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Studio 9 - Der Tag mit ... | Beitrag vom 12.09.2019

Der Tag mit Hedwig RichterNagen die Briten nach dem Brexit am Hungertuch?

Moderation: Korbinian Frenzel

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Die Historikerin Hedwig Richter steht hinter einem Rednerpult. (HIS/ Fabian Hammerl)
Schwerpunkt Demokratieforschung: die Historikerin Hedwig Richter. (HIS/ Fabian Hammerl)

Wir blicken mit der Historikerin Hedwig Richter auf 70 Jahre Bundespräsidentenamt und auf das Worst-Case-Szenario für die Briten nach dem Brexit. Weitere Themen: die Zukunft der Automobilausstellung IAA, die "Generation Mitte" und die SPD.

Vor 70 Jahren wurde Theodor Heuss der erste Bundespräsident der jungen Republik. Wir werfen einen Blick auf die wechselvolle Geschichte der - bislang nur - Männer im Amt. Welche Akzente konnten sie setzen?

Welche direkten Folgen ein harter Brexit für die britische Bevölkerung hätte, muss die britische Regierung nun offen in einem Papier, dem Yellowhammer, bekennen. Demnach müssen die Briten mit Engpässen bei Nahrung und Benzin rechnen. Das wiederum könnte zu Unruhen, auch an den Grenzen führen. Schaufelt sich ein Land gerade sein eigenes Grab?

Dünnere Luft für dicke Autos

In Frankfurt stehen die Zeichen bei der Internationalen Automobilausstellung (IAA) auf "Autodämmerung". Am 14. September wollen Demonstranten den Zugang zur Messen blockieren und auch sonst wird die Luft immer dünner für die Hersteller dicker Benzinschleudern, für die die Akzeptanz schwindet - auch wenn die Konzerne damit derzeit noch die größten Umsätze machen. Wie sieht die Zukunft der IAA aus, wenn die Bürger ihren "Autokonsum" mehr und mehr einschränken?

Eine neue Allensbach-Studie hat zur Abwechslung nicht die ganz Jungen (Generation Z) oder die Alten (Silver Ager) in den Fokus genommen, sondern die "Generation Mitte" der zwischen Ende 30- und Ende 50-Jährigen. Demnach reiben diese Menschen im mittleren Alter sich an den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnissen und haben einen eher pessimistischen Blick auf die Zukunft.

Die SPD setzt den Reigen ihrer Regionalkonferenzen fort. Will sie mit dieser Demonstration innerparteilicher Demokratie von ihrem Niedergang ablenken?

Die Historikerin Hedwig Richter forscht seit 2016 am Hamburger Institut für Sozialforschung und ist Privatdozentin an der Universität Greifswald. Richter studierte Geschichte, deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Heidelberg, der Queen’s University Belfast sowie der FU Berlin. Sie beschäftigt sich unter anderem mit europäischer Geschichte, Geschlecht sowie Demokratie- und Diktaturforschung.

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