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Studio 9 - Der Tag mit ... | Beitrag vom 28.08.2018

Der Tag mit Ursula WeidenfeldVon "Hetzjagd" bis "Staatsversagen": Was ist in Chemnitz passiert?

Moderation: Anke Schaefer

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(picture alliance / dpa / Horst Galuschka)
Die Wirtschaftsjournalistin Ursula Weidenfeld (picture alliance / dpa / Horst Galuschka)

Die Lage in Chemnitz ist besorgniserregend und unübersichtlich. Was ist da los? Außerdem sprechen wir über den Rentenstreit in der Koalition, schwarz-rot-rote Regierungsbündnisse und glückliche schwedische Lottogewinner.

Nach einer tödlichen Messerattacke während eines Stadtfestes in Chemnitz und folgenden massiven Ausschreitungen, denen die Polizei zunächst nicht Herr wurde, kommt die sächsische Stadt nicht zur Ruhe: Gestern Abend wurden bei Protesten Tausender rechter und linker Demonstranten mehrere Menschen verletzt. Die Angst ist groß: vor der Ausbreitung von Hass und Gewalt auf den Straßen, vor der Bildung faktisch rechtsfreier Zonen, vor einer neuen Welle rassistischer Krawalle.

Im Gespräch mit der Journalisten Ursula Wiedenfeld fragen wir: Was ist los in Chemnitz? 

Im kommenden Jahr stehen Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen an. Um Bündnisse mit der AfD auszuschließen, werden - lange unvorstellbar - sogar rot-rot-schwarze Koalitionen ins Gespräch gebracht. Eine Option, wenn rechte Gruppen und AfD ganze Regionen dominieren? 

In der Koalition wird um die Rente gestritten: Im Koalitionsvertrag ist vereinbart, das Rentenniveau bis 2025 bei 48 Prozent zu stabilisieren. In der Frage, wie es in den Jahren danach weitergeht, hat sich der Streit zwischen Union und SPD verhärtet. Wie geht es weiter?

Auch die Auswirkungen eines Lottogewinns beschäftigen uns. Für eine wissenschaftliche Studie wurden schwedische Lottogewinner über viele Jahre lang beobachtet. Sie waren selbst nach Jahrzehnten immer noch glücklicher als vor ihrem Gewinn. Geld macht also (doch) glücklich?

Ursula Weidenfeld ist Wirtschaftsjournalistin, Kolumnistin und Moderatorin in Berlin. Sie studierte Wirtschaftsgeschichte, Germanistik und Volkswirtschaft an den Universitäten Bonn und München und wurde in Bonn mit einer Arbeit über die Wirtschaftspolitik in der Ära Adenauer/Erhard promoviert.

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