Das Feature, vom 15.06.2010

Auch fast zwanzig Jahre nach ihrer Zerstörung löst die Ferhadija-Moschee in Banja Luka heftige Diskussionen und Unruhen aus.

Der ehemalige serbische Präsident Slobodan Milosevic, der damalige bosnische Präsident Alija Izetbegovic, der frühere kroatische Präsident Franjo Tudjman und Ex-US-Außenminister  Warren Christopher (v.l.n.r.) am 21.11.1995 in Dayton, Ohio. (AP)
Der ehemalige serbische Präsident Slobodan Milosevic, der damalige bosnische Präsident Alija Izetbegovic, der frühere kroatische Präsident Franjo Tudjman und Ex-US-Außenminister Warren Christopher (v.l.n.r.) am 21.11.1995 in Dayton, Ohio. (AP)

Über 400 Jahre lang stand die Ferhadija-Moschee im Zentrum Banja Lukas und galt als eines der schönsten Beispiele islamischer Architektur auf dem Balkan. 1993 wurde sie im Zuge des Bosnien-Krieges durch einen Sprengstoffanschlag serbischer Nationalisten zerstört. Der gesamte Gebäudekomplex wurde daraufhin abgerissen, die eingeebnete Fläche als Parkplatz genutzt.

2001 erhielt die Islamische Gemeinde in Banja Luka, mittlerweile Hauptstadt der serbischen Teilrepublik Bosnien-Herzegowinas, die Erlaubnis, die Ferhadija-Moschee wieder aufzubauen. Die Grundsteinlegung löste Massenunruhen serbischer Nationalisten aus. Noch heute ist der Wiederaufbau der Ferhadija-Moschee ein heftig umstrittener Vorgang.

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