Hörspiel, vom 22.01.2014, 21:33 Uhr

Der Teufel in der Bibliothek

Von Georges Perec

Georges Perecs Hörspiel spielt im Studio des französischen Rundfunks, wo ein Hörspiel live gesendet wird. Ein komödiantischer Klamauk - so wahr wie das Leben im Hörspielstudio.

Ein schwarz-weiß Porträts des französischen Schriftstellers Georges Perec während einer Signierstunde. (picture alliance / dpa)
Der französische Schriftsteller Georges Perec während einer Signierstunde. (picture alliance / dpa)

Perecs erstes Hörspiel "Le diable dans la bibliothèque" spielt im Sendestudio des französischen Rundfunks, wo gerade ein Stück des jungen Autors aufgeführt wird. Allerdings ist hier der Teufel los. Der Autor fühlt sich missverstanden, der Regisseur ist beleidigt, die Sprecher rufen zum Streik auf, die Geräuschemacher machen sowieso, was sie wollen. Das Ganze kulminiert in einem Pokerspiel mit Geräuschuntermalung und Nebenbeihören merkwürdig neumodischer Hörspiele. Ein komödiantischer Klamauk - so wahr wie das Leben im Hörspielstudio.

Georges Perec (1936-1982) wurde als Sohn polnisch-jüdischer Einwanderer in Paris geboren. Schrieb Romane, Theaterstücke und Hörspiele. Seine Werke wurden mehrfach ausgezeichnet, u.a. erhielt er den Prix Renaudot für seinen ersten Roman "Les Choses".

Aus dem Französischen von Eugen Helmlé
Regie: Ulrich Gerhardt
Mit: Alexander May, Heinrich Giskes, Paul Burian u.a.
Ton: Werner Klein
Produktion: SR 1991
Länge: 36’42

Anschließend:
Eine Radiorede von Wolfgang Hagen: "Und von allen Stimmen, von allen Klängen, je ein Paar"

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