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Länderreport / Archiv | Beitrag vom 22.11.2010

Der Krieg ist unter uns

Kriegervereine in Bayern und eine Aktion gegen den Afghanistaneinsatz

Von Bettina Weiz

Mit den im Afghanistaneinsatz getöteten Bundeswehrsoldaten  bekommt die Arbeit der traditionellen Kriegervereine neue Aktualität. (AP)
Mit den im Afghanistaneinsatz getöteten Bundeswehrsoldaten bekommt die Arbeit der traditionellen Kriegervereine neue Aktualität. (AP)

Alljährlich marschieren die bayerischen Soldatenkameradschaften zu den Kriegerdenkmälern und ehren mit Böllern und Blasmusik, Kranz und Gottesdienst ihre Gefallenen. Sprechen sie von "Krieg", meinen sie den Zweiten Weltkrieg, und das Gedenken daran hochzuhalten ist ihr Auftrag.

Allerdings gibt es kaum noch Mitglieder, die das aus eigener Anschauung tun könnten. Aber nun sind Deutsche wieder im Krieg, und im April dieses Jahres ist in Afghanistan einer aus dem aus dem Gebirgspionier-Bataillon 8 gefallen. In dem haben die meisten Veteranen aus dem Oberland ihren Wehrdienst geleistet.

Nun wurde ihnen klar, "dass der Krieg mitten unter uns angekommen ist", wie es im Aufruf zu ihrer großen Unterschriftenaktion heißt: gegen den Einsatz von Deutschen in Afghanistan und gegen den Krieg. Als der Zinksarg im Heimatdorf des Gefallenen eintraf, verzichtete der dortige Krieger-Verein bei der Beisetzung übrigens auf Böller.

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