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Kulturnachrichten

Donnerstag, 4. Dezember 2014

Deutsche-Welle-Chef verlässt "Reporter ohne Grenzen"

Wegen eines Streits um den China-Kurs der Deutschen Welle hat sich Intendant Peter Limbourg aus dem Kuratorium von "Reporter ohne Grenzen" zurückgezogen

Angesichts der Kritik der Organisation an der China-Politik des Auslandssenders könne die Zusammenarbeit in der bisherigen Weise nicht fortgesetzt werden, begründete Limbourg seinen Schritt. "Reporter ohne Grenzen"-Geschäftsführer Christian Mihr sagte heute, der Intendant sei einer zweifachen Aufforderung der Organisation nachgekommen. Erstmals bat die Organisation nach eigenen Angaben Limbourg Mitte November schriftlich um seinen Rückzug. Mit Schreiben vom 26. November forderte Mihr Limbourg erneut auf, aus dem Kuratorium auszuscheiden, und erklärte: "Andernfalls müssten wir die Berufung in das Gremium beenden." Der Intendant erklärte noch am gleichen Tag seinen sofortigen Rückzug. "Reporter ohne Grenzen" hat die strategische Ausrichtung der Deutschen Welle gegenüber China in den vergangenen Monaten mehrfach scharf kritisiert. Anlass war vor allem die Kooperation des Senders mit dem chinesischen Staatsfernsehen CCTV, die nach Ansicht von "Reporter ohne Grenzen" dem Programmauftrag der Deutschen Welle widerspricht. CCTV sei ein wichtiger Teil des staatlichen Repressionsapparats gegen chinesische Journalisten, sagte Mihr. Die Deutsche Welle hatte die Zusammenarbeit mit dem Staatsfernsehen in den Bereichen Musik und Wirtschaft im September bekanntgegeben. Limbourg begründete diese damit, dass der Sender einen Dialog mit China beginnen wolle. In seinem Schreiben an "Reporter ohne Grenzen" vom 26. November bekräftigte der Intendant, die Kooperation werde "an der Ausrichtung der Deutschen Welle als Stimme der Freiheit nichts ändern". Nach wie vor würden dort regelmäßig kritische Beiträge über die Verhältnisse in China veröffentlicht.

Suhrkamps Reaktion auf Karlsruher Votum

Der Suhrkamp Verlag hat gelassen auf die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Streit mit dem Miteigentümer Hans Barlach reagiert

Die Anordnung aus Karlsruhe, den Verlag vorläufig nicht in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln, sei nicht als Hinweis auf die endgültige Entscheidung zu verstehen, erklärte eine Suhrkamp-Sprecherin heute. Die Anordnung diene allein dazu, dem Verlag die Möglichkeit zu einer Stellungnahme zu Barlachs Verfassungsbeschwerde zu geben. Das Bundesverfassungsgericht hatte dem Amtsgericht Charlottenburg vorläufig untersagt, das Insolvenzverfahren des Suhrkamp Verlags aufzuheben und die neue Rechtsform in das Handelsregister einzutragen. Barlach wehrt sich gegen die geplante Umwandlung, weil dadurch sein Einfluss auf den Verlag deutlich beschnitten wird.

Spielfilm als Theater bei Ruhrtriennale

Der neue Ruhrtriennale-Intendant Johan Simons bringt zum Auftakt des Kunst-Festivals 2015 den Pasolini-Spielfilm "Accattone" auf die Bühne

Mit Musik von Johann Sebastian Bach wird aus dem italienischen Sozialdrama aus dem Jahr 1961 in der Musiktheater-Adaption eine Weltpremiere, wie die Ruhrtriennale heute mitteilte. Der renommierte Bachinterpret Philippe Herreweghe dirigiert dazu sein Chor-Ensemble Collegium Vocale Gent. Als Abschlussproduktion wird Simons Wagners "Rheingold" in der Bochumer Jahrhunderthalle zur Aufführung bringen. In der Vorankündigung der Ruhrtriennale versprechen die Macher, der radikale Wagner-Stoff werde mit neuen musikalischen Ansätzen konfrontiert. Die Ruhrtriennale beginnt am 14. August 2015. Bis Ende September wird das Ruhrgebiet mit seinen ehemaligen Zechen und Industriehallen Schauplatz für ungewöhnliche Bühnenproduktionen und avantgardistisches Musiktheater

Turner-Gemälde zum Höchstpreis verkauft

Ein Meisterwerk des britischen Malers William Turner ist für fast 39 Millionen Euro versteigert worden

Ein anonymer Bieter zahlte in London gestern Abend für das Bild "Rom, vom Monte Aventino gesehen" den höchsten Preis, für den je ein Turner-Gemälde unter den Hammer kam. Das teilte das Auktionshaus Sotheby's mit. William Turner zählt zu den größten englischen Malern und gilt als einer der führenden Vertreter der Romantik. Als Maler des Lichts und der Geschwindigkeit ging er in die Geschichte ein.

Freier Eintritt für Flüchtlinge

Das Theater an der Ruhr in Mülheim bietet Flüchtlingen freien Eintritt zu den Vorstellungen

Bereits am 29. November seien etwa 90 Bewohner aus Unterkünften in Mülheim, Oberhausen und Bochum im Stück "Clowns 2 1/2" zu Gast gewesen, teilte das Theater mit. Gäste müssten sich vorher anmelden und könnten keine Premieren besuchen. Das Haus ermöglicht seit vielen Jahren bereits Hartz-IV-Beziehern den kostenlosen Besuch von Vorstellungen. "Es ist ein Akt der Solidarität und Gastfreundschaft" sagte Roberto Ciulli. Der 80-Jährige ist einer der vier künstlerischen Leiter des Theaters. Die nächste Vorstellung, die Flüchtlinge besuchen könnten, sei das "Wintermärchen2 von William Shakespeare am 12. Dezember.

Neuer Intendant in Dessau: Johannes Weigand

Der ehemalige Wuppertaler Opernintendant Johannes Weigand soll künftig das Anhaltische Theater Dessau leiten

Diese Empfehlung hätten der Haupt- und Personalausschuss und der Betriebsausschuss des Theaters gegeben, teilte die Stadt Dessau-Roßlau heute mit. Abschließend soll der Stadtrat am 17. Dezember entscheiden. In diesem Jahr war der Vertrag des 1966 geborenen Weigand an den Wuppertaler Bühnen ausgelaufen. In Dessau würde er auf den bisherigen Generalintendanten André Bücker folgen, dessen Vertrag nicht verlängert wurde. Bücker hatte massiv gegen die radikalen Einsparungen protestiert.Weigand kennt den Spardruck bereits aus Wuppertal. Dort wurde das Ensemble deutlich verkleinert, die Zahl der Vorstellungen in Schauspiel und Oper wurde zurückgefahren. Das Schauspiel ist in einer kleineren Spielstätte als bislang untergebracht. Das sanierungsbedürftige große Schauspielhaus wurde geschlossen.

Humboldts Amerika-Tagebücher werden ausgestellt

Die Aufzeichnungen Humboldts von seiner Forschungsreise von 1799 bis 1804 gelten nach den Reisen von Kolumbus als "zweite Entdeckung Amerikas"

Ein Jahr nach dem Erwerb der Amerika-Tagebücher stellt die Berliner Staatsbibliothek das Schlüsselwerk des Forschers Alexander von Humboldt nun erstmals für das große Publikum aus. Auszüge der Tagebücher werden im Original bis Samstag in der Staatsbibliothek an der Potsdamer Straße gezeigt. Gleichzeitig wird der erste Teil der Tagebücher ab sofort im Internet freigeschaltet. Auf der Reise hielt Humboldt auf mehr als 4000 Seiten seine Beobachtungen und Messungen über Pflanzen, Tiere und Geografie der "neuen Welt" fest. Ein Team um den Literaturwissenschaftler Otmar Ette von der Universität Potsdam wertet zur Zeit die Tagebücher aus. Dazu gehören auch jene Teile, die im Zweiten Weltkrieg ausgelagert wurden und bis heute die Jagiellonen-Bibliothek in Krakau aufbewahrt werden.

Christoph Waltz im nächsten James-Bond

Oscar-Preisträger Christoph Waltz wird die Rolle des Bösewichtes in dem neuen James-Bond-Film übernehmen

Der Bösewicht heißt "Oberhauser" und der Film "Spectre". Das gab Regisseur Sam Mendes heute mittag in London bekannt. Der 58-jährige Waltz wird im 24. Spektakel der Agenten-Reihe damit der Gegenspieler von "007", gespielt von Daniel Craig. Das nächste «Bond-Girl» wird die französische Schauspielerin Léa Seydoux sein. Die 29-Jährige hat unter anderem in "Grand Budapest Hotel" mitgespielt. Die Dreharbeiten beginnen schon am kommenden Montag. Gedreht wird unter anderem in Sölden in Österreich. Andere Drehorte sollen London, Rom, Tanger in Marokko und Mexiko City sein.Der neue Bond-Film "Spectre" soll im Oktober 2015 in die Kinos kommen.

Willikens-Deckengemälde zum Jubiläum in Leipzig

Im Museum der bildenden Künste Leipzig überspannt seit heute das bisher größte Werk des Malers Ben Willikens ein Eingangsfoyer

Das 462 Quadratmeter messende Deckengemälde in rund 17 Metern Höhe wurde von einem schwäbischen Unternehmen zum zehnjährigen Jubiläum des Ausstellungsneubaus gestiftet. Das "Leipziger Firmament" besteht aus 38 mit Acrylfarbe bemalten Aluminiumplatten, ist knapp 32 Meter lang und 15 Meter breit. Der in Leipzig geborene Künstler sieht es als "eine visuelle Enzyklopädie" seines Gesamtwerkes. Willikens erlebte als Kind 1943 die Bombardierung der Stadt, 1947 ging die Familie in den Westen. Die Erinnerung sei eine "schwere Hypothek" bei der Entstehung der Collage gewesen. Das Spätwerk des 75-Jährigen, das auch Zitate aus früheren Werken enthält, lockte schon vor der offiziellen Übergabe mehr Besucher an. Damit das Bild in Ruhe betrachtet werden kann, wurden Liegen angeschafft. Der Eintritt ist frei.

Art Basel in Miami

Sonne, Strand und Kunstgeschäft

Zum 13. Mal verwandelt die Kunstmesse Art Basel die US-Stadt Miami in ein großes Museum. Von heute an bis zum 7. Dezember stellen im Kongresszentrum von Miami Beach 267 Galerien aus 31 Ländern aus. Auch in mehreren Parks und am Strand zeigen die Künstler aus Europa, Afrika, Asien, Nord- und Südamerika ihre Werke. Es werde einen "umfassenden Überblick" über die internationale Kunst geben, sagte Messedirektor Marc Spiegler.Die Veranstalter erwarten etwa 70 000 Besucher. Seit 2002 macht die Kunstmesse, die auf moderne und zeitgenössische Kunst spezialisiert ist, in Miami Beach Station. Seit dem vergangenen Jahr gibt es die Art Basel auch in Hongkong. Sie war 1970 im schweizerischen Basel ins Leben gerufen worden.

Panorama-Künstler Asisi lässt über Rom blicken

Der Panorama-Künstler Yadegar Asisi zeigt in Pforzheim bei Stuttgart sein monumentalstes Werk

Es ist ein 360-Grad-Rundblick über Rom. Von diesem Samstag an ist es im historischen Gasometer zu sehen. Mit mehr als 3500 Quadratmetern Bildfläche ist es nach Angaben von Koordinator Wolfgang M. Trautz das derzeit größte Werk des Panorama-Künstlers, der schon mit spektakulären Projekten in Berlin oder Leipzig Aufsehen erregte. Damit ist es doppelt so groß wie das berühmte Bauernkriegspanorama von Werner Tübke. In Pforzheim können die Besucher unter dem Titel "Rom 312" bis Mitte September nächsten Jahres die römische Metropole zu Zeiten Kaiser Konstantins im Jahr 312 nach Christus erleben

"Unter Druck" - Sonderausstellung in Leipzig

Das oft spannungsreiche Verhältnis von Politik und Medien ist Thema einer neuen Sonderausstellung im Zeitgeschichtlichen Forum in Leipzig

Rund 900 Exponate aus der Zeit seit 1945 haben die Kuratoren für die Schau mit dem Titel "Unter Druck" zusammengetragen, wie der Präsident der Stiftung Haus der Geschichte, Hans Walter Hütter, heute bekanntgab. Darunter ist auch die berühmte "Rubikon"-Nachricht des ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff auf der Mailbox des "Bild"-Chefredakteurs Kai Diekmann. Die gesamte Ausstellung widmet sich zunächst chronologisch, später mit thematischen Schwerpunkten dem Wechselspiel zwischen politischen Interessen, Pressefreiheit und der Macht der Medien. Ein eigener Raum ist der Presse in der DDR vorbehalten, die sich aufgrund von Zensur erst nach 1989 zu einer sogenannten vierten Gewalt im Staat entwickeln konnte. Die Ausstellung läuft bis zum 9. August 2015.

Transatlantisches Freihandelsabkommen TTIP: Folgen für Kultur und Medien nicht abschätzbar

Die Grünen kritisieren Intransparenz

Die Kritik an dem geplanten transatlantischen Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU reißt nicht ab. Die Grünen rechnen mit enormen Folgen für Kultur und Medien. Die größte Sorge sei, dass diese Bereiche reinen Handelsinteressen zum Opfer fallen, sagte die Sprecherin für Medienpolitik bei den Grünen, Tabea Rößner, bei einer Podiumsdiskussion gestern Abend in Berlin. Dazu könnten etwa das Ende der Buchpreisbindung zählen, Einschränkungen in der Filmförderung oder Auswirkungen auf das subventionierte System der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Rößner kritisierte in diesem Zusammenhang vor allem die Intransparenz über den bisherigen Stand der Verhandlungen zum "Transatlantic Trade and Investment Partnership" (TTIP). Ähnlich äußerte sich die Schriftstellerin Daniela Dahn. Sie geht nicht davon aus, dass der Bereich der Kultur von den Verhandlungen ausgenommen werden kann. Sie begrüßte jedoch, dass eine breite gesellschaftliche Debatte über die TTIP-Verhandlungen losgetreten wurde. Optimistischer zeigte sich die Juristin beim WDR, Eva Majuntke. Die EU-Kommission habe bereits zugesagt, dass einzelne Dokumente zu den Verhandlungen veröffentlicht werden sollen. Sie sprach sich für eine Art Generalklausel für den Kultur- und Medienbereich aus. Darüber könnte das Recht der EU geschützt werden, auch in Zukunft kulturelle Vielfalt zu erhalten. Für Claudius Seidl, Leiter des Feuilletons der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", werden dagegen die Ängste über TTIP bewusst geschürt. "Die Amerikaner wollen uns unsere Opern und unsere Orchester nicht wegnehmen", sagte Seidl. Es sei eine Mischung aus Ressentiments und Halbwissen, die hier zum Vorschein komme. Das geplante Handelsabkommen zwischen der EU und den USA soll die größte Freihandelszone der Welt begründen. Der EU könnte das Abkommen 120 Milliarden Euro im Jahr zusätzlich einbringen, schätzt die EU-Kommission. Die EU-Staaten hatten sich bereits darauf geeinigt, die audiovisuellen Medien - dazu zählt die Film- und Fernsehbranche - aus bestimmten Kapiteln der Verhandlungen auszuklammern. Unklar ist etwa, ob Subventionen für Theater oder Museen erhalten bleiben.

Zeeb zu Kürzungen für Filmförderung

Die Kürzung des Deutschen Filmförderfonds für den Bundeshaushalt 2015 ist aus Sicht Brandenburgs ein falscher Schritt

Er habe sich als Förderinstrument bewährt, sagte der Chef der Brandenburger Staatskanzlei, Rudolf Zeeb, zum zehnjährigen Bestehen des Medienboard Berlin-Brandenburg. Berlin und Brandenburg sollten auch künftig als Standort für digitale Medien national und möglichst europaweit führend sein. Seit Gründung des Medienboard wurden über 2000 Projekte mit rund 240 Millionen Euro gefördert.

Kabarettpreis für Jo Strauss

Der Wahlberliner Jo Strauss ist in die Fußstapfen von Hape Kerkeling, Urban Priol und Luise Kinseher getreten

Der aus Wien stammende Musikkabarettist gewann gestern abend in Passau den mit 1000 Euro dotierten Hauptpreis des Kabarettwettbewerbs Scharfrichterbeil. Der 32-Jährige überzeugte die Jury aus Mitarbeitern des Scharfrichterhauses und Medienvertretern sowie das Publikum mit einem Ausschnitt aus seinem Programm "Der ganze Dreck!". Das mittlere Beil erhielt der deutsch-amerikanische Comedian Vincent Pfäfflin. Der in Berlin lebende 33-Jährige zeichnete sich als Langsamsprecher durch besonderes Timing aus. Das kleine Beil bekam Andreas "Spider" Krenzke. Der 43-Jährige überzeugte die Jury mit lesebühnenerprobten Kurzgeschichten, vorgetragen in einer Mischung aus Berliner Schnauze und pfiffigem Charme. Der Preis und das Theater haben ihre Namen vom alten Scharfrichterhaus, das von 1200 bis 1400 als Stadtgefängnis diente. Der Legende nach hat dort auch der Henker residiert.

Der Rockmusiker Ian McLagan ist tot

Der Keyboarder spielte mit den Rolling Stones und anderen Rockbands

Der britische Musiker Ian McLagan, Keyboarder der Small Faces und der Faces, ist im Alter von 69 Jahren verstorben. Das wurde auf der offiziellen Website des Musikers bekanntgegeben. McLagan starb demnach in Austin (US-Bundesstaat Texas) im Kreise seiner Familie an den Folgen eines Schlaganfalls, den er am Vortag erlitten hatte. "Seine Persönlichkeit und sein Gesangstalent beeinflussten die Musik über Ozeane und Generationen hinweg", wurde sein Manager Ken Kushnick zitiert. McLagan hatte in den 60er und 70er Jahren mit Rod Stewart und Ron Wood bei den Faces gespielt. Später konzentrierte sich McLagan fortan auf seine Arbeit als Studio- und Begleitmusiker, u. a. für Jackson Browne, Joe Cocker, Bob Dylan, Melissa Etheridge, Bonnie Raitt, die Rolling Stones und Bruce Springsteen. Ab 1997 war er Mitglied von Billy Braggs Begleitband The Blokes. 2012 war er in die Ruhmeshalle des Rock'n'Roll aufgenommen worden.

Kostensteigerung bei Berliner Staatsoper: Konsequenzen gefordert

Künftiger Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel verlangt neue Regelungen vor Baubeginn

Berlins künftiger Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (SPD) will aus den Kosten- und Zeitüberschreitungen bei der Sanierung der Berliner Staatsoper Unter den Linden Konsequenzen ziehen. Künftig sollen Bauarbeiten erst dann beginnen, sagte er heute im RBB, wenn alle wichtigen Planungen abgeschlossen seien. Laut Geisel sagten Fachleute heute etwa, sie hätten vorher gewusst, dass die Bausubstanz bei der Staatsoper schwierig sei. Der Umbau des historischen Gebäudes verteuert sich um weitere 93 Millionen Euro auf knapp 400 Millionen. Das Ensemble von Generalmusikdirektor Daniel Barenboim und Intendant Jürgen Flimm kann dort voraussichtlich erst im Herbst 2017 wieder spielen. Ursprünglich war die Wiedereröffnung der Oper bereits für das Jahr 2013 geplant.

Radio Vatikan mit neuer Website

Die deutschsprachige Abteilung von Radio Vatikan gestaltet ihren Internetauftritt neu

Ab morgen hätten die Websites ein «"öllig neues Aussehen", teilte der Sender heute mit. Man hoffe, so die "Dienstleistung als Sender des Papstes und der Weltkirche" weiter zu verbessern. Der Auftritt solle "dynamischer und übersichtlicher" werden, sagte der Leiter der Abteilung, Bernd Hagenkord. Fotos nähmen künftig mehr Raum ein. Auch die Verlinkung der Texte soll nach Angaben des Jesuiten verbessert werden. Der letzte Relaunch liegt drei Jahre zurück.

Dramaturg Vicente Leñero gestorben

Bedeutender Mexikanischer Intellektueller wurde 81 Jahre alt

Der mexikanische Schriftsteller, Dramaturg, Journalist, Fernseh- und Kinodrehbuchautor Vicente Leñero ist tot. Er sei in seinem Haus in Mexiko-Stadt gestorben, teilte der Nationalrat für Kultur und Künste mit.
Leñero schrieb unter anderem das Drehbuch für den Film "Die Versuchung des Padre Amaro" mit Gael García Bernal in der Hauptrolle. Nach einem Ingenieursstudium wandte er sich der literarischen Arbeit und dem Theater zu und nahm ein Literaturstudium auf. Bereits 1963 wurde sein Theaterstück "Los albañiles" (Übersetzung von U. Kunzmann: „Sie haben Don Jesus umgebracht) mit dem Premio Biblioteca Breve ausgezeichnet. Neben zahlreichen weiteren Auszeichnungen erhielt Vicente Leñero 1995, 2000 und 2001 den Premio Ariel, den bedeutensten mexikanischen Filmpreis, jeweils für El callejón de los milagros, La ley de Herodes und El crimen del padre Amaro. 2001 wurde er mit dem „Xavier-Villaurrutia-Preis und ein Jahr darauf mit dem Nationalpreis für Wissenschaften und Künste in der Kategorie Literatur und Sprache ausgezeichnet.

Riesiges antikes Wasserbecken in Rom entdeckt

Der Wasserspeicher ist rund 2000 Jahre alt

Beim Bau einer neuen U-Bahn-Linie in Rom ist ein riesiges Wasserbecken aus der Zeit des Römischen Reichs entdeckt worden. Nach Angaben der Archäologin Rossella Rea ist es das größte Wasserreservoir für die Landwirtschaft, das so nah am Zentrum von Rom entdeckt wurde, berichtet die Nachrichtenagentur Ansa. Das Becken aus dem ersten Jahrhundert nach Christus konnte demnach mit einer Größe von 35 mal 70 Metern vier Millionen Liter Wasser fassen. Die Stätte wurde im Viertel San Giovanni entdeckt. Dort wird zurzeit ein Teil von Roms dritter U-Bahn-Linie C gebaut.

Grimme Institut befasst sich mit Digitalisierung

Das Grimme-Institut und die Universität Köln haben ein neues Forschungskolleg gegründet

Das "Grimme-Forschungskolleg - Medien und Gesellschaft im digitalen Zeitalter" mit Sitz in Köln soll sich mit Fragen digitaler Kommunikationskulturen und der Rolle der Medien in gesellschaftlichen Wandlungsprozessen befassen. Das teilte das Grimme-Institut mit. Das Kolleg solle "sich interdisziplinär, unabhängig sowie praxisorientiert mit den komplexen Fragen der Digitalisierung der Gesellschaft und ihrer Medien" auseinandersetzen, so die Direktorin des Grimme-Instituts, Frauke Gerlach. Die Geschäftsführung der gemeinnützigen Gesellschaft wird nach den Angaben vom Grimme-Institut bestellt, der wissenschaftliche Direktor von der Universität Köln. Ein Kuratorium werde die Arbeit der Einrichtung beratend unterstützen.Das Grimme-Institut befasst sich seit über 40 Jahren mit Medienkultur und -bildung. Dazu zählen Beobachtung, Analyse und Bewertung von Medienangeboten. Bekannt sind die beiden Wettbewerbe: der Grimme-Preis für vorbildliches Fernsehen und der Grimme Online Award für hervorragende Angebote im Netz.

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