Feature, vom 30.01.2013, 00:05 Uhr

Der Szpilman aus Warschau

Porträt eines polnischen Juden, der auf wunderbare Weise den Zweiten Weltkrieg überlebte
Von Waclaw Stawny

Der junge polnische Pianist Wladyslaw Szpilman versteckt sich monatelang in den Trümmern von Warschau. Halb verhungert wird er im letzten Kriegswinter von einem deutschen Offizier entdeckt. Der schießt nicht, denunziert nicht, sondern versorgt den verfolgten Juden mit Nahrung, warmer Kleidung und führt Tagebuch.

Jüdische Männer im Warschauer Getto (picture alliance / dpa)
Jüdische Männer im Warschauer Getto (picture alliance / dpa)

Szpilman überlebt. Erst Anfang der 50er-Jahre erfährt er, dass sein Helfer in russischer Kriegsgefangenschaft ist. Er versucht, ihn zu retten, doch der Deutsche stirbt 1952 in einem Lager.


Regie: der Autor
Mit: Manfred Steffen, Klaus Dittmann, Waclaw Stawny u.a.
Ton: Jutta Liedemit
Produktion: NDR/SR 2001
Länge: 54"07


Szpilmans Erinnerungen "Das wunderbare Überleben" wurden von Roman Polanski unter dem Titel "Der Pianist" verfilmt.


Waclaw Stawny, geboren 1952 in Poznan, studierte Ökonomie, Pädagogik, Kulturwissenschaft und Regie. Seit 1981 lebt und arbeitet er in Deutschland als Autor und Regisseur.

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