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Dienstag, 13.11.2018
 
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Kulturnachrichten

Samstag, 30. Juni 2018

Simone Veil wird im Panthéon beigesetzt

Sie ist erst die fünfte Frau, der diese Ehre zuteil wird

Gut ein Jahr nach ihrem Tod wird die französische Politikerin und Frauenrechtlerin Simone Veil am Sonntag in der Pariser Ruhmeshalle Panthéon beigesetzt. Dort soll die frühere Präsidentin des EU-Parlaments zusammen mit ihrem bereits 2013 verstorbenen Mann ruhen. Die Ansprache bei der Zeremonie hält Präsident Emmanuel Macron. Er hatte Veils Engagement nach ihrem Tod als beispielhaft gewürdigt. Veil ist erst die fünfte Frau, die im Panthéon beigesetzt wird. Die Auschwitz-Überlebende erkämpfte als Gesundheitsministerin in den 70er-Jahren das Abtreibungsrecht. 1979 wurde sie erste Präsidentin des EU-Parlaments. Zeitlebens setzte sich Veil auch für die Erinnerung an den Holocaust ein.

Umstrittenes Sex-Gesetz tritt in Schweden in Kraft

Weiter unklar, was als verbale oder nonverbale Zustimmung gilt

In Schweden gilt von Sonntag an das umstrittene neue Gesetz zu Sex und Vergewaltigung. Das sogenannte Einverständnis-Gesetz legt fest, dass beide Partner ausdrücklich und erkennbar mit Geschlechtsverkehr einverstanden sein müssen. Alles andere wird als Vergewaltigung gewertet. Noch immer wird allerdings diskutiert, wie die neue Regelung vor Gericht beurteilt werden kann - und was als verbale oder nonverbale Zustimmung gilt. Die schwedische Regierung, die sich selbst als feministisch bezeichnet, hatte das neue Gesetz nach der heftigen #MeToo-Debatte im vergangenen Sommer vorangetrieben.

Johan Simons' Pläne für das Schauspielhaus Bochum

Es soll genre- und grenzübergreifend sowie internationaler werden

Der neue Intendant des Bochumer Schauspielhauses Johan Simons will das traditionsreiche Haus umkrempeln - mit einem internationalen Ensemble, einem bunten Genre-Mix und Strukturen wie in der freien Theaterszene. Das erklärte er im Deutschlandfunk Kultur. Nicht nur Theater, auch Tanz, Musik, bildende Kunst und Diskussionsveranstaltungen sollen auf dem Programm stehen. Auch neu ist, dass Stücke künftig "en suite", also fortlaufend, über einen begrenzten Zeitraum gezeigt werden. Außerdem möchte Simons Produktionen realisieren, "die sich auch in einen Sprinter packen und über die Grenze bringen lassen". Gastspiele in anderen europäischen Ländern haben für ihn einen hohen Stellenwert. Bochum sei ein guter Ort für eine Neupositionierung, mit einem Ensemble der flachen Hierarchien und mit multikulturellen Schauspielern aus Ländern wie Estland, Nigeria, den Niederlanden oder Frankreich: "Früher gab es das klassische Ensemble, bestehend aus älteren und jungen Schauspielern. Doch die Gesellschaft hat sich auch im Ruhrgebiet sehr verändert. Sie ist bunter und internationaler geworden. Diese Gesellschaft möchte ich mit den Menschen an meinem Theater und mit unseren Produktionen repräsentieren."

Serbisches Nationalmuseum wiedereröffnet

Nach 15 Jahren ist die nationale Kulturinstitution wieder zugänglich

Das Serbische Nationalmuseum in der Belgrader Innenstadt ist nach 15 Jahren wiedereröffnet worden. 2003 wurde ein Großteil der Sammlungen wegen des schlechten Zustands des Museumsgebäudes ausgelagert. Das betraf auch die Werke von Degas, Renoir, Matisse und Picasso. Zum Teil regnete es durch die Decken oder waren Wände vermodert. Erst 2015 begannen die eigentlichen Renovierungsarbeiten. Dass Serbien von 2003 bis Ende Juni 2018 ohne die nationale Kulturinstitution auskommen musste, das habe zahlreiche Gründe gehabt, räumt Serbiens Kulturminister Vladan Vukosavljevic bei der feierlichen Eröffnung unumwunden ein: "Manchmal spontan, manchmal vielleicht weniger spontan, haben sich Fahrlässigkeit, Unverantwortlichkeit, Tatenlosigkeit und Inkompetenz vereint. Die Folgen für die serbische Kultur waren unter anderem auch die, dass eine ganze Generation junger Menschen vor dem Studienabschluss steht, die keine Gelegenheit hatte, ihre Ausbildung mit direkten Erfahrungen aus der nationalen Schatzkammer des Kulturschatzes zu ergänzen."

"Extraschicht" im Ruhrgebiet gestartet

Thematischer Schwerpunkt: Ausstieg aus der Kohle

Im Ruhrgebiet hat die 18. Nacht der Industriekultur begonnen. 200 000 Besucher werden am Samstagabend zu kulturellen Veranstaltungen hauptsächlich an ehemaligen und aktuellen Industriestandorten erwartet. Es gibt 50 Spielorte in 22 Städten. Bis zwei Uhr nachts bieten 2 000 Künstler Akrobatik, Lasershows, Konzerte, Lesungen und Mitmach-Aktionen. Thematischer Schwerpunkt der achtstündigen und knapp 1,5 Millionen Euro teuren "Extraschicht" ist der Ausstieg aus der Kohle. Ende Dezember schließen in Bottrop und Ibbenbüren (Münsterland) die beiden letzten deutschen Steinkohlezechen. Auf dem Welterbegelände Zollverein in Essen treffen sich rund 2 000 Mitglieder bergmännischer Musik- und Spielmannszüge und von Knappenvereinen. 160 Shuttlebusse bringen die Besucher zu den Spielstätten. Historische Fahrzeuge aus der Zeit der Großindustrie unterstützen beispielsweise in Dortmund den Shuttle-Verkehr.

Terézia Mora mit Roswitha-Preis geehrt

Roswitha-Preis ist ältester, nur an Frauen verliehener, deutscher Literaturpreis

Die deutsch-ungarische Schriftstellerin Terézia Mora hat den mit 5500 Euro dotierten Roswitha-Literaturpreis 2018 erhalten. Die Jury würdigte die in Berlin lebende Autorin als "Ausnahmeerscheinung" unter den deutschen Schriftstellerinnen und hob die "erzählerische Wucht" und die Raffinesse ihrer Werke hervor. Mora wurde unter anderem durch die Romane "Das Ungeheuer" und "Der einzige Mann auf dem Kontinent" bekannt. Die Autorin wurde 1971 in Ungarn geboren und wuchs dort zweisprachig ungarisch und deutsch auf. Der Roswitha-Preis ist der älteste seit 1973 alljährlich nur an Frauen verliehene deutsche Literaturpreis. Er erinnert an die erste deutsche Schriftstellerin, die Kanonisse Roswitha von Gandersheim, die im 10. Jahrhundert Dramen und historische Gedichte schrieb.

Haithabu und Danewerk sind Unesco-Weltkulturerbe

Unesco: Wikingerstätten sind einzigartiges Zeitzeugnis

Die Wikingerstätten Haithabu und Danewerk in Schleswig-Holstein sind zum Weltkulturerbe der Unesco ernannt worden. Das Welterbekomitee nahm die deutsche Bewerbung bei der Sitzung in der bahrainischen Hauptstadt Manama an. Die Stätte sei ein einzigartiges Zeugnis der Wikingerzeit und ihrer kulturellen Traditionen, hieß es zur Begründung. Bei der deutschen Delegation brach nach der Entscheidung Jubel aus. Damit gibt es in Deutschland nun 43 Unesco-Welterbestätten. Die Befestigungsanlage Danewerk und der Handelsplatz Haithabu in Schleswig-Holstein gehören zu den bedeutendsten archäologischen Zeugnissen Nordeuropas. Das Danewerk bestand im Mittelalter aus Erdwällen, Mauern, Gräben und einem Sperrwerk in der Schlei. Das Verteidigungssystem sicherte die Grenze des dänischen Reichs. Die Wikingerstadt Haithabu bei Schleswig war vom 9. bis 11. Jahrhundert eines der bedeutendsten Handelszentren Nordeuropas. Sie lag zwischen dem fränkischen Reich und dem dänischen Reich auf einer wichtigen Route zwischen Nord- und Ostsee. 1897 wurde sie wiederentdeckt.

Germanist: "Ausschiffungsplattform" beschönigt

"Begriffe wie "Anlandeplattformen" werden sich nicht durchsetzen"

Für den Germanisten Peter Schlobinski sind die Begriffe "Anlandeplattformen" und "Ausschiffungsplattformen", die während des Brüsseler EU-Gipfels zur Migrationspolitik diskutiert wurden, nichts anderes als "politische Semantik". Sie würden benutzt, um möglichst alle negativen Bedeutungsinhalte zu vermeiden, sagte der Vorsitzende der Gesellschaft für deutsche Sprache. Sie verschleierten und beschönigten, denn mit einer Plattform oder einem Schiff verbänden die meisten Menschen Positives. Er sei allerdings davon überzeugt, dass sich die beiden Ausdrücke in der Medien- und Alltagssprache nicht durchsetzen werden, sagte Schlobinski, der an der Universität Hannover lehrt. Bereits in den Reaktionen auf die Gipfelergebnisse sei von Auffanglagern, Asylzentren oder Camps gesprochen worden. "Weil sie keine breite Aufmerksamkeit erzielen und nicht durchdringen" hätten sie auch keine Chance, zum "Unwort des Jahres" gewählt zu werden.

Leander Haußmann will nicht Volksbühne leiten

Haußmann: "Es müssen nicht immer die bekannten Namen sein"

Der Film- und Theaterregisseur Leander Haußmann ("Sonnenallee") wünscht sich vom Berliner Kultursenator Klaus Lederer (Linke) Risikobereitschaft bei der Berufung eines neuen Intendanten für die Berliner Volksbühne. "Er müsste was riskieren. Es müssen nicht immer die bekannten, allseits durchgesetzten Namen sein", sagte der 59-Jährige der "Berliner Zeitung". "Die Schaubühne haben sie damals auch ein paar Dreißigjährigen überlassen, und es scheint gut zu funktionieren", fügte Haußmann hinzu. "Voraussetzung ist ein guter Geschäftsführer, der den Laden kontrolliert und Bescheid sagt, wenn das Geld zur Neige geht." Er selbst würde gern kontinuierlich an der Volksbühne arbeiten, aber nicht die Leitung übernehmen, sagte Haußmann. "Ich war mal Intendant, ich weiß, was es bedeutet, im Büro zu sitzen und Schauspieler zu empfangen, die Probleme haben. Das ist mühselig."

Vier weitere Stätten auf der Welterbeliste der Unesco

Stätten in Japan, Südkorea, Iran und Indien gehören nun zum Weltkulturerbe

Die Unesco hat vier weitere Stätten in ihre Kulturerbe-Liste aufgenommen. Zum Weltkulturerbe gehören künftig die verborgenen christlichen Stätten in der Region Nagasaki in Japan, die in den südlichen Provinzen der koreanischen Halbinsel verstreuten buddhistischen Bergklöster, die Archäologische Landschaft der Sassaniden in der südiranischen Region Fars und das viktorianische und Art-Deco-Ensemble von Mumbai in Indien. Die verborgenen christlichen Stätten in der Region Nagasaki umfassen zehn Dörfer, das Schloss von Hara und eine Kathedrale. Zu den über die südlichen Provinzen der koreanischen Halbinsel verstreuten buddhistischen Bergklöstern gehören sieben Tempel, die zwischen dem 7. und 9. Jahrhundert gegründet wurden. Die archäologische Landschaft der Sassaniden in der südiranischen Region Fars besteht aus Befestigungsanlagen, Palästen, Felsenreliefs aus der Zeit des Sassanidenreichs, das sich zwischen dem 3. und 7. Jahrhundert nach Christus über die Region erstreckte. Das Viktorianische und Art-Deco-Ensemble in Mumbai ist ein städtebauliches Projekt seit dem 19. Jahrhundert.

Bayreuther Festspiele ohne Lohengrin

Lohengrin-Sänger sagt wegen Überlastung ab

Rund dreieinhalb Wochen vor der Eröffnung stehen die Bayreuther Festspiele ohne Lohengrin da. Roberto Alagna, der die Titelpartie in der Richard-Wagner-Oper zum Auftakt des Festivals am 25. Juli singen sollte, habe abgesagt, teilte ein Festspielsprecher mit. Alagnas Agentur begründete die Absage damit, dass der Sänger überlastet sei und die Partie nicht hinreichend einstudieren könne. Die Bayreuther Festspielverantwortlichen suchen nun intensiv nach einem neuen Sänger. Alagna ist auf das französische und italienische Fach spezialisiert. In einem Interview sagte Alagna, dass er lange überlegt habe, die Rolle anzunehmen, schließlich könne er gar kein Deutsch und sei auch kein Wagner-Tenor. Die "Lohengrin"-Neuproduktion gestalten Regisseur Yuval Sharon und Dirigent Christian Thielemann, das Bühnenbild kommt von Neo Rauch und Rosa Loy.

Ed Sheeran auf Zahlung von 100 Mio. Dollar verklagt

Er soll sich an einem Song von Marvin Gaye bedient haben

Der britische Popstar Ed Sheeran ist auf Zahlung von 100 Millionen US-Dollar verklagt worden, weil er sich angeblich bei einem Song des Soul-Sängers Marvin
Gaye bedient haben soll. Das berichtete am Freitag die britische
Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf Gerichtsdokumente aus New
York. Sheeran, so der Vorwurf, habe unter anderem Rhythmus und Melodie des
Gaye-Songs "Let's Get It On" aus dem Jahr 1973 für seinen Hit
"Thinking Out Loud" verwendet. Kläger ist demnach eine Firma, die einen Anteil an den Urheberrechten des Gaye-Songs hält. Ähnliche Vorwürfe gegen Sheeran brachten bereits vor zwei Jahren die Erben des 2003 gestorbenen Edward Townsend vor. Townsend hatte "Let's Get It On" gemeinsam mit Gaye geschrieben. Sheeran wies die Vorwürfe stets zurück. Laut BBC ist unklar, ob der Streit mit den Townsend-Erben beigelegt wurde.

Welterbe-Komitee entscheidet über deutsche Bewerber

Naumburger Dom und Wikinger-Stätte gehen ins Rennen

Das Welterbe-Komitee der Vereinten Nationen wird heute voraussichtlich über die Aufnahme der deutschen Nominierungen in die Welterbe-Liste der Unesco entscheiden. Anwärter sind der Naumburger Dom und die Wikingerstätten von Haithabu und Danewerk in Schleswig-Holstein. Die deutsche Unesco-Chefin Böhmer erklärte, sie sehe gute Chancen, dass beide Bewerbungen erfolgreich seien. Die Befestigungsanlage Danewerk und der Handelsplatz Haithabu gehören zu den bedeutendsten archäologischen Zeugnissen Nordeuropas.

Dokumentarfilmpreis für "Of Fathers and Sons"

Film porträtiert syrische Familie während des Bürgerkriegs

Die deutsch-syrisch-libanesische Dokumentation "Of Fathers and Sons" bekommt den Deutschen Dokumentarfilmpreis 2018. Wie der Südwestrundfunk (SWR) am Freitag anlässlich der Verleihung in Stuttgart mitteilte, bekommt Filmemacher Talal Derki, ein in Berlin lebender Syrer, ein Preisgeld in Höhe von 20 000 Euro. Für den Film mit dem deutschen Titel "Kinder des Kalifats" kehrte er in seine Heimat zurück. Derki folgt darin der Familie eines islamistischen Kämpfers während des syrischen Bürgerkriegs. "Der Film führt uns in eine fremde, essenziell verstörende Welt, ohne Schutz, aber mit großer dokumentarischer Geduld", hieß es in der Begründung der Jury. Derki habe den Zuschauern die Welt radikaler Islamisten mit ihren Widersprüchen und ihrer Tragik gezeigt. Der Preis wird seit 2017 jährlich verliehen - davor alle zwei Jahre.

Preis für Kulturelle Bildung verliehen

Drei Initiativen erhalten jeweils 20 000 Euro

Drei Initiativen sind mit dem Preis für Kulturelle Bildung ausgezeichnet worden. Die Kunstschule Offenburg überzeugte die Jury mit ihrer Tanzperformance auf einer Brücke zwischen den Städten Kehl und Straßburg. Deutsche und französische Jugendliche können problemlos die Grenze zwischen ihren Ländern über eine Brücke überqueren, während sie für junge Geflüchtete eine Barriere bildet. Weiterer Gewinner ist der Münchner Verein "Spielen in der Stadt", der 22 Jugendlichen aus neun Nationen ermöglichte, sich ein Jahr lang intensiv mit verschiedenen Aspekten der NS-Zeit auseinanderzusetzen. Zu den drei gleichberechtigten Preisträgern gehört auch das bundesweite Projekt "Jugend hackt", in dem junge Leute sich kritisch mit der digitalen Technik auseinandersetzen. Die Preisträger erhielten jeweils 20 000 Euro.

Fatih Akin geht nach Hollywood

Deutscher Erfolgsregisseur wird Stephen-King-Roman verfilmen

Der deutsche Erfolgsregisseur Fatih Akin wird seinen ersten Hollywoodfilm drehen. Wie das Fachblatt "Hollywood Reporter" berichtete, verfilmt der 44-Jährige für die Universal Studios und die Produktionsfirma Blumhouse den Horrorroman "Feuerkind" von Stephen King. Der Roman dreht sich um ein kleines Mädchen, das allein kraft seines Willens Brände auslösen kann und von Geheimagenten entführt wird. Das Buch wurde schon einmal 1984 verfilmt, mit Drew Barrymore, Heather Locklear und Martin Sheen in den Hauptrollen. Akin wurde im Januar für seinen Thriller "Aus dem Nichts" mit dem Golden Globe für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet. Der Film lehnt sich in seiner Handlung an die Mordserie des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) an. Die Golden Globes sind die zweitwichtigsten US-Filmpreise nach den Oscars.

Haubrok droht mit Auszug

Haubrok: "Wir befinden uns in Gesprächen bezüglich anderer Orte"

Axel Haubrok, einer der profiliertesten Kunstsammler Berlins, droht mit einer Aufgabe seines Kreativquartiers in der einstigen DDR-"Fahrbereitschaft". Grund ist ein Ausstellungsverbot, das der Bezirk Lichtenberg vor zwei Monaten überraschend verhängt hat. Die "Fahrbereitschaft" liege in einem Gewerbegebiet, das keine kulturelle Nutzung vorsehe, hieß es zur Begründung. Bis dahin war sein Engagement immer stillschweigend geduldet worden. Haubrok kündigte am Freitag aus Protest gegen das Verbot seine Mitgliedschaft im Kulturbeirat des Bezirks. Bei einer ihm übermittelten Vorlage des Bezirksamts handele es sich lediglich um vage Absichtserklärungen, de facto bestehe das Ausstellungsverbot weiter, kritisierte der Sammler. Die laufende Präsentation in der "Fahrbereitschaft" ende am 7. Juli, weitere Projekte seien nicht geplant. "Wir befinden uns stattdessen bereits in Gesprächen bezüglich anderer Orte, sowohl in Berlin als auch außerhalb", so Haubrok weiter. Der Unternehmer hatte vor fünf Jahren zusammen mit seiner Ehefrau das fast 20 000 Quadratmeter große, heruntergekommene Gelände im tiefsten Osten Berlins gekauft. Eigenen Angaben zufolge hat er mittlerweile vier Millionen Euro in die Entwicklung gesteckt. Inzwischen gibt es rund 70 Mieter auf dem Gelände.

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