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Studio 9 - Der Tag mit ... | Beitrag vom 02.11.2020

Der Tag mit Thorsten JantschekTriage: Wie haben sich die Debatten seit April verändert?

Moderation: Korbinian Frenzel

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Porträt von Thorsten Jantschek auf dem Blauen Sofa. (Imago / STAR-MEDIA)
Thorsten Jantschek leitet im Deutschlandfunk Kultur die Abteilung "Aktuelle Kultur und Politik". (Imago / STAR-MEDIA)

Welche Kritik an den so genannten Anti-Corona-Maßnahmen ist begründet? Außerdem diskutieren wir mit dem Deutschlandradio-Journalisten Thorsten Jantschek über virtuelle Parteitage, die Angst vor Unruhen in den USA und die Standards, nach denen Medien arbeiten.

Der Vorsitzende des Weltärztebunds Frank Ulrich Montgomery hält Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie für essenziell. Da es noch keine Behandlungsmethoden und keinen Impfstoff gebe, bleibe nur die Prävention, sagte er im DLF. Zugleich gibt es Widerstand – auch von Ärzten – gegen einen "pauschalen Lockdown". 

Dabei ist klar, dass bei unkontrolliert steigenden Infektionszahlen die intensivmedizinische Versorgung für Corona-Erkrankte knapp werden dürfte. Für die Entscheidungen, die Ärzte dann zu treffen habe, gibt es keine gesetzlichen Vorgaben. Dazu hat aktuell die Konrad-Adenauer-Stiftung eine Befragung europäischer Intensivmediziner vorgelegt. 

Den Stand der Debatte über Handlungsempfehlungen in der Corona-Pandemie besprechen wir mit dem Deutschlandradio-Journalisten Thorsten Jantschek.

Die weiteren Themen:

  • Teil-Lockdown beginnt: Für wen sollen die Kontaktbeschränkungen gelten?
  • Zentral, dezentral oder online: Was macht einen Parteitag zu einem Parteitag?
  • Angst vor Unruhen in den USA: Wie entladen sich die Emotionen nach der Wahl?
  • Neutralität und Nüchternheit: Sind die Medienstandards noch aktuell?

Thorsten Jantschek, Jahrgang 1966, studierte Philosophie. Zunächst war er beim NDR, anschließend bei Radio Bremen verantwortlich für "Religion und Gesellschaft", parallel war er dazu mehrere Jahre als Lehrbeauftragter am Institut für Philosophie der Universität Bremen tätig. Seit 2013 arbeitet er für Deutschlandfunk Kultur - erst als Redakteur in der "Aktuellen Kultur", danach im Bereich Sachbuch und Philosophie. Seit 2016 ist er Abteilungsleiter "Aktuelle Kultur und Politik".

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