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Neue Musik | Beitrag vom 29.10.2019

Der Komponist Marcus Schmickler Vom Datenraum zum Klangraum

Von Hubert Steins

Marcus Schmickler (Ilya Barhatov)
Zahlen und Daten sind der Stoff für Marcus Schmicklers kompositorische Konzepte (Ilya Barhatov)

Es sind die wahrnehmungsspezifischen Besonderheiten von Klangphänomenen, für die sich Marcus Schmickler interessiert. Von Stück zu Stück werden solche Fragen in anderer Weise thematisiert.

Marcus Schmickler lässt sich ungern festlegen. Als Teil des Projekts Pluramon war er Produzent elegischer Postrock-Balladen, als Partner von Thomas Lehn und als Mitglied des MIMEO (Music in Movement Electronic Orchestra) Teil einer internationalen live-elektronischen Improvisationsszene. Mit Musikerlegenden wie Keith Rowe und John Tilbury hat er improvisiert.

Hier geht es zur Playlist der Sendung

Neben der live-elektronischen Musikpraxis des 1968 geborenen Komponisten steht jedoch ein breit gefächertes Werk aus elektronischen und instrumentalen Stücken, darunter große Orchesterwerke. Hier bedient sich Schmickler wissenschaftlicher Theoreme und algorithmischer Konzepte, die als Sonifikationen zur konzeptuellen Grundlage seiner Stücke werden.

Musik, Mathematik und Technik

Für seine elektronische Komposition "Bonner Durchmusterung" nutzte Schmickler astronomische Daten der Bonner Sternwarte. Das gemeinsam mit Julian Rohrhuber entstandene Hörstück "Politiken der Frequenz" ist eine klingende Auseinandersetzung mit der Theorie der Zahl. 

So gehen in Schmicklers Stücken Kunst und Forschung eine Symbiose ein; seine Kompositionen sind Beiträge zu einer alternativen, einer ästhetischen Epistemologie.

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