Studio 9 - Der Tag mit ... 04.03.2019

Der Tag mit Ralf FücksWas die neuen Bundesländer 30 Jahre nach dem Mauerfall brauchenRalf Fücks im Gespräch mit Korbinian Frenzel

Beitrag hören Sudiodeko der Sendung von Maybritt Illner (imago/ Müller-Stauffenberg)Ossi? Wessi? Ist egal. Die Lebensverhältnisse sind aber nach wie vor verschieden. (imago/ Müller-Stauffenberg)

Heute in unserer Mittagssendung: Der Osten hinkt in Sachen Produktivität hinterher. Die Union will die Umwelthilfe zügeln. Annegret Kramp-Karrenbauer hat bütten-mäßig kein glückliches Händchen. Und: Wie lange darf Orbán noch mitspielen?

Heute wurde in Berlin eine Studie mit dem Titel "Vereintes Land - drei Jahrzehnte nach dem Mauerfall" vorgestellt. Das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) zieht Bilanz. Eine wesentliche Erkenntnis der Studie: Die Produktivität in Ostdeutschland ist noch immer deutlich geringer als im Westen. Über die Untersuchung wollen wir mit Ralf Fücks, unserem Gast in der Mittags-Sendung, sprechen. Wie kann die Produktivität in den neuen Bundesländern gesteigert werden?

"Dümmlich, unappetitlich und kulturkämpferisch"

Weitere Themen: In der Union wird erneut laut darüber nachgedacht, ob die Umwelthilfe eigentlich gemeinnützig ist. Die Organisation hat sich durch viele Klagen gegen untätige Städte, was Diesel-Fahrverbote betrifft, einen umstrittenen Ruf erworben. Nun möchten CDU und CSU gern an die Steuerprevilegien ran - ist das ein Angriff auf zivilgesellschaftliches Engagement?

Ralf Fücks, Vorsitzender der Heinrich-Böll-Stiftung (Archivbild von 2008) (dpa / picture-alliance / Klaus-Dietmar Gabbert)Ralf Fücks (dpa / picture-alliance / Klaus-Dietmar Gabbert)

Und: Aufregung um eine Büttenrede von Annegret Kramp-Karrenbauer. Die Witze der CDU-Chefin über Intersexuelle verdienen dem Kölner Stadtanzeiger zufolge die Prädikate "dümmlich, unappetitlich und kulturkämpferisch". Außerdem: In der Europäischen Volkspartei kriselt es gewaltig, Schuld ist ein Kulturkämpfer aus Ungarn. Wann muss Orbans Fidesz-Partei raus aus der Parteienfamilie?

Ralf Fücks ist geschäftsführender Gesellschafter des Zentrums Liberale Moderne und war zuvor 21 Jahre lang Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung. Vor seiner Zeit bei der Böll-Stiftung war er Co-Vorsitzender der Grünen (1989/90) und Senator für Umwelt und Stadtentwicklung in Bremen.