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Einstand | Beitrag vom 11.11.2019

Der Sänger im globalen OpernbetriebWar früher alles besser?

Ein Essay von Jürgen Kesting

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Die acht Finalisten stehen in einer Reihe mit ausgestreckten Armen auf der Bühne  ("Neue Stimmen")
Finalist*innen des "Neue Stimmen" Wettbewerbes Gütersloh 2019 ("Neue Stimmen")

New York, Salzburg oder Mailand. Große Opernhäuser sind Sehnsuchtsorte für junge Sänger*innen. Doch der Traum einer glänzenden Karriere sieht in der Realität oft anders aus. War früher alles besser?

Den Internationalen Gesangswettbewerb NEUE STIMMEN gewannen 2019 die russische Sopranistin Anna El-Kashem und der chinesische Tenor Long Long.
Die Konkurrenz war riesengroß: 1500 Sänger*innen hatten an dem weltweiten Auswahlverfahren teilgenommen. Nach den verschiedenen Vorrunden sangen am Ende nur noch 10 Teilnehmer*innen im großen Finale mit den Duisburger Philharmonikern in Gütersloh. Insgesamt fünf Preise sowie zwei Sonderpreise hielten die glücklichen Gewinner nach anstrengenden Tagen und Wochen dann in ihren  Händen.

Wettbewerbserfolge können Türen öffnen

Mit einem Preis in einem internationalen Wettbewerb erhoffen sich die jungen Künstler bessere Chancen auf ihrem Weg in eine erfolgreiche und glückliche Karriere. In den meisten Fällen ist es auch so, dass die enorme Aufmerksamkeit, die ein Wettbewerbserfolg mit sich bringt, die Türen zu renommierten Agenturen und für große Rollen öffnet.

War früher alles besser?

Doch was heißt es für junge Sänger*innen, sich im 21. Jahrhundert eine Karriere aufzubauen? Wie entwickeln sich Sängerpersönlichkeiten? Was braucht es dafür? Wie stark hat sich der Markt geändert? Bekommen Berufsanfänger die Chance, ihre Stimmen in Ruhe aufzubauen und zu entwickeln? Warum werden viele große Partien nicht mehr auf dem künstlerischen Niveau der 1980er Jahre besetzt? War früher vielleicht doch alles besser?
Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung vom Mai 2019 belegt, dass die meisten jungen Sänger*innen von ihrer freiberuflichen Arbeit nicht leben können. Der Stimmenexperte Jürgen Kesting hat sich in seinem Essay Gedanken über die junge Sängergeneration gemacht.

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