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Samstag, 23.10.2021
 
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Kulturnachrichten

Freitag, 21. Mai 2021

Der Präsident des Auschwitz Komitees, Roman Kent, ist gestorben

Der Präsident des Internationalen Auschwitz Komitees, Roman Kent, ist im Alter von 92 Jahren gestorben. Er starb nach Angaben des Komitees in New York nach kurzer schwerer Krankheit. Schon früh habe sich Kent mit seinen Mitstreitern für die Gesundheit und das Wohlergehen aller Überlebenden und für ihre Entschädigung engagiert. Kent überlebte mehrere Konzentrationslager, bevor er von amerikanischen Soldaten befreit wurde. Mit seinem Bruder emigrierte er 1946 in die USA, wo er als Geschäftsmann arbeitete.

Der Präsident des Auschwitz Komitees ist gestorben

Der Präsident des Internationalen Auschwitz Komitees, Roman Kent, ist im Alter von 92 Jahren gestorben. Er starb nach Angaben des Komitees in New York nach kurzer schwerer Krankheit. Schon früh habe sich Kent mit seinen Mitstreitern für die Gesundheit und das Wohlergehen aller Überlebenden und für ihre Entschädigung engagiert. Kent überlebte mehrere Konzentrationslager, bevor er von amerikanischen Soldaten befreit wurde. Mit seinem Bruder emigrierte er 1946 in die USA, wo er als Geschäftsmann arbeitete.

Brief von Albert Einstein versteigert

Ein von Albert Einstein handgeschriebener Brief mit seiner berühmten Formel E = mc² ist bei einer Auktion für mehr als 1,2 Millionen Dollar versteigert worden. Damit war der Erlös für das Schreiben etwa dreimal so hoch wie erwartet, wie das Auktionshaus RR Auction in Boston mitteilte. Der Brief ist auf Deutsch verfasst und auf den 26. Oktober 1946 datiert. Empfänger war der polnisch-amerikanische Physiker Ludwik Silberstein. Nach Angaben von Archivisten gibt es nur drei weitere bekannte Schreiben, in denen Einstein seine Formel mit eigener Hand verfasste. Der nun versteigerte Brief ist der einzige, der Teil einer privaten Sammlung war.

Neuer Bereich bei Madame Tussauds

Frisch herausgeputzt hat Madame Tussauds die Wachsfigur von David Bowie. Mit maßgeschneiderter Weste, offener Fliege und rötlichem Haar wartet die Pop-Ikone nun auf die Eröffnung des neuen Bereichs "Berlin 100!" des Berliner Ablegers des berühmten Wachsfigurenkabinetts. Wie Madame Tussauds mitteilte, soll dieser am 23. Juni öffnen und auf 200 Quadratmetern die vergangenen 100 Jahre der Hauptstadt mit ihren prägendsten Figuren nachzeichnen. David Bowie hat in den 1970er Jahren zeitweise in Berlin gelebt. Unter anderem nahm er hier das Album "Low" und dessen legendären Nachfolger "Heroes" auf.

300 Euro-"Kulturscheck" für 18-Jährige in Frankreich

Konzerte, Kino, Mangas oder ein Foto-Kurs: Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat einen "Kulturscheck" von 300 Euro für 18-Jährige angekündigt. Das Angebot sei zwei Jahre lang verfügbar und über eine besondere Applikation abrufbar, teilte Macron per Twitter mit. Im Land gibt es nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP rund 800.000 Menschen im Alter von 18 Jahren. Frankreich hatte erst Mitte der Woche coronabedingte Beschränkungen für Kultureinrichtungen wie Museen oder Kinos gelockert.

Olaf Altmann erhält Hein-Heckroth-Bühnenbildpreis

Der mit 10.000 Euro dotierte Hein-Heckroth-Bühnenbildpreis geht an den in Dresden lebenden Bühnenbildner und Regisseur Olaf Altmann. Das teilte das hessische Wissenschafts- und Kunstministerium in Wiesbaden mit. Ministerin Angela Dorn (Grüne) erklärte, Altmanns Räume bestächen durch eine radikale Reduktion der visuellen Mittel und prägten in ihrer formalen Strenge den Charakter einer Theateraufführung tiefgreifend. Der Hein-Heckroth-Bühnenbildpreis und der dazugehörige Förderpreis werden seit 2003 alle zwei Jahre vom Ministerium und der Hein-Heckroth-Gesellschaft Gießen verliehen. Ausgezeichnet werden Bühnenbildner, die sich kreativ mit der bildenden Kunst auseinandersetzen. Aufgrund der Corona-Pandemie wird die Preisverleihung im Stadttheater Gießen voraussichtlich erst im September stattfinden.

Bernini-Meisterwerk in Dresden entdeckt

Ein bisher verloren geglaubtes Meisterwerk des berühmten Bildhauers Gian Lorenzo Bernini ist in der Dresdner Skulpturensammlung entdeckt worden. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) sprachen in einer Mitteilung von einer "sensationellen Entdeckung". Der lebensgroße und real wirkende menschliche Totenkopf aus weißem Carrara-Marmor wird ab dem 28. Mai als Highlight der Ausstellung "Bernini, der Papst und der Tod" im Semperbau am Zwinger zu sehen sein. Im Zuge der Recherchen für die Ausstellung stellte sich heraus, dass das Werk von Bernini stammt.

Civis-Medienpreis für Podcast "Rice and Shine"

Der Europäische Civis Medienpreis für Integration und kulturelle Vielfalt geht an den Podcast "Rice and Shine" für die Folge "Hamburg 1980: Als der rechte Terror wieder aufflammte". Die Autorinnen Minh Thu Tran und Vanessa Vu rekonstruieren darin einen rassistischen Brandanschlag, bei dem zwei vietnamesische Männer starben. Der Hauptpreis "Civis Top Award" ist mit 15.000 Euro dotiert. In der Kategorie "Video/Information" wurde die Dokumentation "ProSieben Spezial. Rechts. Deutsch. Radikal.", eine mehrstündige Reportage von Anja Buwert und Thilo Mischke ausgezeichnet. Der Civis-Medienpreis zeichnet Beiträge im Radio, Fernsehen und Internet aus, die das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlichster geografischer oder kultureller Herkunft fördern.

Buch mit Zeichnungen von Leonardo wird versteigert

Ein seltenes historisches Buch mit Zeichnungen von Leonardo da Vinci kommt am 31. Mai in Hamburg unter den Hammer. Die 1509 in Venedig gedruckte "Divina proportione", zu Deutsch "Die Lehre vom Goldenen Schnitt", wird mit 80.000 Euro aufgerufen, wie das Auktionshaus Ketterer Kunst ankündigte. Da Vinci habe den Anstoß zu diesem Werk seines Freundes und Lehrers, des Mathematikers Luca Pacioli, gegeben. Es sei ein Meilenstein der Renaissance-Geomoetrie. Versteigert werde auch eine mittelalterliche Sammlung von Grundlagentexten der Logik, und das sogenannte Barbeaux-Graduale, ein um 1280 bis 1290 entstandenes liturgisches Buch mit Messgesängen aus dem Zisterzienserkloster Barbeaux in Nordfrankreich.

William und Harry kritisieren BBC

Die britischen Prinzen William und Harry haben dem Sender BBC und anderen Medien unethische Praktiken vorgeworfen. Zuvor war eine Untersuchung zu dem Schluss gekommen war, dass der BBC-Journalist Martin Bashir „betrügerisches Verhalten“angewandt habe, um an das aufsehenerregende TV-Interview mit Prinzessin Diana 1995 zu kommen. William sagte, das Versagen der BBC in ihrer Aufsichtsfunktion habe zu der „Furcht, Paranoia und Isolation“seiner Mutter in ihren letzten Lebensjahren „wesentlich beigetragen“. Der Sender hatte sich für sein Fehlverhalten bereits entschuldigt , Martin Bashir war vergangene Woche aus gesundheitlichen Gründen aus der BBC ausgeschieden.

Übersetzerpreis für Jackie Smith

Der Helen und Kurt Wolff Übersetzungspreis 2021 geht an Jackie Smith für ihre Übersetzung von Judith Schalanskys „Verzeichnis einiger Verluste“. Das gab das Goethe-Institut bekannt. „An Inventory of Losses“ ist Smith' erste Literaturübersetzung, zuvor arbeitete sie im Bereich Wirtschaft und Handel. Ihre Übersetzung von Judith Schalanskys Roman stand 2021 auch auf der Longlist für den Booker Prize. Der Helene und Kurt Wolf Übersetzungspreis ist mit 10.000 US-Dollar dotiert und ehrt jährlich eine herausragende literarische Übersetzungsarbeit vom Deutschen ins Englische. Die Verleihung soll am 24. Juni 2021 im Goethe-Institut in New York stattfinden.

Südafrika will Schulen "entkolonialisieren"

Durch die Aufnahme zusätzlicher afrikanischer Sprachen in den Lehrplan will Südafrika seine Schulen "entkolonialisieren". Wie die Regierung in Pretoria mitteilte, soll künftig auch Swahili an den Schulen des Schwellenlandes unterrichtet werden. Die Sprache zählt zu den meistgesprochenen Afrikas und ist vor allem im Osten des Kontinents weit verbreitet. An vielen Schulen Südafrikas wird neben Englisch bereits in Landessprachen wie Afrikaans, Zulu oder Xhosa unterrichtet. Nun plant die Regierung, neben Swahili weitere indigene Sprachen als Unterrichtsfach einzuführen, unter anderem Nama, Khoi sowie die südafrikanische Gebärdensprache.

Spektakuläre Kunstaktion: Eine Schlucht mitten in Paris

Eine tiefe Schlucht inmitten von Paris, über die sich der Eiffelturm spannt: Das ist die einzigartige optische Täuschung, die das Werk des französischen Straßenkünstlers JR ist. Die riesige schwarz-weiße Fotomontage des 38-Jährigen wird noch bis Mitte Juni zu sehen sein. JR, der im zivilen Leben Jean René heißt, hat in Paris zuletzt im April 2019 mit einer illusionistischen Fotoinstallation für Aufsehen gesorgt. Damals hat er die Louvre-Pyramide aus dem Erdboden auftauchen lassen. International bekannt wurde der Künstler mit seinen Großporträts auf Häuserfassaden in der ganzen Welt wie in den Slums von Nairobi und den Favelas von Rio.

Spanischer Poet Francisco Brines gestorben

Der spanische Dichter Francisco Brines ist tot. Der Gewinner des angesehenen Cervantes-Literaturpreises von 2020 starb im Alter von 89 Jahren in einem Krankenhaus in der Region Valencia, wie das spanische Kulturministerium unter Berufung auf die Verleger des Poeten mitteilten. Brines galt als einer der wichtigsten spanischen Dichter der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er war einer der letzten noch lebenden Vertreter der sogenannten "Generation der 1950er", die als Kinder den spanischen Bürgerkrieg (1936-1939) erlebt hatten. Eines der bekanntesten Werke von Brines ist der Gedichtband "El otoño de las rosas" (Der Herbst der Rosen), in dem es um das Glück eines erfüllten Lebens geht.

Übergangslösung am Badischen Staatstheater fix

Nach monatelangen Querelen um die Führung des Badischen Staatstheaters in Karlsruhe soll der Generalintendant am Theater Münster, Ulrich Peters, nun für drei Jahre als Intendant übernehmen. Der 65-Jährige folgt zum 1. September auf Peter Spuhler, der nach Kritik an seinem Führungsstil das Staatstheater in Karlsruhe vorzeitig verlassen muss. Dessen Verwaltungsrat bestimmte den langjährigen Theaterleiter und Musiktheater-Regisseur Peters in einer Sondersitzung zum Intendanten für die Zeit bis Ende August 2024, wie ein Sprecher des Kunstministeriums in Stuttgart mitteilte. Zur Saison 2024/25 soll dann eine neue Struktur etabliert und eine langfristige Lösung für die Intendanz gefunden werden.

Türkischer Kulturförderer Kavala erneut vor Gericht

Vor einem Gericht in Istanbul wird am Freitag der Prozess gegen den inhaftierten türkischen Menschenrechtsaktivisten und Kulturförderer Osman Kavala wieder aufgenommen. Dem 63-Jährigen wird eine Beteiligung am gescheiterten Putsch gegen Präsident Recep Tayyip Erdogan 2016 sowie an den Gezi-Protesten 2013 vorgeworfen. Kavala sitzt seit mehr als dreieinhalb Jahren hinter Gittern, ohne verurteilt worden zu sein. Menschenrechtsorganisationen sehen in dem juristischen Vorgehen gegen Kavala den Versuch, einen Verteidiger der Meinungsfreiheit in der Türkei zum Schweigen zu bringen. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hatte bereits 2019 seine sofortige Freilassung gefordert.

Kinoverbände wollen Neustart für Juli

Nach monatelanger Pause bereiten sich die deutschen Kinos auf eine Wiedereröffnung vor. Zum 1. Juli soll es nach dem Willen mehrerer Verbände an vielen Orten wieder Filmvorführungen geben. Angesichts "des Impffortschritts und der sinkenden Infektionszahlen" stehe die gesamte Kinobranche bereit, heißt es in einer Erklärung unter anderem von HDF Kino und AG Kino. Die Verbände appellieren an die Bundesländer, eine Öffnung der Kinos zu diesem Datum "zu ermöglichen und zeitnah zu kommunizieren". Wichtig sei, dass die Kinos in ganz Deutschland zeitnah öffnen. Nur dann könnten Verleiher überhaupt neue Filme starten. Bundesweit sind die Filmtheater wegen der Pandemie seit mehr als einem halben Jahr geschlossen.

Franziska Peikert gewinnt ersten Sachbuch-Slam

Die Marburger Kulturwissenschaftlerin Franziska Peikert hat den ersten deutschen Sachbuch-Slam gewonnen. In einem sechsminütigen Kurzvortrag präsentierte sie im Mannheimer Technoseum das Buch "Hegels Welt" von FAZ-Herausgeber Jürgen Kaube. Die 27-jährige Poetry-Slammerin Peikert arbeitet als wissenschaftliche Hilfskraft an der Uni Marburg und erhielt ein Preisgeld von 500 Euro. Insgesamt acht Slammerinen und Slammer aus ganz Deutschland beteiligten sich an dem Wettbewerb. Über den Sieg entschied das Online-Publikum. Pandemiebedingt wurde die Veranstaltung per Youtube-Livestream übertragen.

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