Montag, 21.06.2021
 

Studio 9 - Der Tag mit ... | Beitrag vom 04.01.2020

Der Tag mit Heribert Prantl Der drohende Krieg mit Iran

Moderation: Axel Flemming

Heribert Prantl, früher Mitglied der Chefredaktion der "Süddeutschen Zeitung".  (picture-alliance/dpa/Karlheinz Schindler )
Der Journalist Heribert Prantl hat lange für die Süddeutsche Zeitung geschrieben. (picture-alliance/dpa/Karlheinz Schindler )

Im Konflikt zwischen Iran und den USA fehlen bislang die Vermittler. Wir sprechen darüber mit dem Journalisten Heribert Prantl. Weitere Themen sind die Koalitionsbildung in Wien, die Kritik an WDR-Chef Tom Buhrow und der Polizeieinsatz in Leipzig.

Es kommt einer Kriegserklärung gleich: Das US-Militär hat Qasem Soleimani, den Chef der Quds-Brigaden und zweitmächtigsten Mann in Teheran, auf irakischem Boden mit einem Luftangriff getötet. Der Region droht damit eine weitere Eskalation der Gewalt. Die Vereinten Nationen und die EU scheinen nur hilflos zuzusehen, wie im Nahen Osten die Kriegsgefahr wächst. Wir sprechen darüber mit unserem Studiogast, dem Journalisten Heribert Prantl. Wer übernimmt die Aufgaben der internationalen Organisationen?

In Salzburg stimmen heute die österreichischen Grünen auf einem Bundeskongress über eine Regierungsbeteiligung mit der konservativen ÖVP ab. Die mehr als 270 Delegierten werden zunächst nicht-öffentlich über den Koalitionsvertrag beraten. Ein Votum für das Regierungspaket gilt als wahrscheinlich und könnte auch Vorbildcharakter für zukünftige Entwicklungen in Deutschland haben. Ist es ein Koalitionsvertrag mit Hintertür?

Brandbrief im WDR

Die Debatte um das "Meine Oma ist ne Umweltsau"-Lied beim Westdeutschen Rundfunk zieht immer weitere Kreise. WDR-Mitarbeiter kritisierten den Intendanten Tom Buhrow in einem Brandbrief und zeigten sich irritiert über "diese eklatante Verletzung der inneren Rundfunkfreiheit und das schlechte Krisenmanagement der Geschäftsleitung". Es habe sowohl dem Ansehen als auch den Kollegen des WDR geschadet. Wie hätte sich Buhro verhalten sollen?

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat die Diskussion über die Einsatztaktik der Leipziger Polizei in der Silvesternacht kritisiert. Bei dem Einsatz war ein Beamter schwer verletzt worden, nach Einschätzung der Ermittler von Linksextremisten. Neben anderen hatte danach SPD-Chefin Saskia Esken das Vorgehen der Polizei in Frage gestellt. Wie berechtigt ist solche Kritik an Polizeieinsätzen?

(gem)

Der Journalist Heribert Prantl, geboren 1953, war 25 Jahre lang Leiter des Ressorts Innenpolitik der "Süddeutschen Zeitung", dann Leiter des Ressorts Meinung. Acht Jahre lang war er Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung. Seit seinem altersbedingten Ausscheiden ist er weiter als Kolumnist und Autor tätig und lehrt als Honorarprofessor für Rechtswissenschaft an der Universität Bielefeld. Prantl ist der Autor zahlreicher Bücher, zuletzt "Vom großen und kleinen Widerstand" (2018).

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