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Donnerstag, 21.11.2019
 
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Kulturnachrichten

Dienstag, 17. September 2019

Der Schauspieler Michael Schreiner ist tot

Der Schauspieler Michael Schreiner ist tot. Er starb bereits am 8. September in München im Alter von 69 Jahren, wie mehrere Medien melden. Den Fernsehzuschauern war er vor allem aus der Krimi-Reihe Tatort bekannt, in Ludwigshafen war er bis 1994 der Assistent von Hauptkommissarin Lena Odenthal gespielt von Ulrike Folkerts. In der Serie „Dahoam is Dahoam" des Bayerischen Rundfunks gehörte Schreiner zur Stammbesetzung, dort spielte er den Knecht Xaver.

Wechsel bei den Osterfestspielen in Salzburg

Die Osterfestspiele in Salzburg verlängern den Vertrag des künstlerischen Leiters Christian Thielemann und der Sächsischen Staatskapelle Dresden nicht. Das entschied der Aufsichtsrat bei einer Sitzung in Salzburg. Der künftige Intendant Nikolaus Bachler will stattdessen nach 2022 jährlich wechselnde Orchester nach Salzburg holen. Thielemann war seit 2013 künstlerischer Leiter in Salzburg. Zuletzt war zwischen dem deutschen Stardirigenten und Bachler ein Streit um das Programm bei den Osterfestspielen ab 2022 entbrannt. Ab dann ist Bachler, der im Sommer 2020 kaufmännischer Geschäftsführer wird, auch Intendant mit künstlerischer Gesamtverantwortung. Er kündigte an, das Festival über 50 Jahre nach seiner Gründung neu zu gestalten und in die Zukunft zu führen, sowohl inhaltlich als auch strukturell.

PEN-Zentrum veranstaltet Lesung für Hongkong

Die Schriftstellervereinigung PEN und das internationale Literaturfestival Berlin organisieren eine Solidaritätslesung für Demonstranten in Hongkong. Die zentrale Veranstaltung soll am Samstag auf dem Bebelplatz in Berlin stattfinden, wie das PEN-Zentrum mitteilte. Es ruft bundesweit dazu auf, die Demokratiebewegung in Hongkong mit Lesungen zu unterstützen. Seit Juni demonstrieren Hunderttausende Hongkonger gegen eine zunehmende Dominanz der Volksrepublik China in der chinesischen Sonderverwaltungszone. Am heutigen 100. Tag der Proteste kündigte Regierungschefin Lam einen Bürgerdialog an. Er soll kommende Woche mit ausgelosten Teilnehmern starten.

Bielefeld existiert: Stadt beendet kuriosen Wettbewerb

Bielefeld existiert wirklich. Im kuriosen Wettbewerb um ein Preisgeld von einer Million Euro für den Beweis, dass es die Stadt in Ostwestfalen gar nicht gibt, sei keiner der Teilnehmer erfolgreich gewesen, teilte die Stadt mit. Deshalb wurde nun ein 600 Kilo schwerer Gedenkstein aufgestellt. Der Findling soll an das Ende der "Bielefeld-Verschwörung" erinnern. Diese geht zurück auf einen vor 25 Jahren im Internet aufgetauchten satirisch gemeinten Text. Der Wettbewerb unter dem Hashtag #Bielefeldmillion hatte sich auch international rasch verbreitet. Rund 2.000 Menschen beteiligten sich Angaben der Macher daran - mit wissenschaftlichen Abhandlungen, Kinderbildern, Comics oder historischen Karten.

DuMont verkauft Berliner Verlag an Unternehmerpaar

Die DuMont-Mediengruppe verkauft ihren Berliner Verlag und trennt sich damit von der "Berliner Zeitung" und dem "Berliner Kurier". Neue Eigentümer sind die Berliner Unternehmer Silke und Holger Friedrich, teilte DuMont mit. Silke Friedrich leitet die Berlin Metropolitan School, eine internationale Schule mit über 1.000 Schülern. Ihr Mann Holger Friedrich gründete 2009 den Technology Think Tank CORE. Über den Preis des Verkaufs, dem noch das Bundeskartellamt zustimmen muss, wurde Stillschweigen vereinbart. Bereits Ende Februar hatte die Mediengruppe angekündigt, eine Neuausrichtung ihrer Aktivitäten zu prüfen und auch den Verkauf von Unternehmensteilen nicht auszuschließen. Der Prozess soll voraussichtlich Ende des Jahres abgeschlossen sein. Zur DuMont-Gruppe gehören außerdem der "Kölner Stadt-Anzeiger", "Express", "Mitteldeutsche Zeitung" und "Hamburger Morgenpost".

Anne-Sophie Mutter erhält Praemium Imperiale

Die Violonistin Anne-Sophie Mutter erhält in diesem Jahr den Praemium Imperiale in der Kategorie Musik. Die Auszeichnung wird seit mehr als 30 Jahren von der Japan Art Association auf Anregung des Kaiserhauses verliehen. Sie gilt als Nobelpreis der Künste. Das Auswahlgremium würdigte einerseits die langjährigen Verdienste der Geigerin Mutter für die Musik. Sie stehe für einen klaren, leuchtenden und makellosen Klang. Außerdem fördere die 56-Jährige in ihren eigenen Stiftung junge Talente. Der Preis in der Kategorie Malerei geht an den Südafrikaner William Kentridge. Die britisch-palästinensische Künstlerin Mona Hatoum konnte in der Kategorie Skulptur überzeugen, als Architekten werden die US-Amerikaner Tod Williams und Billie Tsien ausgezeichnet, in der Kategorie Theater/Film der japanische Kabuki-Schauspieler Bando Tamasaburo.

Drei Debüts auf der Shortlist für den Buchpreis

Gleich drei Debüts haben es auf die Shortlist für den Deutschen Buchpreis geschafft. Mit ihren ersten Werken wurden Raphaela Edelbauer ("Das flüssige Land"), Miku Sophie Kühmel ("Kintsugi") und Tonio Schachinger ("Nicht wie ihr") nominiert. Drei weitere nominierte Romane stammen von etablierteren Autoren: Neben Sasa Stanisić ("Herkunft") sind auch Norbert Scheuer ("Winterbienen") und Jackie Thomae ("Brüder") in der Endrunde. Die sechs Werke teilten ein großes Thema, sagte Jury-Sprecher Jörg Magenau in Frankfurt: es gehe "um familiäre Zusammenhänge" - und die Erfahrung, "dass dabei vor allem die Identität des Mannes problematisch geworden ist". Die siebenköpfige Jury hatte die sechs Titel aus den 20 Titeln der Longlist ausgewählt. Der Sieger wird am 14. Oktober, am Vorabend der Frankfurter Buchmesse bekannt gegeben. Mit dem Deutschen Buchpreis zeichnet der Börsenverein des Deutschen Buchhandels seit 2005 jährlich den besten deutschsprachigen Roman des Jahres aus. Der Preis ist mit insgesamt 37 500 Euro dotiert. Der Sieger erhält 25 000 Euro. Im vergangenen Jahr war Inger-Maria Mahlkes Roman "Archipel" mit dem angesehenen Preis ausgezeichnet worden.

Deutscher Preis für Philosophie für Lisa Herzog

Die Philosophin Lisa Herzog (35) erhält den mit 100.000 Euro dotierten Deutschen Preis für Philosophie und Sozialethik. Ausgezeichnet würden insbesondere ihre beiden Bücher "Freiheit gehört nicht nur den Reichen. Plädoyer für einen zeitgemäßen Liberalismus" (2014) und "Die Rettung der Arbeit. Ein politischer Aufruf" (2019), teilte die Hamburger Max Uwe Redler Stiftung mit. Lisa Herzog setze sich kompetent und ideengeschichtlich fundiert mit den aktuellen Entwicklungen von Märkten und deren Auswirkungen auf liberale Gesellschaften auseinander, so die Jury. Wörtlich heißt es: "In ihren luziden Monographien überdenkt sie mit unbestechlicher Konsequenz die komplexen Voraussetzungen selbstbestimmten Handelns mit Blick auf wirtschaftliche Machtverhältnisse, unzureichend regulierte Finanzmärkte und die Herausforderungen einer zunehmenden Digitalisierung der Arbeitswelt." Sie argumentiere entwaffnend undogmatisch und löse sich von gängigen Vereinfachungen. Der deutsche Preis für Philosophie gilt als höchstdotierter im deutschsprachigen Raum und wird am 28. Oktober in Hamburg verliehen.

Museum der Moderne in Berlin wird teurer als geplant

Das von den Schweizer Stararchitekten Herzog & de Meuron entworfene Museum der Moderne in Berlin wird deutlich teurer als bisher geplant. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) legte dem Haushaltsausschuss des Bundestags eine Kostenrechnung in Höhe von gut 450 Millionen Euro vor. Bisher waren offiziell 200 Millionen Euro für den Bau veranschlagt, mit einer deutlichen Verteuerung war aber bereits gerechnet worden. Auf Basis der konkretisierten Planungen sei die Fertigstellung des Gebäudes für 2026 vorgesehen, hieß es aus dem Haus von Grütters. Ursprünglich war die Fertigstellung für 2021 geplant. Der erste Spatenstich solle in den kommenden Wochen erfolgen, so Grütters.

Pirotte hört als Rektor der Frankfurter Städelschule auf

Der Rektor der Frankfurter Städelschule, Philippe Pirotte, wird am 31. März 2020 sein Amt an der Kunsthochschule niederlegen. Der belgische Kunsthistoriker und Kurator wird aber weiterhin als Professor für Kunstgeschichte und Curatorial Studies an der Städelschule arbeiten. Die genaueren Hintergründe des Rücktritts werden in der Mitteilung der Hochschule nicht genannt. Philippe Pirotte will die Forschung und das Kuratieren von Ausstellungen und Projekten wieder verstärkt aufnehmen. In seiner über fünfjährigen Amtszeit hatte er den Trägerschaftswechsel der Einrichtung von der Stadt Frankfurt zum Land Hessen begleitet.

Jüdisches Museum Berlin öffnet 2020 Kindermuseum

Im Mai 2020 soll das Kindermuseum des Jüdischen Museums Berlin eröffnet werden. In der ehemaligen Blumengroßmarkthalle gegenüber vom Hauptgebäude des Museums in Berlin-Kreuzberg entstehe derzeit ein neuer Ort zum Erforschen und Spielen für Kinder von drei bis zehn Jahren, kündigte das Jüdische Museum an. Konzeptioneller Ausgangspunkt des Museums auf 2.700 Quadratmetern ist die Erzählung der Arche Noah aus der Tora. Eine sieben Meter hohe Holzkonstruktion erinnere an eine historische Arche und könne von den jungen Besuchern auf eigene Faust erkundet werden.

Menschenrechtler: Indiens Sprachenvielfalt bedroht

Menschenrechtler sehen in Indien die Sprachenvielfalt bedroht. Sie verweisen auf die Verfassung, wonach es 22 Hauptsprachen gibt, obwohl mehr als 121 Sprachen gesprochen würden. "Wenn Indiens Regierung nun Hindi zur nationalen Sprache erklären wolle, dann ist dies ein Anschlag auf die Vielfalt der Kulturen im eigenen Land und in der Welt", kritisierte der Direktor der Gesellschaft für bedrohte Völker, Ulrich Delius, in Göttingen. Delius bezog sich auf jüngste Äußerungen von Indiens Innenminister Amit Shah, Hindi zur nationalen Sprache des Landes zu erklären. Aus Sicht der Gesellschaft für bedrohte Völker wollen Hindu-Nationalisten mit ihrer Sprachenpolitik "die Hinduisierung des Landes vorantreiben und Minderheiten weiter ausgrenzen".

Designer Luigi Colani gestorben

Der Designer Luigi Colani ist tot. Er sei im Alter von 91 Jahren in Karlsruhe an einer schweren Krankheit gestorben, sagte seine Lebensgefährtin der Deutschen Presseagentur. Colani war bekannt für seine aerodynamischen Formen für Autos, Flugzeuge und Alltagsgegenstände. Seine an der Natur orientierte Formensprache bezeichnete er als Biodesign. In Japan und China war Colani ein hochangesehener Designer und hatte dort Kultstatus.

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