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Studio 9 - Der Tag mit ... | Beitrag vom 18.04.2018

Der Tag mit Ijoma MangoldWie groß ist der Alltagsrassismus in Deutschland und den USA?

Moderation: Korbinian Frenzel

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Der kulturpolitische Korrespondent der Wochenzeitung "Die Zeit", Ijoma Mangold zu Gast bei Deutschlandfunk Kultur in Berlin (Deutschlandradio / Alexander Moritz)
Der kulturpolitische Korrespondent der Wochenzeitung „Die Zeit“, Ijoma Mangold. (Deutschlandradio / Alexander Moritz)

8000 Starbucks-Filialen werden am 29. Mai geschlossen bleiben, damit die Mitarbeiter ein Antirassismus-Training absolvieren können. Mehr als eine PR-Aktion? Das fragen wir Ijoma Mangold. Außerdem sprechen wir über Kuba ohne Castros, die Volksbühne ohne Dercon - und Merkel mit den Ostministerpräsidenten.

Zwei schwarze Jugendliche werden in Handschellen aus einer Starbucks-Filiale in Philadelphia abgeführt, weil sie nichts bestellen wollten und dem Personal zufolge gestört hätten. Wie verbreitet ist der Alltagsrassismus – hier und in den USA? Das fragen wir unseren heutigen Studiogast, den Journalisten Ijoma Mangold.

Außerdem in der Sendung: Kuba ohne Castros – das Ende eines Mythos? Sowie: Unberechenbare Ossis – Merkel trifft die Ministerpräsidenten der neuen Bundesländer. Und: Nichts als Leere – die Berliner Volksbühne nach dem Abgang Chris Dercons.

Ijoma Mangold hat Literaturwissenschaft und Philosophie in München und Bologna studiert. Er arbeitete danach erst als Redakteur der Berliner Zeitung, ging dann zur "Süddeutschen" und später zur Wochenzeitung "Die Zeit", wo er inzwischen das Amt des Literaturchefs bekleidet. Mangold gehörte mehrfach zur Jury des Ingeborg-Bachmann-Preises und ist als Literaturkritiker auch immer wieder im Fernsehen präsent. Im vergangenen Jahr veröffentlichte er seine Autobiografie ("Das deutsche Krokodil") und heimste als Kritiker selbst jede Menge positive Kritiken ein. In dem Buch beschäftigt sich Mangold auch stark mit seiner Herkunft: Sein Vater ist aus Nigeria, die Mutter aus Schlesien. Mangold hat sich deswegen einmal ironisch als "gänzlich unfundamentalistischer Schlesienvertriebener der zweiten Generation" beschrieben. 

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