Das Feature, vom 12.07.2016, 19:15 Uhr

Der sowjetische Dichter Wladimir Majakowski Tod eines Optimisten

Von György Dalos und Andrea Dunai

Im April 1930 erschoss sich in seiner Moskauer Arbeitsstube der berühmteste sowjetische Lyriker seiner Zeit, der 37-jährige Wladimir Majakowski. In seinem Abschiedsbrief ließ er erahnen, dass der Grund seines Suizides eine missglückte Liebesbeziehung war.

Eine Büste des russischen Dichters Waldimir Majakowski im Museum in Moskau. (picture-alliance/ dpa/ ITAR-TASS / Alexandra Mudrats)
Wladimir Majakowski gilt als bedeutendster Dramatiker und Lyriker des russischen Futurismus. (picture-alliance/ dpa/ ITAR-TASS / Alexandra Mudrats)

In der Tat verliebte er sich nach mehreren stürmischen Affären kurz vor seinem Tod in eine junge Schauspielerin. Diese erwiderte seine Gefühle, konnte sich aber nicht für ein gemeinsames Leben entscheiden. Der tragische Fall erschütterte die sowjetische Öffentlichkeit tief.

Majakowski war ein Idol der Jugend und eine Ikone der künstlerischen Avantgarde, ein Kommunist, der in seinen Werken Lebensfreude und Optimismus ausstrahlte. Erst in den 90er-Jahren, als seine bis dahin tabuisierten Erinnerungen publiziert werden konnten, stellte sich heraus, welch tiefe schöpferische, politische und persönliche Krise Majakowski zu seinem verhängnisvollen Schritt bewegte.

Produktion: DLF 2016

Der Tod eines Optimisten (PDF)

Der Tod eines Optimisten (Text)