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Studio 9 - Der Tag mit ... | Beitrag vom 06.02.2019

Der Tag mit Andreas Rosenfelder Trump wirbt für Mauerbau

Moderation: Korbinian Frenzel

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Der Feuilletonchef der Welt, Andreas Rosenfelder, zu Besuch bei Deutschlandfunk Kultur (Thomas Groh / Deutschlandradio)
Der Feuilletonchef der Tageszeitung "Die Welt", Andreas Rosenfelder. (Thomas Groh / Deutschlandradio)

In seiner Rede zur Lage der Nation hat US-Präsident Donald Trump zu Einigkeit aufgerufen. Zugleich forderte er erneut den Mauerbau an der Grenze zu Mexiko. Wir sprechen darüber mit dem "Welt"-Journalisten Andreas Rosenfelder. Weitere Themen sind 100 Jahre Weimar, Intellektuelle in der Demokratie und die Gefahr durch Huawei.

Der Mauer-Streit hatte zum längsten Shutdown der US-Geschichte geführt - in seiner Rede an die Nation beschwor US-Präsident Donald Trump nun die "moralische Verpflichtung", ein neues Einwanderungssystem zu schaffen - und rief zur Zusammenarbeit auf."Wir haben eine moralische Verpflichtung, ein Immigrationssystem zu schaffen, welches das Leben und die Arbeitsplätze unserer Bürger schützt", sagte Trump. Viele Menschen hätten für eine Mauer zu Mexiko gestimmt, er werde sie bauen. "Mauern funktionieren, Mauern retten Leben. Ich bekomme sie gebaut", sagte Trump. Wir reden darüber mit unserem Sudiogast, dem Feuilletonchef der Zeitung "Welt", Andreas Rosenfelder.

100 Jahre Weimarer Verfassung

Am 6. Februar 1919 trat die Weimarer Nationalversammlung zusammen, um eine Verfassung für die erste Demokratie in Deutschland zu erarbeiten. Nach dem Versammlungsort erhielt sie ihren Namen: Weimarer Republik. An das historische Ereignis wird mit einem Festakt erinnert, zu dem neben 800 Ehrengästen auch Kanzlerin Angela Merkel, Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble und Bundesratspräsident Daniel Günther nach Weimar kommen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird als Festredner auftreten. Wir debattieren darüber, wie belastbar Verfassungen sind.

Politisches Ehepaar

Der Kulturwissenschaftler Helmut Lethen ist altlinks, die Philosophin Caroline Sommerfeld ist neurechts, aber beide mehr als zehn Jahren ein Ehepaar. Er gilt als profilierter Denker der Achtundsechziger Generation und ein Exponent der kulturellen Linken. Dass seine Frau dagegen als Ikone der "Neuen Rechten" identitäre Positionen vertritt, scheint zunächst nicht zu passen. In einem "Welt-Artikel" widmet sich der Publizist Alan Posener dem politischen Paar und "Kampf des deutschen Volkes". Sind die beiden wichtige Player in der Demokratie?

Geheimes Treffen zu Huawei

Die Bundesregierung will einem Zeitungsbericht zufolge heute in geheimer Sitzung über den künftigen Umgang mit dem chinesischen Netzwerkausrüster Huawei beraten. Das "Handelsblatt" schreibt unter Berufung auf Regierungskreise, das Treffen mit mehreren Ministern zum Ausbau eines modernen 5G-Mobilfunknetzes in Deutschland werde im Anschluss an die wöchentliche Kabinettssitzung stattfinden. Wird Abschottung zur neuen Handels-Philosophie? (gem)

Andreas Rosenfelder ist Ressortleiter des Feuilletons von "Welt" und "Welt am Sonntag". Von 2010 bis 2013 war er stellvertretender Ressortleiter. Davor hat er acht Jahre lang für das Feuilleton der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" und der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" geschrieben und war Kulturredakteur bei "Vanity Fair" in Berlin. 2008 erschien sein Buch "Digitale Paradiese".

     

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