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Forschung und Gesellschaft / Archiv | Beitrag vom 19.08.2010

Der Krieg im Kopf

Deutsche Soldaten und ihre Traumata

Von Philip Banse

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Bundeswehrsoldaten bei einer Trauerfeier für gefallenen Kameraden in Kundus (AP)
Bundeswehrsoldaten bei einer Trauerfeier für gefallenen Kameraden in Kundus (AP)

In Afghanistan herrscht Krieg und deutsche Soldaten sind dabei. Das galt auch für den Kosovo. Damals sprach man allerdings noch von Aufbauhilfe. Doch was die Soldaten erlebten, waren blutige Unruhen und gewalttätige Ausbrüche. Seitdem eskaliert die Gewalt. Von Einsatz zu Einsatz. Deutsche Soldaten müssen kämpfen, notfalls auch töten.

Doch sind die Bundeswehrsoldaten auf die andauernde Bedrohung durch Attentate, die Beteiligung an Kampfhandlungen und den Anblick von Toten ausreichend vorbereitet? Nein, glaubt man einer Studie, die das "New England Journal of Medicine" 2004 veröffentlichte. Danach kehren bis zu 17 Prozent aller Soldaten mit psychischen Krankheiten zurück.

Diese Männer und Frauen leiden, sie gehen durch die Hölle und bringe diese Bilder mit nach Hause zurück. Ein normales Leben ist für viele der derzeit 6700 Bundeswehrsoldaten, die weltweit im Einsatz sind, oft nicht möglich.

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