Seit 15:30 Uhr Tonart

Montag, 20.08.2018
 
Seit 15:30 Uhr Tonart

Feature / Archiv | Beitrag vom 19.05.2018

Deutsche Investitionen in SambiaDas ist Entwicklungshilfe, die Hunger macht

Von Caroline Nokel

Beitrag hören Podcast abonnieren
Die Baumschule der Palmölplantage "Zampalm" des Agrarkonzerns "Zambeef" im Osten Sambias (Dieter Stürmer)
Die Baumschule der Palmölplantage "Zampalm" des Agrarkonzerns "Zambeef" im Osten Sambias (Dieter Stürmer)

Welche Interessen gibt es, wenn Deutschland 13 Millionen Euro in einen sambischen Agrarkonzern steckt? Und wer profitiert von dem Geld wirklich? Investigative Recherche über Investitionen in Afrika.

"Die extreme Armut und der Hunger in der Welt könnten besser bekämpft werden, wenn die Wirtschaft das Problem in die Hand nimmt", sagt die deutsche Bundesregierung. In Sambia finanziert die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft einen Agribusiness-Konzern mit 13 Millionen Euro, um durch unternehmerische Entwicklung Armut zu mindern. Die Menschenrechtsorganisation FIAN hält dies für eine Farce, und Hilfsorganisationen befürchten, dass Privatinvestitionen in die Landwirtschaft armer Länder negative Folgen für die Ernährungssicherheit haben.

Die drei Dorfältesten (Patrick Luo, Michael Masange und Emmanuel Sherry) im Kanchibiya Distrikt berichten: "Fünfzig Familien mussten der Palmölplantage weichen." (Foto:Dieter Stürmer )Die drei Dorfältesten (Patrick Luo, Michael Masange und Emmanuel Sherry) im Kanchibiya Distrikt (Foto:Dieter Stürmer )

Das ist Entwicklungshilfe, die Hunger macht
Von Caroline Nokel
Regie: Giuseppe Maio
Mit: Idil Üner, Pascal Houdus, Hans Löw, Sebastian Zimmler, Michael Prelle und Mirco Kreibich
Ton: Manuel Glowczewski und Gerd-Ulrich Poggensee
Produktion: NDR 2017

Länge: 54’26

Caroline Nokel, geboren 1971, studierte Neuere Geschichte, Romanistik und Germanistik in Tübingen und Aix-en-Provence. Aufbaustudium an der Masterclass der deutsch-französischen Filmakademie Ludwigsburg und FEMIS, Paris. Seit 2002 Autorin und Rechercheurin für Hörfunk, Fernsehen und Kino. Ausgezeichnet mit dem Deutsch-Französischen Journalistenpreis/Nachwuchspreis (2003) und dem Journalistenpreis des Bunds der Steuerzahler NRW für ‚Es gibt keinen Skandal - die hessische Steuerfahnderaffäre’ (2010). Zuletzt u.a. ‚Gender Jihad - Feminismus im Islam’ (WDR 2013) und für DKultur Zeitfragen: ‚Das Flüchtlingsbusiness als Konjunkturspritze’ (DKultur 2016), ‚Parteistiftungen. Die Betriebskosten der Demokratie’ (DKultur Zeitfragen 2015), ‚Aufgesattelt und … ausgebremst - die Radlerrepublik’ (DKultur Zeitfragen 2014).

Feature

weitere Beiträge

Hörspiel

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur