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Kulturnachrichten

Donnerstag, 30. Januar 2020

Clearingstelle nach Vorwürfen gegen Ballettschule

Nach Vorwürfen gegen die Staatliche Ballettschule Berlin soll es neben einer Aufklärungskommission auch eine unabhängige Anlaufstelle für Betroffene geben. Das teilte das Haus von Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) mit. Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie Ehemalige könnten sich vertraulich an diese Stelle wenden. Die Clearingstelle sei komplett unabhängig vom schulischen Bereich. Die Kommission solle dagegen vor allem die Organisationsstruktur und Kommunikationskultur an der Schule untersuchen. Vor rund einer Woche hatte die Bildungssenatorin die Kommission eingesetzt, die prüfen soll, ob das seelische und körperliche Wohl von Schülerinnen und Schülern der Ballettschule unzureichend geschützt wurde.

Bostoner Orchester sagt Asienreise ab

Das Coronavirus hat auch Auswirkungen auf das Kulturleben. Das Bostoner Symphonieorchester hat aus Sorge "um Gesundheit und Wohlergehen" seiner Musiker seine für den 6. bis 16. Februar geplante Asientournee abgesagt. Orchesterchef Mark Volpe teilte mit, die Entscheidung sei gefallen, nachdem die chinesischen Veranstalter das Konzert in Shanghai gestrichen hätten. Danach habe man sich zur Absage der gesamten Tournee des renommierten US-Orchesters mit weiteren Auftritten in Seoul, Taipeh und Hongkong entschlossen.

Finnischer Oscar-Preisträger Jörn Donner gestorben

Der Filmproduzent, Schauspieler und einzige finnische Oscar-Preisträger Jörn Donner ist in Helsinki gestorben. Er wurde 86 Jahre alt, wie die Nachrichtenagentur STT unter Berufung auf seine Lebensgefährtin berichtete. Donner hatte 1984 als Produzent des Films "Fanny und Alexander" von Ingmar Bergman einen von insgesamt vier Oscars für das Epos erhalten. Er drehte und produzierte seit Beginn der 50er Jahre zahlreiche Filme und leitete später zunächst das schwedische und später das finnische Filminstitut. 1979 war er Mitglied der Berlinale-Jury. Donner war zudem Abgeordneter im finnischen Parlament und saß für die finnischen Sozialdemokraten im EU-Parlament.

Neumitglieder im Stiftungsrat für Friedenspreis des Buchhandels

Der Historiker Raphael Gross und der Hirnforscher Moritz Helmstaedter sind neue Mitglieder im Stiftungsrat des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels. Das teilte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels mit. Er beruft die Mitglieder für das Gremium, das den Friedenspreisträger des jeweiligen Jahres kürt. Gross, Präsident des Deutschen Historischen Museums in Berlin, tritt im Stiftungsrat demnach die Nachfolge des Schriftstellers Philipp Blom an. Helmstaedter, Direktor des Max-Planck-Instituts für Hirnforschung in Frankfurt, übernimmt den Sitz der Schriftstellerin Janne Teller.

Nicola Bartels wird Illies Nachfolgerin bei Rowohlt

Nicola Bartels wird spätestens zum 1. Juli Rowohlt-Verlegerin und damit Nachfolgerin von Florian Illies. Das teilte der Rowohlt Verlag mit. Bartels war als Verlegerin bisher unter anderem für die Verlage Penguin, Blanvalet und cbj zuständig. "Mit Nicola Bartels konnten wir eine Nachfolgerin gewinnen, die angesichts ihrer erfolgreichen Programmarbeit als Verlegerin, ihrer langjährigen, umfassenden Verlagserfahrung und aufgrund ihres teamorientierten Führungsstils eine hervorragende Wahl für Rowohlt ist", sagte Stefan von Holtzbrinck, Chef des Holtzbrinck-Konzerns, zu dem Rowohlt gehört. Florian Illies hatte vor einer Woche überraschend mitgeteilt, den Hamburger Traditionsverlag zum Herbst zu verlassen. Der Autor leitet den Verlag seit Januar 2019.

Deutscher PEN unterstützt Asli Erdogan

Das deutsche PEN-Zentrum protestiert gegen die Entscheidung der türkischen Staatsanwaltschaft, die Schriftstellerin Asli Erdogan unter dem Vorwurf der „Terrorpropaganda" anzuklagen. Mit der Forderung nach einer Haftstrafe von mehr als neun Jahren, habe die türkische Justiz wiederholt jedes Maß verloren, heißt es in der Mitteilung. Die staatsanwaltlichen Vorwürfe richten sich gegen literarische Texte der Autorin. Das PEN-Zentrum Deutschland fordert Asli Erdogan von sämtlichen Anklagepunkten freizusprechen. Der Urteilsspruch wird für den 14.2.2020 erwartet. Die Schriftstellerin und Menschenrechtsaktivistin ist seit Oktober 2019 Writers-in-Exile-Stipendiatin des deutschen PEN.

Schriftsteller und Grafiker Christoph Meckel tot

Der Schriftsteller und Grafiker Christoph Meckel ist im Alter von 84 Jahren gestorben, teilte der Carl Hanser Verlag mit. Meckels Schaffen umfasst etwa 60 Bücher, darunter Lyrik, Prosa, Romane, Hörspiele, Grafiken und Zeichnungen. Zu Meckels Werk zählen unter anderem 29 Gedichtbände, die 2015 in einer Gesamtausgabe unter dem Titel "Tarnkappe" erschienen. Für sein Schaffen wurde Meckel vielfach ausgezeichnet. Unter anderem mit dem Rainer-Maria-Rilke-Preis für Lyrik und dem Georg-Trakl-Preis. Zuletzt wurde er in der vergangenen Woche in Ludwigsburg mit dem Antiquaria-Preis ausgezeichnet, konnte diesen aber bereits erkrankt nicht mehr entgegennehmen.

Dalí-Skulpturen in Stockholm gestohlen

Mindestens zwei Unbekannte haben in Stockholm Bronzeskulpturen des spanischen Künstlers Salvador Dalí entwendet. Sie hätten ein Fenster der Couleur-Galerie zerschlagen und eine ganze Reihe Kunstwerke erbeutet, darunter zehn bis zwölf Skulpturen Dalís, teilte die Polizei schwedischen Medien zufolge mit. Die Polizei untersuchte den Tatort, Festnahmen gab es noch nicht. Die Dalí-Stücke kamen aus der Schweiz und sollten bis Samstag in der Galerie ausgestellt werden.

Deutscher Hörbuchpreis für Christian Berkel

Der Berliner Schauspieler Christian Berkel erhält den Deutschen Hörbuchpreis 2020. Der 62-Jährige erhält die Auszeichnung für seine Lesung des Romans "Serotonin" des französischen Autors Michel Houellebecq. Dank Berkels meisterhafter Interpretation sei die gescheiterte Hauptfigur des Romans vor allem Mensch, urteilte die Jury. Als beste Interpretin wird Schauspielerin Camilla Renschke geehrt. Sie hatte den Roman "Gilgi - eine von uns" von Irmgard Keun gelesen. Der Preis wird Anfang März in Köln verliehen.

Schweizer Verlegerin Annette Ringier gestorben

Die Miteigentümerin des traditionsreichen Schweizer Medienunternehmens Ringier, Annette Ringier, ist tot. Sie starb nach kurzer Krankheit im Alter von 76 Jahren, wie der Verlag am Donnerstag mitteilte. Der Medienkonzern Ringier und die deutsche Axel-Springer-Gruppe sind mit einem Gemeinschaftsunternehmen größter Zeitschriften-Herausgeber in der Schweiz, mit rund 30 Titeln. Mit ihrer Annette-Ringier-Stiftung für soziale, ökologische und kulturelle Projekte unterstützte die Verlegerin außerdem die Ausbildung von Journalistinnen und Journalisten in der Schweiz sowie Hilfswerke im In- und Ausland.

Fernsehen und Radio bleiben Lieblingsbeschäftigung

Der Konsum von Fernsehen, Radio und anderen audiovisuellen Medien bleibt die mit Abstand beliebteste Freizeitbeschäftigung der Bundesbürger. Hochgerechnet 9 Stunden und 3 Minuten pro Tag verbrachten die Deutschen im vergangenen Jahr mit audiovisuellen Medien - eine Minute weniger als 2018. Das geht aus der Mediennutzungsanalyse 2019 des Verbands Privater Medien hervor. Für die auf Basis von Sekundärquellen publizierte Erhebung wurden Bundesbürger zwischen 14 und 69 Jahren befragt. Das Radio war laut der Erhebung von morgens bis in die frühen Abendstunden das meistgenutzte Medium. Ab etwa 18 Uhr abgelöst durch das Fernsehen. Die Internetnutzung bleibt im gesamten Tagesverlauf demnach relativ stabil.

Jodie Foster dreht Film über Mona-Lisa-Diebstahl

Oscar-Preisträgerin Jodie Foster soll die Geschichte eines spektakulären Kunstraubs verfilmen. Dabei geht es um den Diebstahl des "Mona Lisa"-Gemäldes aus dem Pariser Louvre im Jahr 1911. Das melden mehrere US-Filmportale. Dadurch sei das Gemälde damals weltweit berühmt geworden, zitierte "Deadline.com" den Filmproduzenten Jeffrey Soros, der Foster für das noch titellose Projekt gewinnen konnte. Mehr als zwei Jahre lang blieb das Rätsel um den Diebstahl ungelöst bis das Frauenporträt mit dem wohl berühmtesten Lächeln der Welt 1913 wieder auftauchte.

Billie Eilish tritt bei der Oscar-Verleihung auf

Die US-Sängerin Billie Eilish soll einen -so wörtlich- "besonderen Live-Auftritt" bei der Oscar-Verleihung in der kommenden Woche haben. Das hat die Filmakademie zusammen mit einem Foto der 18-jährigen Musikerin auf Twitter angekündigt. Weitere Informationen gab es zunächst nicht. Weil traditionell nominierte Filmsongs performt werden, könnte es sein, dass Eilish den Titelsong zum neuen James-Bond-Film "Keine Zeit zu sterben" präsentiert. Am vergangenen Sonntag hatte sie fünf Auszeichnungen bei den Grammy Awards erhalten, unter anderem für den "Song des Jahres" und die "Aufnahme des Jahres".

Berlinale setzt Alfred Bauer Preis aus

Nach einem Zeitungsbericht über die Vergangenheit des früheren Berlinale-Leiters Alfred Bauer will das Filmfestival den nach ihm benannten Preis nicht mehr vergeben. Die Wochenzeitung "Die Zeit" berichtet, Bauer sei ein "hochrangiger Funktionär der NS-Filmbürokratie" gewesen. Angesichts dieser Rechercheergebnisse wolle man die Festivalgeschichte mit externer fachwissenschaftlicher Unterstützung aufarbeiten, teilte eine Berlinale-Sprecherin am Mittwochabend mit.

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