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Sonntag, 19.08.2018
 
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Studio 9 - Der Tag mit ... | Beitrag vom 12.06.2018

Der Tag mit Alan PosenerHistorischer Gipfel oder hat Kim Trump über den Tisch gezogen?

Moderation: Anke Schaefer

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Der britisch-deutsche Journalist Alan Posener zu Gast bei Deutschlandfunk Kultur. ( Deutschlandradio – Laura Lucas)
Der Journalist Alan Posener zu Gast bei Deutschlandfunk Kultur ( Deutschlandradio – Laura Lucas)

Weltbewegende Nachrichten aus Singapur: Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un und US-Präsident Donald Trump haben eine nukleare Abrüstungsvereinbarung getroffen. Was sind die Perspektiven nach dem Ende dieser Eiszeit? Außerdem in der Sendung: Das Streikverbot für verbeamtete Lehrer, der Friedenspreis des Buchhandels und der Dauerzankapfel Asylpolitik.

Über einen roten Teppich gingen sie aufeinander zu und schüttelten sich dann rund 15 Sekunden lang die Hände. Als Krönung ihrer Begegnung in Singapur vereinbarten US-Präsident Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un schließlich die "vollständige Denuklearisierung" der koreanischen Halbinsel. Was darunter genau zu verstehen ist, blieb zunächst offen.

Wie dieses Treffen die Welt verändern und insbesondere das Verhältnis von Nord- und Südkorea prägen könnte, besprechen wir mit unserem Studiogast, dem Journalisten Alan Posener, sowie Lars-André Richter von der Friedrich-Naumann-Stiftung.

Wir sprechen außerdem über die in Karlsruhe abgelehnte Verfassungsbeschwerde von vier verbeamteten Lehrer aus Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein, die an Protesten oder Warnstreiks während ihrer Arbeitszeit teilgenommen und dafür disziplinarische Strafen erhalten hatten. Doch es bleibt dabei: Beamte im Schuldienst dürfen nicht streiken. 

Weiterhin in der Sendung: Der mit 25.000 Euro dotierte Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geht an die beiden Wissenschaftler Aleida und Jan Assmann. Der Preis ist eine der renommiertesten Kulturauszeichnungen in Deutschland und wird traditionell zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse im Oktober in der Paulskirche überreicht.

Wenig friedlich geht es derweil in der Flüchtlingspolitik zu: Erstmals hat Italien einem Rettungsschiff mit Flüchtlingen die Einfahrt in einen Hafen verwehrt. Und auch in der deutschen Regierung verschärft sich der Streit um die Aufnahme von Flüchtlingen, nachdem die Vorstellung eines "Masterplan Migration" durch Innenminister Horst Seehofer abgesagt wurde. Wie realistisch ist eine gemeinsame europäische Linie in der Migrations- und Asylpolitik?

Alan Posener wurde in London geboren und wuchs in Kuala Lumpur und Berlin auf. Er war Lehrer und freier Autor und kam erst spät zum Journalismus, wo er sich schnell einen Namen als pointierter Kommentator und Blogger gemacht hat. Heute ist er Korrespondent für Politik und Gesellschaft bei der "Welt"-Gruppe. Posener hat zahlreiche Bücher geschrieben, zuletzt "Imperium der Zukunft - Warum Europa Weltmacht werden muss" (Pantheon 2007) und "Benedikts Kreuzzug: Der Kampf des Vatikans gegen die moderne Gesellschaft" (Ullstein 2009).

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