Freistil, vom 31.01.2021, 20:05 Uhr

Der Mythos des LabyrinthsUmweg zur Mitte

Waren wir hier nicht schon mal? Vom Start geht es in vielen Windungen immer tiefer ins Innere. Kommen wir jemals ans Ziel? Fast unerwartet erreicht der Wandelnde die Mitte. Labyrinthe gibt es in allen Kulturen. Was ist so faszinierend daran?

Das Labyrinth in der Heilig Kreuz Kirche in Berlin-Kreuzberg. (Deutschlandradio / Barbara von Bremen)
Labyrinthe haben eine lange Geschichte und sind in Schlossgärten faszinierende Elemente der Gartenkunst. (Deutschlandradio / Barbara von Bremen)

Die Ursprünge des Labyrinths bleiben rätselhaft, doch die symbolischen Deutungen sind vielfältig, je nach Zeitalter und Kultur: es kann für den Lebensweg stehen, aber auch für den Tod, als Weg zur Erlösung und als Symbol für die Auferstehung.

Bis in die Gegenwart fasziniert das Labyrinth Künstler als Motiv. In der griechischen Mythologie baut Daidalos auf Kreta ein Labyrinth für den todbringenden Stier Minotaurus, Held Theseus findet den Ausgang nur mit Hilfe von Ariadnes Faden. In Jorge Luis Borges‘ Texten tauchen immer wieder Labyrinthe auf. David Bowie lockt im Jim-Henson-Film „Die Reise ins Labyrinth“ als Koboldkönig das Mädchen Sarah in sein unheimliches Reich. Harry Potter muss im Band „Der Feuerkelch“ als dritte Aufgabe des Trimagischen Turniers den Weg durch einen Irrgarten finden.

Die Autorin des Features ergründet, warum die globale Faszination an verschlungenen Pfaden so groß ist, spricht mit Labyrinth-Kennerinnen und -Kennern und besucht magische Orte, an denen uralte und brandneue Labyrinthe zu bestaunen sind.

Umweg zur Mitte
Der Mythos des Labyrinths
Von Teresa Schomburg

Regie: Philippe Brühl
Es sprachen: Bettina Kurth und Max von Pufendorf
Ton und Technik: Alexander Brennecke
Redaktion: Klaus Pilger
Produktion: Deutschlandfunk 2021

Umweg zur Mitte. Der Mythos des Labyrinths (PDF)

Umweg zur Mitte. Der Mythos des Labyrinths (Textversion)

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