt den Forschern der Universitätskliniken in München und Erlangen zufolge ein Sicherheitsabstand von 1,5 Metern. Empfohlen wurden bisher zwei Meter. Nach vorn sollten jedoch zwei Meter Abstand bis zum nächsten Instrumentalisten gehalten werden. Für die Querflöte seien drei Meter angemessen. Die Empfehlungen setzen voraus, dass der Raum permanent gelüftet wird. Der Manager des Symphonieorchesters, Nikolaus Pont, hofft, dass die Studienergebnisse schnell Eingang in neue Vorgaben für den Kulturbetrieb finden. Damit könne wieder ein größeres Repertoire zur Aufführung gebracht werden.

Melbourne plant riesiges Museum

Australiens Kulturmetropole Melbourne plant ein riesiges Museum für zeitgenössische Kunst. Der neue Kunsttempel soll mit 30 000 Quadratmetern Innenfläche doppelt so groß sein wie das Pendant in Sydney und fast so groß wie die Tate Modern in London. Zudem sei ein 18 000 Quadratmeter großer Garten geplant, berichtete die Zeitung "The Age". Mehrere Cafés, ein riesiges Designgeschäft und ein Bildungstrakt mit Hörsälen sollen das Megaprojekt abrunden. Der Staat will 1,46 Milliarden australische Dollar beisteuern, aber es würden noch Investoren gesucht, um das Museum zu bauen. Voraussichtlich soll der Bau 2028 fertig sein.

Zahl der Verschwörungstheoretiker offenbar stabil

Die Zahl der Anhänger von Verschwörungstheorien ist nach Einschätzung des Experten Michael Butter von der Universität Tübingen in den vergangenen Monaten nicht gestiegen. Vielmehr glaubten die Menschen weiterhin daran, die schon vorher für die Theorien offen waren, sagte er der Katholischen Nachrichten-Agentur. Butter riet aber dazu, besonders die Bewegung der "Querdenker" im Auge zu behalten, da Verschwörungstheorien zu Radikalisierung und Gewalt führen könnten. Eine Gefahr für die Demokratie sieht der Experte nicht. Dazu sei die Bewegung zu klein und die deutsche Demokratie zu stabil.

Dresdner Philharmonie feiert Jubiläum ohne Gäste

Die Dresdner Philharmonie muss ihren 150. Geburtstag wegen der Coronapandemie ohne Gäste feiern. Statt einer Festwoche wird es ein Konzert am Sonntagabend unter Leitung von Chefdirigent Marek Janowski geben, das live im Deutschlandfunk Kultur, MDR Kultur, MDR Klassik und bei Arte Concertadio übertragen wird. Seit fünf Jahren habe man das Jubiläum geplant, sagte Intendantin Frauke Roth, dennoch ließen sich die Musikerinnen und Musiker nicht unterkriegen. Im Moment könne man aber nur auf Sicht planen. Sicher sei aber, dass man die Jubiläumsfeier irgendwann mit dem Publikum und der Stadt nachholen werde, so die Intendantin.

Leitung der Berliner Museen wird neu sortiert

Die Führungsebene der Berliner Museumslandschaft wandelt sich. Die Leitung der Nationalgalerie, die Udo Kittelmann innehatte, wird künftig auf drei Positionen verteilt, wie die Stiftung Preußischer Kulturbesitz mitteilte. Neue Leitungspositionen gibt es demnach für die Alte Nationalgalerie (mit der Friedrichswerderschen Kirche), für die Neue Nationalgalerie (mit dem künftigen Museum des 20. Jahrhunderts, dem Museum Berggruen und der Sammlung Scharf-Gerstenberg) und für das Museum Hamburger Bahnhof. Kulturstaatsministerin Monika Grütters erklärte, es sei eine gute Nachricht, dass die Leitung der Staatlichen Museen breiter aufgestellt werde.

Tschechische TV-Legende Mouckova gestorben

Die frühere tschechoslowakische Nachrichtensprecherin und Fernsehlegende Kamila Mouckova ist tot. Sie starb bereits am Dienstag im Alter von 92 Jahren, wie das tschechische öffentlich-rechtliche Fernsehen CT bekanntgab. Am 21. August 1968 hatte Mouckova live über den Einmarsch der Warschauer-Pakt-Truppen in die damalige CSSR berichtet, obwohl sowjetische Soldaten mit vorgehaltener Maschinenpistole hinter ihrem Rücken im Studio standen. Später beteiligte sich Mouckova an Untergrundsendungen gegen die Besatzer. Ihr Engagement brachte ihr den Rauswurf aus dem Fernsehen ein. Bis zur Wende 1989 arbeitete sie unter anderem als Putzfrau und Verkäuferin. Sie gehörte zu den Unterzeichnern der Charta 77 für mehr Bürgerrechte. In den vergangenen Jahren erhielt sie mehrere Auszeichnungen.

Kulturnachrichten hören

Dezember 2021
MO DI MI DO FR SA SO
29 30 1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30 31 1 2

App: Dlf Audiothek

Die neue Dlf Audiothek App ist ab sofort in den Appstores von Apple und Google zum kostenlosen Download erhältlich (Deutschlandradio)

Entdecken Sie mit der Dlf Audiothek die Vielfalt unserer drei Programme, abonnieren Sie Ihre Lieblingssendungen, wählen Sie aus Themenkanälen und machen daraus Ihr eigenes Radioprogramm.


Jetzt kostenlos herunterladen

Fazit

Schriften der Art brut in BaselKunst als innerer Monolog
Kleine Silberplättchen mit Schriftzeichen hängen in einem Baum. (Hans-Ulrich Schlumpf / Museum Tinguely)

Das Museum Tinguely in Basel zeigt kalligrafische Kunst, die außerhalb des Kunstbetriebs entstanden ist. In der Ausstellung geht es vor allem um die Motivation der Künstler, Zeichen auf Papier oder Hauswände zu bringen: Traumata spielen eine Rolle. Mehr

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur