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Kulturnachrichten

Mittwoch, 5. Oktober 2016

Deutscher Buchhandlungspreis zum 2. Mal vergeben

Insgesamt wurden 181 inhabergeführte Läden ausgezeichnet

Als Deutschlands beste Buchhandlungen sind die Friedrich-Wagner-Buchhandlung in Ueckermünde, die Buchhandlung Böttger in Bonn sowie die Nimmerland Kinderbuchhandlung in Mainz ausgezeichnet worden. Die Auszeichnungen seien eine "Anerkennung für den Mut, sich mit Individualität und innovativen Geschäftsmodellen in einem schwierigen Markt zu behaupten", hatte Kulturstaatsministerin Grütters vor der Verleihung in Heidelberg erklärt. Die Hauptpreise sind mit jeweils 25.000 Euro dotiert. Für den von der Christdemokratin iniitierte Preis hatten sich 500 kleiner Buchhandlungen mit anspruchsvollem Sortiment und kulturellem Rahmenprogramm beworben. Er wurde zum zweiten Mal vergeben.

Nach Ende der Ermittlungen spricht Böhmermann von einem traurigen Witz

Einen Tag nach der Entscheidung der Staatsanwaltschaft ergreift der Satiriker das Wort

"Wenn ein Witz eine Staatskrise auslöst, ist das nicht das Problem des Witzes, sondern des Staates." Mit diesem Satz hat sich Jan Böhmermann nach Einstellung der Ermittlungen gegen ihn an die Öffentlichkeit gewandt. Via Youtube kommentierte der 35jährige dabei auch die türkische Politik: "Im Vergleich zu dem, was kritische Journalisten, Satiriker oder Oppositionelle in der Türkei damals und auch jetzt gerade durchmachen, ist dieses ganze Theater um die Böhmermann-Affäre schon wieder ein großer trauriger Witz". Wegen seiner Ende März in seiner ZDF-Sendung "Neo Magazin Royale" vorgetragene "Schmähkritik" auf den türkischen Präsidenten Erdogan war der Grimme-Preisträger 2016 mehrfach angezeigt worden. Die Staatsanwaltschaft Mainz hatte daraufhin auch wegen des Verdachts auf Beleidigung eines ausländischen Staatsoberhaupts ermittelt, diese aber gestern eingestellt und dabei auf die freie Meinungsäußerung verwiesen.

Philosoph Charles Taylor erhält Berggruen-Preis

Der nach dem Investor Nicolas Berggruen benannte Preis ist mit einer Million Dollar dotiert

Zum ersten Mal ist der mit einer Million Dollar (etwa 893 000 Euro) dotierte Berggruen-Preis für Philosophie vergeben worden. Der kanadische Philosoph Charles Taylor erhielt die nach dem deutsch-amerikanischen Investor Nicolas Berggruen benannte Auszeichnung, wie das Berggruen-Institut mitteilte. Der 1931 geborene Taylor sei einer der führenden Philosophen weltweit und habe Geistes- und Sozialwissenschaften sowie die öffentliche Debatte mitgeprägt. Der Berggruen-Preis soll nun jedes Jahr an einen Denker vergeben werden, dessen Ideen für das Selbstverständnis und die Entwicklung der Menschheit von großer Bedeutung sind.

Originale Handschrift von Rosa Luxemburg gestohlen

Einbruch bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen

Einbrecher haben in Leipzig einen Brief der marxistischen Politikerin Rosa Luxemburg (1871-1919) gestohlen. Sie entwendeten die originale Handschrift aus einem Tresor der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen, wie die Polizeidirektion Leipzig am Mittwoch mitteilte. Der Brief stammt aus dem Jahr 1902 und ist an die sogenannte Presskommission der "Leipziger Volkszeitung" gerichtet. Luxemburg pflegte einen guten Kontakt zu dem 1894 gegründeten Blatt, das zur damaligen Zeit eine der bedeutendsten sozialdemokratischen Zeitungen war. Die Stiftung hatte den Brief 2010 aus privater Hand erworben. Gestohlen wurden außerdem eine dreistellige Summe Bargeld, ein Beamer und drei Laptops. Der Schaden wird nach ersten Schätzungen auf rund 5.000 Euro beziffert.

Der Schauspieler Hans Korte ist tot

Er starb mit 87 Jahren bereits am 25. September

Der Schauspieler Hans Korte ist tot. Der 87-Jährige sei bereits am 25. September gestorben, bestätigte in München ein Freund der Familie einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung". Der Schauspieler stand auf vielen großen Theaterbühnen und führte auch selbst Regie. Außerdem spielte er in Fernsehfilmen und Serien mit, darunter "Der große Bellheim", "Der König von St. Pauli" und "Lutz & Hardy". Mit rund 70 Jahren fing Korte an, Hörbücher prominenter Autoren einzusprechen und erntete dafür großes Kritikerlob. So befand die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" 2008, Korte habe mit der Lesung von "Erklärt Pereira" von Antonio Tabucchi "die Bildmacht des Kinos besiegt". Am vergangenen Sonntag wurde er beigesetzt, in aller Stille, wie seine Witwe Barbara Rath-Korte in einer Traueranzeige in der Zeitung bekanntgab.

Streit um "Gold der Krim" vor Gericht

In Amsterdam hat der Prozess um die Eigentumsfrage von rund 1000 Kunstschätzen begonnen

Nach mehr als zwei Jahren Streit um kostbare Kunstschätze der Krim hat nun in Amsterdam ein Prozess um die schwierige Eigentumsfrage begonnen. Vier Museen der Krim forderten vor einem Gericht in Amsterdam die Rückgabe der wertvollen Kulturschätze, die sie 2014 dem Amsterdamer Allard-Pierson-Museum geliehen hatten. Nach Ansicht der Ukraine sind die Kunstschätze jedoch Staatseigentum. Kiew befürchtet zudem, dass sie nach Russland gebracht werden. Die Museen der Krim hatten 2014 rund 1000 Objekte an das Amsterdamer Allard Pierson Museum ausgeliehen. Dazu gehörten Juwelen, eine goldene Schwertscheide und goldene Skulpturen. Noch vor Ende der Schau "Das Gold der Krim" war die Halbinsel von Russland jedoch annektiert worden. Das Allard-Pierson-Museum hatte damals entschieden, die Leihgaben erst dann zurückzugeben, wenn die Eigentumsfrage geklärt sei. Seither lagern sie in einem Depot in Amsterdam. Wann das Gericht entscheiden wird, ist noch nicht bekannt.

Michael Jacksons Songschreiber Rod Temperton gestorben

Der "Thriller"-Komponist starb vergangene Woche im Alter von 66 Jahren

Rod Temperton, der für Popstar Michael Jackson Hits wie "Thriller", "Off The Wall" und "Rock With You" schrieb, ist tot. Er sei vergangene Woche im Alter von 66 Jahren in London nach einem kurzen und harten Kampf gegen eine Krebserkrankung gestorben, teilte der Musikkonzern Warner/Chappell mit. Die Beerdigung habe im privaten Kreis stattgefunden. Der in Cleethorpes an der britischen Nordseeküste geborene Temperton arbeitete in den 1970er und 80er Jahren mit Patti Austin, Herbie Hancock sowie Rufus und Chaka Khan zusammen. Die Kooperation mit Jacksons Produzent Quincy Jones führte dazu, dass Temperton dem späteren "King of Pop" mit den Bestseller-Alben "The Wall" und "Thriller" zum Durchbruch verhalf. Wegen seiner großen Zurückhaltung wurde er auch "Invisible Man" genannt.

Wuppertaler Schauspielintendantin geht vorzeitig

Susanne Abbrederis verlässt das Schauspiel Wuppertal Ende Juli 2017

Neuer Wirbel an den krisengeplagten Wuppertaler Bühnen: Schauspielintendantin Susanne Abbrederis verlässt ihren Posten vorzeitig. Abbrederis werde zwei Jahre früher als vorgesehen aus ihrem Vertrag aussteigen und das Theater zum 31. Juli 2017 verlassen, teilte das Schauspiel Wuppertal mit. Im Hinblick auf die Empfehlungen eines Gutachtens zur finanziellen Stabilisierung der Wuppertaler Bühnen erscheine eine Neubesetzung der Schauspielleitung "erforderlich", hieß es in einer Pressemitteilung. Abbrederis werde die begonnene Spielzeit 2016/17 wie geplant umsetzen. Die Wienerin hatte die Leitung des in der Krise geschrumpften Theaterensembles 2014 übernommen. Weil das sanierungsbedürftige Schauspielhaus seit drei Jahren dicht ist, war eine Lagerhalle zu einer Ersatzbühne mit 150 Sitzplätzen umgebaut worden.

Martin Roth: Kultureinrichtungen sind nicht unpolitisch

Der Museumsdirektor fordert von der Kultur, der Politik nicht bloß zuzuschauen

Der Londoner Museumsdirektor Martin Roth ruft angesichts geistiger Brandstifter und eines wachsenden europäischen Nationalismus zum deutlichen Widerspruch von Kunst- und Kultureinrichtungen auf. "Nationalmuseen, Nationaltheater, Opernhäuser sind nicht unpolitisch. Wer dies glaubt, überlässt die Häuser ungeschützt dem politischen Einfluss", schreibt Roth in einem Beitrag für die Wochenzeitung "Die Zeit". Konkret übte Roth Kritik an Kulturstaatsministerin Monika Grütters und fragte, warum sie sich nicht lautstark zu Wort meldete. Der 61-jährige Roth ist derzeit noch deutscher Direktor des renommierten Victoria & Albert Museums in London, hat aber seinen Rückzug aus der britischen Metropole bekanntgegeben und dies unter anderem mit dem Brexit begründet.

International Actors Award Cologne an Peter Simonischek

Jury ehrt seine "bestechenden schauspielerischen Fähigkeiten"

Der österreichische Schauspieler Peter Simonischek erhält den mit 10.000 Euro dotierten International Actors Award Cologne. Er werde für seine "bestechenden schauspielerischen Fähigkeiten", zuletzt in "Toni Erdmann", geehrt, teilte das Film Festival Cologne mit. Zu den diesjährigen Preisträgern der neu konzipierten International Film Awards NRW gehören auch der Kameramann Christopher Doyle und der belgische Dokumentarfilmer Pieter-Jan de Pue.

Chemie-Nobelpreis 2016 geht an drei Molekularforscher

Sauvage, Stoddart und Feringa haben Moleküle entwickelt, die sich kontrollieren lassen

Der Nobelpreis für Chemie geht in diesem Jahr an den Franzosen Jean-Pierre Sauvage, den gebürtigen Briten James Fraser Stoddart und den Niederländer Bernard Feringa für die Entwicklung von molekularen Maschinen. Das teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm mit. "Die diesjährigen Preisträger haben extrem kleine Maschinen gebaut und sind in eine neue Dimension der Chemie vorgedrungen", hieß es von den Juroren. "Sie haben Moleküle entwickelt, deren Bewegungen man kontrollieren kann und die eine Aufgabe erfüllen, wenn sie die dafür nötige Energie bekommen." Die höchste Auszeichnung für Chemiker ist mit umgerechnet rund 830 000 Euro (8 Millionen Schwedischen Kronen) dotiert.

Loreley-Statue zieht um

Bei der Umgestaltung des Felsplateaus erhält die Steinstatue einen neuen Platz

Die Loreley ist auf der Loreley umgezogen: Bei der Umgestaltung des gleichnamigen Felsplateaus hat ein Bagger die Statue der Sagengestalt um einige hundert Meter versetzt. Seit Ende der siebziger Jahre hatte sie hoch über dem Rhein etwas abgelegen neben dem Berghotel gestanden, das bald zugunsten eines neuen Landschaftsparks abgerissen werden soll. "Jetzt hat die Loreley einen schöneren Platz mit Blick auf die Burgen Katz und Maus", sagte der Chef von Freilichtbühne und Biergarten, Ulrich Lautenschläger, der Deutschen Presse-Agentur. Er habe die mehr als drei Tonnen schwere Steinstatue eines italienischen Künstlers von den ehemaligen Hotelbesitzern geschenkt bekommen. Neben der Steinstatue auf dem Plateau gibt es noch eine zweite Loreley-Bronzestatue einer russischen Künstlerin unten am Rhein auf der nahen Hafenmole. Der naturnahe Loreley-Landschaftspark im Welterbe Oberes Mittelrheintal soll 2018 eröffnet werden.

Neue Berliner Gedenktafel für David Bowie

Die originale Gedenktafel wurde kurz nach ihrer Einweihung zerstört

Berlin hat eine neue Gedenktafel für den britischen Musiker David Bowie (1947-2016). Sie wurde erneut an seinem früheren Wohnhaus in der Hauptstraße 155 in Berlin-Schöneberg angebracht, wie die Berliner Senatskanzlei mitteilte. Ein Ersatz war notwendig geworden, weil die ursprüngliche Gedenktafel Mitte September unter bislang ungeklärten Umständen herabgefallen und zersplittert war. Die originale Gedenktafel für den im Januar gestorbenen Pop-Star war erst Ende August enthüllt worden.

DKultur-Produktion ist Hörspiel des Monats September

Deutsche Akademie der Darstellenden Künste ehrt "Krieger im Gelee" von Claudius Lünstedt

Die Deutschlandradio-Produktion "Krieger im Gelee" von Claudius Lünstedt ist das Hörspiel des Monats September 2016. Das gab die Jury der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste bekannt. Die Erzählweise des Kammerspiels sei raffiniert, hieß es in der Begründung der Jury. In drei voneinander unabhängigen Monologen wird in "Krieger im Gelee" dasselbe Ereignis auf einer Brücke beleuchtet: von dem vierzehnjährigen Opfer, dem Täter und einer unbeteiligten Beobachterin. Diese Strenge der Erzählform, die sich ganz auf drei Stimmen verlasse, komme in keinem Medium so zu Geltung wie im audiophonen. Claudius Lünstedt, geboren 1973 in München, lebt als Dramatiker und Autor in Berlin. "Krieger im Gelee" wurde 2008 am Schauspielhaus Wien uraufgeführt.

"99 Luftballons": Nena auf erster US-Tournee

1983 war der Titel auf Platz zwei der US-Charts

Mehr als 30 Jahre nach dem Erfolg von "99 Luftballons" auch in Amerika hat die Sängerin Nena ihre Fans erstmals mit Konzerten in den USA begeistert. "Danke euch so sehr, dass ich die Chance bekommen habe, in dieser wunderbaren Stadt zu spielen", sagte Nena nach einem rund 90-minütigen Auftritt in New York. "Amerika bedeutet den Deutschen viel, besonders wenn man Musik macht." Zuvor war die Sängerin während ihrer Mini-Tournee bereits in San Francisco und Los Angeles aufgetreten, allerdings waren alle drei Konzerte nicht ausverkauft. Es waren Nenas erste US-Auftritte - und das, obwohl es "99 Luftballons" 1983 auf Platz zwei der US-Charts geschafft hatte und bis heute zu den bekanntesten deutschsprachigen Songs in den USA gehört.

Deutsch-österreichische Historikerin Hamann gestorben

Bekannt wurde sie als Hitler- und Habsburger-Biografin

Die durch ihre Hitler- und Habsburger-Biografien bekannte Historikerin Brigitte Hamann ist tot. Das bestätigte ihre Familie der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Die in Essen geborene Forscherin starb im Alter von 76 Jahren. Zuvor hatte die österreichische Tageszeitung "Der Standard" darüber berichtet. Hamann kam in den 1960er Jahren nach Wien und nahm die österreichische Staatsbürgerschaft an. Die freie Historikerin und Autorin schuf populäre Standardwerke über Adolf Hitlers frühe Jahre in Wien, über den Habsburger Kronprinz Rudolf sowie dessen Mutter Kaiserin Elisabeth. Im Jahr 2002 veröffentlichte Hamann ihre Biografie der Bayreuther Festspielchefin und Hitler-Freundin Winifred Wagner und zeichnete darin ein kritisches Bild der in ihrer Haltung zum Nationalsozialismus widersprüchlichen Schwiegertochter des Komponisten Richard Wagner.

Kreuzworträtsel-Kunstwerk: Verfahren eingestellt

Geringe Schuld und kein bleibender Schaden

Nach dem Ausfüllen eines Kreuzworträtsel-Kunstwerks in einem Nürnberger Museum hat die Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen eine Rentnerin eingestellt. Der Fall sei "mit der gebotenen Gründlichkeit" geprüft und wegen geringer Schuld zu den Akten gelegt worden, sagte eine Behördensprecherin. Es wurde kein großer und vor allem kein bleibender Schaden verursacht. Außerdem habe das Museum nicht auf einer Ahndung bestanden, und die Seniorin sei bisher auch nicht strafrechtlich aufgefallen. Mitte Juli war die 90-Jährige bundesweit in die Schlagzeilen geraten: Sie hatte im Neuen Museum mit einem Kugelschreiber Buchstaben in ein Kreuzworträtsel eingefügt, das Teil eines Bildes des Fluxus-Künstlers Arthur Köpcke ist. Die Rentnerin hatte die Aufforderung "Insert words" ("Setze Wörter ein") am oberen Bildrand wörtlich genommen. Inzwischen hat das Museum die Schrift mit Lösungsmitteln rückstandsfrei entfernen können.

Ermittlungen gegen Jan Böhmermann eingestellt

Mainz ermittelt nicht mehr wegen Schmähgedichts

Die Staatsanwaltschaft in Mainz hat ihre Ermittlungen gegen den ZDF-Moderator Jan Böhmermann wegen Beleidigung des türkischen Staatschefs Recep Tayyip Erdogan eingestellt. Wie die Behörde mitteilte, "waren strafbare Handlungen nicht mit der erforderlichen Sicherheit nachzuweisen". Böhmermann hatte Erdogan Ende März in einem in seiner Fernsehsendung verlesenen Schmähgedicht angegriffen, woraufhin Erdogan Anzeige wegen Beleidigung eines ausländischen Staatsoberhaupts erstattete.

Türkische Polizei legt regierungskritischen Sender still

Bereits im Februar wurde IMC TV aus dem Angebot von Türksat entfernt

Nach der Schließung von mehreren pro-kurdischen Radio- und Fernsehsendern in den vergangenen Tagen hat die türkische Polizei den regierungskritischen Kanal IMC TV stillgelegt. Polizisten seien in die Istanbuler Redaktion des Senders eingedrungen und hätten die Austrahlung gestoppt, sagte IMC-Nachrichtenredakteur Hamza Aktan der Deutschen Presse-Agentur. "Wenn der Putsch am 15. Juli erfolgreich gewesen wäre, hätte die Junta unseren Sender geschlossen. Jetzt macht das die zivile Regierung. Damit werden Millionen Zuschauer ihres Informationsrechtes beraubt." Türkische Behörden hatten am Donnerstag vergangener Woche die Schließung von 23 Radio-und Fernsehsendern angeordnet. Der Satelliten- und Kabelanbieter Türksat stoppte am selben Tag die Ausstrahlung mehrerer Kanäle, darunter auch des kurdischsprachigen Kindersenders Zarok TV. Mindestens sieben Sender wurden seit der Ankündigung am Donnerstag ganz geschlossen. Die Maßnahme basiert auf einem nach dem Putschversuch erlassenen Notstandsdekret.

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