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Studio 9 | Beitrag vom 20.03.2019

Deutscher FilmpreisDebüt für den neuen Präsidenten

Susanne Burg im Gespräch mit Julius Stucke

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Ulrich Matthes beim Fototermin bei der Pressekonferenz anlässlich der Nominierungsbekanntgabe zum Deutschen Filmpreis 2019 in der Deutschen Kinemathek.  (picture alliance/Geisler-Fotopress)
Seitenwechsel: Der Schauspieler Ulrich Matthes ist neue Präsident der Deutschen Filmakademie (picture alliance/Geisler-Fotopress)

Die Deutsche Filmakademie hat einen neuen Präsidenten, den Schauspieler Ulrich Matthes. Der durfte nun das erste Mal die Nominierungen verkünden.

Am Mittwoch sind die Nominierungen für den wichtigsten Deutschen Filmpreis – die Lolas – bekannt gegeben worden. Und verkündet hat sie der Schauspieler Ulrich Matthes. Er tat dies in seiner Funktion als neuer Präsident der Deutschen Filmakademie und diese Bekanntgabe der Nominierung war seine erste öffentliche Amtshandlung. 

Filmexpertin Susanne Burg meint, dass diese neue Rolle des Schauspielers sicher ein interessanter Seitenwechsel für ihn ist. Matthes wisse schließlich sehr genau, wie es sich anfühle, auf der anderen Seite zu stehen und für eine Lola nominiert zu sein. Allerdings müsse Matthes nun "staatsmännischer" daherkommen, sich "repräsentativer" verhalten. 

"Gundermann" mit zehn Nominierungen 

Als absoluter Favorit bei den Lolas stehe aktuell der Film "Gundermann" da, sagt Burg. Das Werk habe zehn Nominierungen erhalten. 

Das Drama "Styx" von Wolfgang Fischer über eine Seglerin, die auf dem Meer auf ein Flüchtlingsboot trifft und entscheiden muss, wie sie sich verhält, kommt auf sechs Nominierungen. Mit jeweils fünf Nominierungen gehen Fatih Akins Serienmörderporträt "Der Goldene Handschuh" und der Film "Der Junge muss an die frische Luft" von Caroline Link über die Kindheit des Entertainers Hape Kerkeling ins Rennen.

Eher sanfte Nachbesserungen 

Nachbesserungsbedarf in der Organisation der Akademie sieht ihr neuer Präsident Matthes vor allem in der Vorauswahl, berichtet Burg. Die Vorauswahl entscheidet darüber, welche 40 Filme überhaupt aufgestellt werden und da würden viele Filme bereits hinten runterfallen, sagt sie. 

Nach dem Interview mit Matthes am Rande der Bekanntgabe der Nominierungen in Berlin hat Susanne Burg aber den Eindruck, dass von ihm "keine krassen Veränderungen zu erwarten" seien, sagt sie, sondern eher sanfte Nachbesserungen.

(inh/dpa)

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